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Ein Mensch sucht ein Äquivalent für eine Leuchte

Schön ist sie ja - aber ein Äquivalent ist schwer zu finden
Eine Leuchte, einstmals extrem teuer, weil eine der Ersten, die mit Power-Leds bestückt waren, Edelfabrikat, hat den Geist aufgegeben.

Nicht weiter schlimm, dachte ich, kaufst du eben eine Neue – oder besser zwei, damit sie auch gleiches Licht abstrahlen.

Der erste Teil meine Erfahrung war noch ganz erträglich: Gespräch mit dem ursprünglichen Lieferanten, der meine Erfahrungen offenbar teilen konnte: völlig unübersichtlicher Markt, Katalog des Herstellers etwas „gewöhnungsbedürftig“.

Nun ja, der sehr renommierte Hersteller hat bedauerlicherweise darauf verzichtet, einen direkten Nachfolger für die Leuchte zu produzieren, was recht bedenklich ist, weil der Ausschnitt in der Decke ja nun mal schon besteht udn die Leuchtmittel nicht austauschbar sind.

Tja, da hätten wir dann … grübel, grübel … etwas mit anderem Außendurchmesser.

Na hübsch – wäre natürlich besser, man hätte etwas mit genau gleichem Außendurchmesser gehabt. Das gibt’s – anderswo.

Anderwärts höflich angefragt, mit der alten Produktbezeichnung und der in Aussicht genommen neuen. Irgendwie muss die dortige Service-Hotline sich die Hosen mit der Kneifzange anziehen: „Ach könnten sie uns bitte ein Foto schicken?“

Ein Foto von einer kreisrunden Einbauleuchte? Ich erwäge wirklich, es zu tun – es ist sicher unheimlich eindrucksvoll für den Händler. Der in Aussicht genommene Lieferant Nummer drei (anderes Fabrikat) konnte innerhalb von zwei Tagen leider nicht antworten. Schade, schade … der Kunde, der eine Frage hat, ist eben ein lästiges Anhängsel des Handelns.

Übrigens ist mir das schon einmal passiert, damals bei einem renommierten Hersteller von Designer-Leuchten. Immer, wenn es Damen und Herren im Service zu schwierig ist, nachzudenken, oder sie befürchten, eine Auskunft könnte irgendwie in falsche Hände kommen, kneifen sie.

Ich denke, ich werde demnächst auf blauen Dunst das Fabrikat bestellen, das am ähnlichsten ist – vor allem, weil ich dann den Original-Auschnitt in der Decke weiter benutzen kann.

Und mal ganz außer der Reihe: Was glauben diese Designer-Arroganzler eigentlich – dass jemand jedes Mal, wenn eine Leuchte ausfällt, einen neuen Deckenausschnitt erzeugen will?

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