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Zeitungsverleger – eure Online-Seiten nerven kolossal

Hallo Zeitungsverleger … ich weiß, dass ihr alle von irgendwelchen Leuten beraten werdet, die euch sagen: „Ey, Mann, sorg dafür, dass die Leute möglichst lange auf deiner Webseite bleiben“. Aber es nervt kolossal, wenn jedes Mal nach einiger Zeit die Meldung erscheint, dass es „Neues auf der Titelseite gibt.“

Schiebt euch eure Hinweise bitte irgendwo hin … nur nicht auf meinen Bildschirm. Das gilt auch für eure ständigen Marketingumfragen, für die wir uns Zeit nehmen sollen, die idiotischen Versuche, uns zu FACEBOOK zu leiten und neuerdings diese saudämlichen Anfragen, ob ihr uns direkt Nachrichten auf den Bildschirm schickend dürft. Von ganzseitigen Werbeanzeigen, die den Text überlagern, mal ganz zu schweigen. Und ja, ich habe schon eine Zeitung abonniert – und ich will deswegen nicht dauern lesen, dass ich eure auch noch abonnieren soll und dass ich, falls ich es nicht tue, zur Strafe nicht weiterlesen darf.

Es reicht – wirklich.

Was sind Umfragen und Forschungsergebnisse wert?

Umfragen wird in der Regel geglaubt. Forschungsergebnissen noch mehr, selbst dann, wenn die Grundlagen haarig sind.Die Ergebnisse gelangen dann an Journalisten, und die "verhacken" solche Nachrichten mit Genuss. Ein Ärgernis? Für Journalisten ist es oft ein Kavaliersdelikt - sie "berichten" ja nur. Dieser Tage berichtet der SPIEGEL über die Art und Weise, in der Umfragen manipuliert werden.

Wie der SPIEGEL erfahren haben will, sei die …

scheinbar exakte Welt von Statistiken und "repräsentativen" Umfragen mitunter nicht mehr ist als eine sorgsam konstruierte Kulisse.


Dies gilt allerdings auch, und das dürfte noch erschreckender sein – für bestimmte „wissenschaftliche“ Forschungen. Es ist nicht so, dass diese Forscher sich vorgenommen haben, zu lügen, aber man kann immer wieder feststellen: Zu wenig Probanden (teils weit unter 100), einseitige Auswahl (Studentinnen, Studenten) fragwürdige Methoden (Fotos vorlegen).

Die Wissenschaftler schreiben in ihre Forschungsberichte oftmals, dass ihre Studien nur unter gewissen Vorbehalten gelten. Geraten ihre Projekte später über die Fachpresse in britische Massenmedien und von dort aus in die ganze Welt, wird dies nicht berücksichtigt. Und statt zu sagen, dass man anhand „soundsoviel Prozent der Befragten“ oder „der Probanden“ dies oder jenes festgestellt habe, wird dann behauptet, dies gelt für alle Konsumenten, Frauen oder Männer.

Man kann dies als „groben Unfug“ oder als „gefährliche und einseitige Meinungsmanipulation“ bezeichnen. Die Presse, insbesondere die Boulevardpresse, kümmert dies kaum. Sie beruft sich auf die „wissenschaftlichen Quellen“ – und die sind in Deutschland so etwas wie ein Heiligtum.