Skip to content

Die Bahn – sichtlich, aber vergeblich bemüht?

Es ist Sonntag: Klar, an dem Tag zu arbeiten ist Mist. Nur muss man dies dem griesgrämigen Gesicht des Freiburger Käppi-Manns gleich ansehen? Immerhin hat die Bahn mich vom Luxus-ICE in einen Waggon mit Plüsch-Charme, stark verschlissen, verfrachtet. Die Antworten waren dann auch knapp und lakonisch: Nein, reservierte Plätze sind verloren. Er hätte auch gleich sagen können: „Frag doch nicht so blöd, du elendes Gepäckstück, das wir befördern.“

Ähnlich die Damen von der Fahrscheinkontrolle: heroisch, humorlos –und eine Entschuldigung? Ach, du liebes Bisschen! Man muss froh sein, irgendwo sitzen zu dürfen. Immerhin wurde die Frage nach Zeitungen beantwortet. Ja, man habe sie, aber es sei noch niemand dazu gekommen, sie zu verteilen. Immerhin – der Zug kam schon von Basel.

Oh! Frankfurt! Endlich, endlich Komfort, ein Bord-Bistro! Ja, ja, also. man hat dergleichen zwar, doch fehlt es offensichtlich am Speise-Ofen. Kaffee gab es, immerhin, und Croissants.

Na also. Man muss nicht verhungern bei der Bahn. Wenigstens ein Trost. Nun, ich nähere mich Erfurt. mal sehen, ob die Bahn die Strecke nach Leipzig diesmal meistert.

Nachtrag: Ja,die Strecke Erfurt-Leipzig wurde befahren - und - ich war pünktlich.

Telekom – alles neu, alles teurer – und kaum ein Gewinn

Die Telekom bot mir eine Umstellung meines Anschlusses an – alles sollte besser werden – Datendurchsatz, Telefonie, DECT, WLAN. Mag ja sein, dass die Telekom davon träumt, dass alles besser geworden ist. Ich jedenfalls kann kaum Unterschiede feststellen.

Immerhin gab’s wenigstens keine Pannen bei der Installation. Da muss man ja schon froh sein, nicht wahr?

Leipzig–Erfurt-Basel

Von Leipzig nach Basel kann man jetzt theoretisch über Erfurt fahren – so, wie neulich die Kanzlerin, obgleich diese nur bis Erfurt fuhr. Nun sitze ich also im ICE - aber ach, dieser Zug war offenbar nicht für das neue Signalsystem vorgesehen – na so etwas – das konnte die Bahn ja vorher nicht wissen, nicht wahr?

Immerhin – die Bahn kündigten an, die Fahrkosten per Rückvergütung zu erstatten, wenn die Verzögerung mindestens 60 Minuten beträgt – was wohl der Fall sein wird. Glück im Unglück: Der Anschlusszug wäre auch nicht gefahren, wie gedacht: Er sollte mit zwei Zugteilen fahren, fuhr aber nur mit einem. Nun werde ich sehen, wann ich in Basel eintreffe.

Als die Postfrau mit dem Plastiksack kam

Heute will ich Ihnen etwas Lustiges vom Versandhandel und von der Post erzählen.

Ich habe vor Kurzem ein Jackett aus dem Stoff verschlissen, der auf den Äußeren Hebriden gewebt wird. So eine Jacke zu zerstören, ist gar nicht so einfach, aber der Zahn der Zeit oder auch das Scharren auf den Lehnen des Schreibtischstuhls zersetzen auf Dauer eben das stärkste Gewebe.

Und also habe ich mir eine neue Jacke bestellt, über das Internet, denn ich wollte weder auf die Neuen Hebriden, noch nach Schottland noch nach London fliegen, um so ein Teil zu erwerben.

Das ging alles völlig problemlos. Meine Größe nahm ich mit 40 R an, abgeschaut vom Etikett eines älteren, noch unverschlissenen Exemplars. An dieser Stelle lassen Sie mich gleich eine Warnung aussprechen: 40 R bezieht sich auf den Brustumfang, und falls ihre Taille voluminöser sein sollte, wird’s möglicherweise eng. Außerdem gibt es immer wieder Trends, diese an sich bequem geschnittenen Jacken zu taillieren. Ich hasse taillierte Hemden, Jacken, Sakkos und Anzüge, und seit schicke Hemden in Deutschland fast nur noch tailliert angeboten werden, muss ich auch dabei oft auf britische Anbieter ausweichen.

Nun ja, das Teil wurde blitzartig zum Versand gebracht, aber dann klemmte etwas. Ich habe als den schottischen Vertrieb angerufen, und mich nach dem Verbleib erkundigt, und eine überaus freundliche Dame sagte mir, „ach, das müssen Sie sich keinen Sorgen machen – die haben wir per Post geschickt, das dauert schon ein paar Tage“. Bei „Post“ denke ich immer an DHL und habe mir gedacht: „Na ja, warte mal das DHL-Fahrzeug am Freitag und Samstag ab … vielleicht kommt deine Jacke ja an einem dieser beiden Tage.“

Am Samstag kam die Jacke dann tatsächlich – gebracht von der Briefträgerin, in einem schwarzen Sack. Ich war zufällig auf der Straße, als sie kam, sonst hätte ich wohl wieder einen Zettel im Briefkasten gehabt. Jedenfalls: Ich hätte nicht für möglich gehalten, dass „mit der Post“ tatsächlich „Mit der Post“ bedeutet.

Die Jacke ist übrigens ganz vorzüglich, nur etwas taillierter als meine bisherige Jacke. Sie passt trotzdem ausgezeichnet.

Kackertstraße und neuer Werbekot von PKV-Spammern

Die Bombardierung mit SPAM über angebliche PKV-Tests hört nicht auf.

Diesmal kam die PKV-Vergleichsportal-Nachricht aus der Kackertstraße. Eine Kackertstraße gibt es tatsächlich – aber in Aachen, und nicht in Briesen, einem Ort in Brandenburg, der etwa 2.300 Einwohner hat. Dort will die fiktive Fachfrau für die PKV diesmal ihren Wohnsitz haben.

Und diesmal hat einer meiner SPAM-Filter reagiert.

Endlich reagieren SPAM-Filter auf die SPAM-Flut mit PKV


Die gute Nachricht zuerst: SPAM-Filter sind offenbar in der Lage, die unseriöse Werbung mit dem inzwischen bekannten angeblichen PKV-Vergleichsportal abzuwehren. Jedenfalls zeigte sich gestern dieses Bild:

Die schlechte Nachricht: Offensichtlich fanden die SPAM-Gangster eine Möglichkeit, Server zu knacken, um seriöse Meldungen mit ihrem Werbekot zu verbinden. Dabei wurden ganz offensichtlich höchst private Daten abgegriffen. Das mögliche Opfer des Hacks wurde schriftlich benachrichtigt.