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Tatort – der Schwabe und der Stau

Der Blick ins Tal ist ziemlich schick – doch für die Autofahrer ist die Weinsteige in Stuttgart immer wieder eine Herausforderung, vor allem im Winter. Nun, diesmal war’s nicht Winter, und die Tatort-Kommissare suchen nach einem Täter, der kurz zuvor ein junges Mädchen so angefahren hat, dass sie auf einen Stein aufschlug und starb. Der tragische Tod soll nun schnell aufgeklärt werden: Täter oder Täterin müssen noch irgendwo im Stau stecken, denn es führt kein anderer Weg nach Stuttgart.

Im Grunde kommen nur wenige Menschen als Täter infrage, weil ja alle noch in ihren Autos sitzen . Doch die verrätersichen Stoßstangen waren offenbar schlecht zu sehen – zumal die Täterin zuvor einen weiteren minimalen Unfall verursachte.

Mit eben jener Täterin könnte man beinahe Mitleid haben, und den besten Satz fand ich dazu in der ZEIT:

Im finalen Zeitdruck ermittelt … Lannert (der Kommissar) die Täterin, eine junge, gestresste Mutter … durch investigatives Angucken.


Eigentlich war der Kommissar dabei eher als Gewissensflüsterer tätig, und das war wiederum einer der Höhepunkte des Films, der fast ohne konkrete Handlung auskam. Skurrile Situationen gaben dem Film von vornherein ein wenig Würze, und der Schwabe als solcher (insbesondere der Stuttgarter) wurde treffend charakterisiert und auch häufiger mal durch den Kakao gezogen.

Der Film zeigt: Es geht auch ohne Mord und Verbrecherjagd zu Fuß, aber mit viel Humor.