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Und wieder … der Abstand

Ja, ich halte Abstand. Aber ich habe nie einen Zollstock dabei, um die „zwei Meter Mindestabstand“ einzuhalten. Und so kommt es denn vor, dass ich mich manchmal bis auf einen Meter nähere – wie nahezu alle Menschen, die an der Kasse stehen und auch keinen Zollstock dabei haben. Die Frau vor mir trug, das hatte ich schon zuvor gesehen, keine Maske, was mich wenig beeindruckte – so etwas kommt eben mal vor. Nun aber drehte sie sich abrupt um (ohne Maske) und sagte in harschem Ton, ich möge doch meinen Mindestabstand von zwei Metern einhalten. Na schön, dieses aggressive und belehrende Verhalten soll ja bei Frauen vorkommen. Und ja – ich hatte mich vielleicht entschuldigt, wenn der feldwebelhafte Unterton mich nicht gestört hätte. Hat er aber, und so sagte ich ihr erste einmal, sie solle unverzüglich eine Maske tragen – was sie dann auch tat. Ich konnte übrigens nicht umhin, sie zu fragen, ob sie mich auf diese Weise anherrschen würde, weil ich ein Mann bin oder ob sie eine Frau ähnlich ansprechen würde, was sie bejahte.

Ja, der Abstand. Ich schätzte den Abstand zwischen der Kassiererin und der Dame später auf unter 50 Zentimeter ein (wieder ohne Zollstock, aber mit Maske).

Wie gut, dass ich so selten einkaufen gehe. Falls ihr mir mal begegnen solltet: Sprecht mich höflich an – und möglichst mit Maske, wo eine gefordert ist.

Coronärrisches - nicht sinnfrei

Aufgeschnappt:

Ich wäre froh. wenn die sozialen Abstandsregeln aufgehoben würden. Dann könnte ich endlich wieder Abstand zu jenen halten, die ich wirklich nicht leiden kann.

Zum Beispiel, wenn man von Religionsfanatikern, Links- oder Rechtsextremisten oder DDR-Nostalgikern auf der Straße angequatscht wird.