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Wartest du auf einen Zufall?

Wahrscheinlich hast du schon mal den Satz gehört: „Der Zufall kam uns zu Hilfe.

Das heißt: Wir waren fast sicher, dass unsere Unternehmung (unser Projekt, unsere berufliche oder private Entwicklung) gelingen würde. Aber wir mussten nicht so viel Eigenleistung einbringen, wie wir vermutet (oder befürchtet) hatten.

Was ist der Zufall?

Das Beispiel erläutert den Zufall recht gut. Denn der Zufall als positives Ereignis kann überhaupt nur eintreten, wenn wir aktiv und nach außen gewandt sind. Deshalb ist es sinnlos, im Mauseloch zu sitzen und auf Zufälle zu hoffen.

Ich weiß, dass es viele von euch dennoch tun. Ihnen muss ich sagen: Der Zufall kann jede Form annehmen. Er ist im Grunde weder positiv noch negativ, sondern immer nur ein Ereignis, und damit es überhaupt eine Auswirkung hat, müssen wir es wahrnehmen.

Je mehr wir die „Nase in den Wind“ stecken, können, dürfen oder müssen wir mit Zufällen rechnen. Sie können uns beflügeln oder zurückwerfen – das müssen wir hinnehmen.

Und du? Du solltest nicht auf den Zufall hoffen und ihn nicht befürchten. Sondern darauf vorbereitet sein, wenn er dich trifft.

Ein immerwährender Satz zu Liebe, Glück und Erfolg

Ein Satz, der mein gesamtes Bloggerleben, also mindestens die letzten 15 Jahre, begleitete, ist ein Grundsatz, den mir vor vielen Jahren einmal ein Arzt verriet.

Eine Änderung des Zustands kann durch eine Maßnahme, trotz einer Maßnahme oder unabhängig von einer Maßnahme erfolgen.

In der Schule lernen wir es anders, und die einfältigen Menschen glauben ihr ganzes Leben daran: Unsere Maßnahmen werden durchgeführt, um positive Wirkungen zu erzielen. Haben sei diese Wirkung, so rühmen wir uns, sie erzielt zu haben. Haben sie keine Wirkung, sind nicht unsere Maßnahmen dafür verantwortlich.

Nachprüfbar oder nicht?

Nun gibt es ohne jeden Zweifel wirksame medizinisch, emotionale, soziale und technische Maßnahmen, die etwas zum „Positiven“ hin verändern – jeder wird dies schon einmal erfahren haben. Das beruht darauf, dass es viele ähnliche Fälle gibt, in denen sich diese Verfahren bewährt haben. Und eben auch darauf, dass dies nachprüfbar ist.

Zumeist nicht nachprüfbar: Glück und Erfolg

Gerade im esoterischen, psychischen und emotionalen Bereich sind „Erfolge“ oft reine Spekulation. Eine zufällige Begegnung kann ausreichen, um einem Menschen das höchste Glück zu verschaffen oder ihn in tiefes Leid zu stürzen. Oder gar nichts zu bewirken, wie dutzende anderer Begegnungen zuvor.

Fragwürdige und falsche Gründe für Erfolg und Misserfolg

Wer Erfolg hatte, sie es privat oder beruflich, wird oftmals Gründe nennen, warum es so war. Der Erfolglose hingegen glaubt, keinen Anteil daran zu haben. Gerade las ich die Behauptung, Talente würde immer durch andere hervorgebracht – ein völliger Unsinn. Seit ich über die Liebe und die Partnerschaft schreibe, höre ich, dass der Misserfolg immer auf andere zurückzuführen ist – ein gefährlicher Umkehrschluss der Behauptung. Oh nein – der Erfolg erwächst aus uns selbst, auch wenn wir nicht genau wissen, wie wir „die Sache gedeichselt“ haben. Und der Misserfolg kommt ebenfalls aus uns selbst. Er ist nicht ehrenrührig, denn auch erfolgreiche Menschen haben schon einmal versagt. Neben unserem Talent und unserem Willen benötigen wir günstige Zufälle und etwas Glück, das man kaum beeinflussen kann.

Man sagt, das Glück lache am Ende nur dem Tüchtigen. Das ist nicht ganz richtig, aber der Miesepeter bemerkt nicht einmal, wenn der kleine Finger des Glücks in berührt.

Insoweit wünsche ich euch Freude im Mai und ein lustvolles Wochenende, wenn ihr die Gelegenheit dazu habt.