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Englische Erziehung – einmal ganz anders

Was in Deutschland „Englische Erziehung“ heißt, war lange Zeit als „English Vice“ bekannt. Manche Menschen glauben, damit sei die englische Internatserziehung gemeint, die in der Bekanntschaft mit dem Rohrstock („cane“) ihren einprägsamsten Ausdruck fand. Ich bekam gerade diese Fundsache aus "Tumblr":

http://fatima-xberg.tumblr.com/post/151651385560


Luxusbordelle für die Gentlemen, der Freude am Schmerz hatte

Tatsächlich wird aber mit dem Begriff „englische Erziehung“ zumeist der Brauch gemeint, sich in speziell dafür eingerichteten Bordellen von einschlägigen Damen gehörig schlagen zu lassen. Teils ging es den Herren nur darum, die Lust am Schmerz zu genießen. Doch wer seinen Allerwertesten lustvoll züchtigen lassen und sich dabei parallel von einer „Frictrix“ erotisch bedienen lassen wollte, fand hier ebenfalls den Ort dafür. Das berühmteste Flagellationsbordell war das der Theresa Berkley in London.

Dazu heißt es in einer historischen Quelle (bei Eulenberg):

Schon im Anfange des 19. Jahrhunderts gab es in London luxuriös ausgestattete Etablissements, die vorzugsweise der Flagellation dienten und in denen geschickte, berufsmäßig ausgebildete Hände über den danach lüsternen Männern die Rute schwangen. Die "Königin" dieses Gewerbezweiges scheint aber nach allgemeinem sachkennerischen Urteil die unsterbliche Erfinderin des "Berkley Horse" zu sein ... die Maschine ... ließ sich in jedem beliebigen Winkel verstellen, um den Körper in jede speziell wünschenswerte Position zu bringen zu können. Auf einem zeitgenössischen Kupferstiche erblickt man einen auf dem "Pferde" befindlichen nackten Mann, dem Mr. Berkley eigenhändig die Posteriota mit Ruten peitscht, während ein in einem Stuhl darunter sitzendes Frauenzimmer als "frictrix" an seinem "embolon" arbeitend dargestellt ist.


Nach: Albert Eulenburg: Aktive und passive Flagellation (1902 - 1911)

Und ich erklären gerne:

(1) Posteriota – der Hintern.
(2) Frictrix (auch „Frictrice“) – „Reiberin“ – eine Frau, die den Penis manuell stimuliert, im Gegensatz zur „Fellatrix“, also eine Frau, die Fellatio ausübt. So ganz genau nahm man die Begriffe damals nicht.
(3) Im Originaltext heißt es: „Eine Frau sitzt auf einem Stuhle genau unter (dem Berkley Horse) ihre Brüste, Bauch und Schamhaare sind dabei völlig entblößt. Sie bedient sein Embolon, während Frau Berkley seinen Posterior mit Ruten peitscht.“
(4) Embolon – eigentlich eine Schwellung – Umschreibung für den Penis.
(5) Das oft gezeigte Holzgestell ist wahrscheinlich nicht das authentische „Berkley Horse“.


Wichtiger Hinweis: Das TUMBLR-Blog von Frau Xberg, aus dem das Bild oben entnommen wurde, ist sinnlich, aber nicht offensiv. Sollten Sie jedoch weiterklicken, empfehle ich, dies ausschließlich zu tun, wenn niemand zusieht.

Wissen Sie nicht, woher ein Wort stammt oder was ein altes , heute ungebräuchliches Wort bedeutete? Fragen Sie Sehpferd!

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