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Dem liberalen Geist eine Stimme geben - das ist sehpferd

Der Drucker, der Router und ein Mysterium

Im letzten Jahr habe ich mich entschlossen, einen neuen, einfachen Drucker zu beschaffen, der in allen Räumen funktioniert. Das bedeutete unter anderem, ihn per WLAN anzuschließen und nicht kabelgebunden. Kyocera war für mich ein bekanntes und bewährtes Fabrikat. Obgleich ich durchaus professionell arbeite, hat sich mein Bedarf an Druckkapazität deutlich reduziert. Also war dieser Drucker für mich ideal – farbig drucke ich ohnehin nicht. Die Installation war etwas hakelig – aber das störte mich nicht.

In der IT gibt es keine Phänomene – oder doch?

Anschalten – ging. Jedenfalls ein paar Tage, dann kam die Meldung, der Drucker sei nicht ans WLAN angeschlossen. Also noch mal die Verbindung prüfen – kann ja mal passieren. Netzstecker ziehen, erneut mit dem WLAN verbinden. Kundendienst anrufen (es gab einen - oh Wunder!). So ganz konnte man sich dies trotz einiger Status-Ausdrucke nicht erklären. „Installieren Sie doch mal neu!“ – auch dafür habe ich Verständnis. Nach fünf zunächst erfolgreichen Installationen auf drei Computern: Zunächst lief alles, dann war wieder Sendepause.

Tatsächlich war der Drucker ziemlich preiswert, sodass ich mir überlegt hatte, ihn später anderweitig zu verwenden. Doch irgendwie packte mich der Ehrgeiz. Da tüfteln nichts half und ich nicht noch mehr Zeit mit Installationen verschwenden wollte, fragte ich mich: Kann es an etwas anderem liegen? Parallel dazu sollte das WLAN neu konfiguriert werden – da wäre es doch eine gute Gelegenheit, den Router auszutauschen.

Rettung durch Zufall?

Inzwischen hatte mir ein die Telekom eine Glasfaserleitung gelegt – allerdings war sie noch nicht anschlussreif. Sollte ich den alten Router behalten? Nun, ich entschloss mich für das neueste Modell. Der Tausch funktionierte (noch beim Betrieb mit Kupferdraht vom Verteiler bis zur Wohnung) einwandfrei. Ich kann nicht anders, als die Telekom in diesem Punkt zu loben.

Danach habe ich – eher aus beginnender Verzweiflung – den Drucker noch mal neu installiert, und siehe – er funktionierte. Seither läuft er fast sechs Monate einwandfrei, springt auch bei WLAN-Ausfall jedes Mal geduldig wieder an – und vor allem druckt er.

Das ist genau das, was er tun sollte.

Das „Geheimnis“ des Druckers wie auch des Routers konnte ich leider nicht entschlüsseln. Der einzige Hinweis, den ich fand, war der Hilferuf eines andren Telekom-Kunden, der das gleiche Problem hatte.

Und so blieb das Mysterium des Dialogs zwischen Drucker und Router weiter bestehen.

Habe ich etwas zu beklagen? Nein. Der Kundendienst-Mann bei Kyocera gab sich alle Mühe – doch für ein Mysterium hatte er auch keine Erklärung. Und die Lösung? Sie fiel plötzlich vom Himmel, nachdem ich den Router ausgetauscht hatte.

Ich habe mich erst jetzt entschlossen, darüber zu schreiben, weil ich erst ganz sicher sein wollte, dass die Lösung von Dauer ist.

email an den chef

Hauptsache, man hat die passende Büroklammer

Was wäre ich ohne Büroklammer?
Meine D-Link Kamera DCS-810LH zickt seit Wochen. Mal nimmt sie angeblich gar nicht auf, mal behauptet sie, kein Netzwerk zu haben. Der elektronische Reset und die „Norwegische Methode“ (Stecker raus - Stecker wieder rein) funktionieren zwar dann und wann - aber ich habe gerne einen „Normalzustand“. Heute nun habe ich ein Reset durchgeführt (Habt ihr immer die passende Büroklammer?) Nun, auf meinem Schreibtisch habe ich eine Anzahl von „Piksern“ festgeklebt.

Ja, der RESET funktionierte. Danach musste ich eine Menge Zeug wieder eingeben, - aber immerhin gab es daraufhin keine Störungen beim Wechsel des WLANs. Ich drücke mir und dem Anbieter der Kamera mal die Daumen, dass es so bleibt.

Nachtrag vom 02. Dezember 2020: Nein, der Fehler tritt weiterhin auf. Ich bekam eine Antwort von D-Link, die so banal war, dass ich sie hier nicht veröffentlichen möchte.

MESH

Ich sage Ihnen lieber gleich, dass ich nicht der Experte für Mesh Technologie bin. Aber ich habe etwas Sachverstand, und der sagt mir: Bei den Testern ist ebenso der Wurm drin wie bei der Berichterstattung.

Warum Sie wahrscheinlich kein MESH brauchen

Zunächst einmal fiel mir auf, dass nahezu alle Bilder, die ich gesehen habe, ein Einfamilienhaus mit offenem Treppenaufgang darstellten. Und das sage ich: Wozu wollen die Leute eigentlich Mesh? Oder auch nur einen Repeater? Das geht doch alles mit einem „ganz normalen“ Router, wenn dieser nicht gerade im atomsicheren Keller steht. Und es gibt ja auch noch einfache Baumaßnahmen (Kabelkanäle?), von denen sich vielleicht noch einer nutzen lässt, oder nicht?

Warum MESH dennoch nützlich ist und was Sie stören könnte

So, und nun denken Sie mal an ein Mehrfamilienhaus. Da sieht die Sache ganz anders aus, zumal, wenn sie stockwerkübergreifend arbeiten wollen. Denn da kommt etwas dazu, was vielen Menschen Probleme bereitet: Funkwellen, frei übertragene optische Signale oder auch Töne folgen Gesetzen, die schwer einzuschätzen sind. Heißt; man muss eine Weile damit experimentieren, bevor man einen brauchbaren Kompromiss zwischen technischen Möglichkeiten, ästhetischen Vorstellungen und den berühmten „Tücken des Objekts“ findet, die sich nicht voraussagen lassen.

Also nun mal MESH. Wenn Sie Signale über drei Stockwerke übertragen wollen, dann sind das (im Altbau) durchaus schon mal über 10 Meter, diagonal noch mehr, und wie viel Wände, Decken, verborgene und sichtbare metallische Hindernisse überwunden werden müssen, ist wahrhaftig schwer einzuschätzen. Nun hat fast jedes ältere Mehrfamilienhaus einen Bereich, der durch wenig Decken und Wände getrennt ist: ein Treppenhaus.

Kurz und knapp: So habe ich MESH eingerichtet. Treppenhausnah, mit drei Stationen, die sicher noch wesentlich günstiger platziert werden könnten – aber dann schwindet die Ästhetik. Und außerdem renne ich nicht von früh bis spät mit Messgeräten herum, um die Ergebnisse zu überprüfen. Funktioniert es – gut. Funktioniert es nicht – nachbessern.

Die naheliegende Lösung funktioniert oft nicht optimal

Die erste Lösung, die Basis im ersten OG möglichst hoch zu setzen und den ersten Satelliten ungefähr auf der gleichen Position in geringer Höhe im dritten OG anzubringen, funktionierte übrigens nicht optimal. Deutlich besser geht es mit der gegenwärtigen Lösung, obgleich die einzelnen Funkstrecken nun erheblich länger geworden sind.

Also: Experimentieren hilft – auch wenn man „schimmerlos“ ist. Und dies trage ich noch nach: Oftmals sind die Empfangsgeräte mit fragwürdigen WLAN-Empfängern ausgestattet. Es liegt also nicht immer an Routern, Repeatern oder dem MESH-Netz, wenn nicht alles wie gewünscht „flutscht“.

Ich verwende übrigens eines der billigsten 2-Kanal-MESH-Geräte mit Basis und zwei Satelliten.

Kompliziertes Honor-Handyproblem

Roter Pfeil: Oszilliert, Grüne Pfeil: Lässt sich auch nicht mehr abschalten.
Etwas äußerst Merkwürdiges passierte mir in den letzten Tagen: Mein Honor-Handy (das bekanntlich nur echt mutige User benutzen), oszillierte, sobald ich das WLAN aufrief.

Auch, wenn die WLANs längst gefunden waren, blieb das Zeichen für "suchen"


Teufel aber auch! Nach einigen Tagen (ich habe viel Geduld bei derartigen Problemen) habe ich dann doch mit dem Service gechattet. Dort kannte man das Problem noch nicht (ist auch ausgesprochen schwierig für die Leute, weil sie ja nicht wissen können, welche Apps man so nutzt). Man riet mir also, das Handy „auf null“ zurückzustellen.

Nun werden Apps ja dauern „upgedatet“, und mit den angeblichen Lösungen schleichen sich auch immer wieder Fehler ein. Also habe ich drei der zuletzt erneuerten Apps gelöscht, die fähig waren, das WLAN zu beeinflussen – und seit gestern habe ich wirklich Erfolg damit. Da ich werde in juristische Händel kommen will noch sicher bin, welche es war, die das Handy verwirrt hat, kann ich nicht mehr sagen.

Aber diese Screen-Shots hatte ich noch. Hier das Eigenartigste:

Plötzlich tauchte das Logo auf, oftmals auch mit Passwortabfrage
Das Logo tauchte nicht regelmäßig, aber doch häufig auf. Manchmal wurde das Passwort abgefragt (ich habe es nicht eingegeben), aber das war unerheblich. Der Fingerabdruck reichte, um das Handy wieder in Betrieb zu nehmen.

Im Moment funktioniert es tadellos.

Ich möchte gerne mein WLAN erweitern

Nein, dies ist nicht mir passiert. Sondern einer jungen Frau bei einem Fachhändler.

Sie möchte gerne ihr WLAN erweitern. Das ist bekanntlich möglich mit einem WLAN-Repeater. Unvorsichtigerweise sagt die junge Frau dem Verkäufer, sie fürchte aber, das Signal würde nicht ausreichen.

Der Verkäufer weiß Rat: WLAN Repeater gibt’s für nen Appel und nen Ei (schon für 20 Euro) , aber es geht natürlich auch anders und besser. Mit Powerline-Adaptern, die übrigens deutlich teurer sind. Und weil das Bessere der Feind des Guten ist – kauft die junge Frau also einen Powerline-Adapter, Sender und Empfänger. Die kosten ordentlich Geld.

Das Ding funktioniert nicht, also zurück zum Händler. Der stutzt, sagt dann aber: Das muss mit Ihrem Router funktionieren, ganz sicher. Geht aber leider nicht.

Des Rätsel Lösung wäre ganz einfach gewesen: Der Router (sehr fortschrittliches Modell) enthält bereits den Sender, den Powerline (1) benötigt. Man hätte also nur den Empfänger gebraucht. Sollte ein Händler eigentlich wissen.

Wie es ausgehen wird, weiß ich auch nicht. Die meisten Händler entschuldigen sich nicht einmal bei offenkundiger Falschberatung.

(1) Datenweiterleitung über das Stromnetz.