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Wenn Beurteilungen als nicht relevant angesehen werden ...

Lebenswert: ja. Aber nicht auf die Zukunft vorbereitet. das ist Altenburg
Wenn Beurteilungen als nicht relevant angesehen werden, ist etwas nicht in Ordnung. Entweder mit den Urhebern der Beurteilung oder mit den Beurteilten.

Das Altenburger Land, in dem ich lebe, steht in zwei namhaften Ranking-Listen leider unter den letzten fünf Prozent – grob in absolute Zahlen gepresst also unter den letzten 20 von 400. Und das ist noch sehr milde gerechnet.

Das Überraschende ist: Das stört hier in Altenburg offenbar niemanden, und nur wenige werten es als Hinweis darauf, dass man den Landkreis mit Klugheit und Sachverstand aufwerten müsste. Denn es ist im Grunde nicht nötig, so weit hinten zu stehen. Man hätte Möglichkeiten - so sieht es auch der Kommentator der örtlichen Zeitung.

Doch, was passiert? Das Ranking wird als „nicht relevant“ abgewertet, und offenbar ist dies das Einzige, was man von offizieller Seite hört. Der Oberbürgermeister der Stadt Altenburg ist der Meinung, und die IHK ist es auch. Jedenfalls nach Presseberichten.

In Wahrheit entspricht ein solches Ranking allerdings einem Zeugnis mit lauter Fünfen und Sechsen – selbst wenn dann eine einzelne „Drei“ für das Kulturschaffen vergeben würde, wäre nichts gewonnen. Aber das will man hier nicht einsehen.

Schade eigentlich. Meine Erwartungen an die Politiker waren höher. Und ich frage nicht einmal, wie das Schlamassel entstehen konnte, sondern wie man da wieder herauskommt.