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Dating-Konfusion – was ist Erfolg? Und wer hat ihn?

Nachdem ich eine Interpretation der Bitkom-Studie zum Online-Dating gelesen habe, dachte ich, das Original würde mehr hergeben und ich erfuhr unter dem Datum vom 11.02.2019 (Zitat):

Gut die Hälfte (52 Prozent) hat über Online-Dating-Dienste schon einmal einen festen Partner kennengelernt.


Das war nun schon mal geringfügig anders als die Aussage, die ich zuvor las:

Schließlich findet über die Hälfte (52 Prozent) der Nutzer von Online-Dating-Portalen einen festen Partner über eine Online-Dating-App.


Zuerst waren es also alle Online-Dating-Dienste, dann waren es Apps. Und während es zuerst um Benutzer ging, die „schon einmal“ einen festen Partner per Online-Dating kennengelernt hatten, „findet“ nun mehr als die Hälfte einen festen Partner per App. Beides Aussagen wirken auf den ersten Blick gleich - auf den zweiten Blick sind sie aber sehr unterschiedlich. Vor einiger Zeit wurden diese Aussage leichtfertig falsch interpretiert - sehpferd bemerkte den Fehler.

Das alles hat mich maßlos neugierig gemacht, und ich habe mir zu der Pressemitteilung von 2019 noch einmal die von 2018 und 2017 angesehen. Auffällig ist, dass manche Zahlen nahezu konstant blieben oder sogar abfielen. Demnach scheint sich die Anzahl der Singles, die „online“ auf Partnersuche gehen, bei etwa 30 Prozent zu stabilisieren, während die „langfristigen Erfolge“ in Form von mehr oder weniger „festen Partnerschaften“ in den letzten drei Jahren sogar leicht abfielen.

Die Zahlen halbieren sich, wenn man "feste Partnerschaften" neu interpretiert

In Wahrheit können Singles von den „52 Prozent“ nur träumen. Etwas weniger als die Hälfte wäre korrekt: zwischen 24 und 26 Prozent. Das Megawort „große Liebe“, auf das 2017 noch 50 Prozent hofften, fiel bereits 2018 auf 42 Prozent und taucht 2019 gar nicht mehr auf, was auch daran liegen mag, dass der Ausdruck einer glaubwürdigen statistischen Bewertung entzieht.

Die Branche - nach dem Abwärtstrend in der Warteschleife

Das Fazit all dieser Daten und Statistiken: Die Veränderungen zwischen 2017 und 2019 waren nicht sonderlich groß. Überhaupt tendiert der Markt des Online-Dating seit 2012 für einige Segmente eher nach unten, während andere nach einer Phase der Stagnation 2018 wieder hofften – allerdings in erster Linie auf mehr Umsatz, nicht auf mehr Interessenten.

Überhaupt Umsatz: Wäre er das einzige Kriterium, dann hätten Online-Partnervermittlungen sich während der Krise des Dating-Markts zwischen 2012 und 2015 noch „so gerade“ über Wasser halten können. Während die sogenannten „Anzeigenseiten“ (das wäre dann das klassische Online-Dating) dramatisch an Umsatz verloren.

Aber das Kriterium für Erfolg und Zufriedenheit ist nicht Umsatz. Es ist der Erfolg der Partnersuche und die Zufriedenheit mit den Diensten, die sie anbieten.

Und auf diesem Gebiet gibt es nichts schönzureden. Er liegt nun einmal bei den Online-Partnervermittlern am höchsten – und er ist bei vielen „sozialen“ Apps verschwindend gering.

Mein Fazit

Kritisch lesen hilft. Nicht alle Zahlen, die im Umlauf sind, stammen aus Original-Quellen, und manche Sätze werden nachträglich „bearbeitet“, um besser zu klingen, obgleich sie auf denselben Zahlen beruhen.

Trends nach aktuellen Unterlagen des Singlebörsen-Vergleichs.

Hinweis: Außer der Bitkom-Studie 2019 wurden die Studien von 2018 und 2017 zu Vergleichen herangezogen.

Etwas mehr Anerkennung wäre nicht übel

Lasst mich zuerst sagen: Ich handele nicht mit Emotionen. Manchmal handele ich mit Worten. Du kannst sie kaufen, und ich könnte wirklich noch den einen oder anderen Kunden gebrauchen.

Doch hier soll vom nichtkommerziellen Teil meines Handelns die Rede sein. Sondern von der Liebe zur Wahrheit, von dem Wunsch, sie zu verbreiten und der Möglichkeit, den Irrglauben möglichst einzudämmen.

Ich gebe viel und bekomme wenig zurück

Meine Meinung ist: Ich gebe viel. Manchmal denke ich: Ich gebe zu viel. Und ich tröste mich damit, dass ich meine Kenntnis, meine Kraft und Energie wenigstens nicht an Herrn Zuckerberg verschwende.

Und obwohl ich nicht mit Emotionen handele, denke ich doch, dass ich gelegentlich mehr Würdigung genießen möchte. Ich betreibe dieses Blog allein, ohne ein „Team im Hintergrund“ und ohne Werbung.

Das Universum gibt nichts zurück - und Institutionen auch nicht

Ich las gerade, dass eine Person, die etwas esoterisch veranlagt ist, dafür sorgen will, dass die Kräfte, die sie an die Menschheit (und damit auch an das Universum) verschenkt hat, wieder zurückholen will. Aber ich in nicht die Person, die glaubt, dass unser Universum, eine Institution oder gar die einzelnen Menschen, die ich unterstützt habe, jemals etwas zurückgeben. Die meisten saugen freiwillige Arbeit, sinnvollen Rat, verschenkte Emotionen, Liebe und noch mehr auf wie ein Schwamm.

Nun mal zum Schluss: Erstens halte ich meinen Geist und meine Emotionen am Laufen, indem ich schreibe. Zweitens habe ich ein internes Belohnungssystem. Und drittens täte mit ein bisschen Feedback auch noch gut. Muss mal gesagt werden, oder?

Autor, Blogger und Kritiker – die Suche nach der Wahrheit

Autor eines Blogs zu sein, ist wirklich schwer. Wenn wir die Wahrheit sagen, liest uns niemand. Also feilen wir so lange an der Wahrheit herum, bis irgendeine spektakuläre Spitze hervorsticht. Dann haben wir eine Chance, gelesen zu werden. Wir wissen, dass dieser Aspekt im Grunde nicht den Kern der Wahrheit abbildet, aber wir haben wenigstens versucht, ein bisschen Wahrheit unters Volk zu schmuggeln. Das gilt zumindest für viele "klassische" Blogger.

Einfacher ist es, nicht die Wahrheit zu sagen, sondern das, was das Volk gerne für die Wahrheit halten würde. Denn trotz des angeblichen „Bildungsbooms“ sitzt da draußen ein Volk, das auf Illusionen, Falschmeldungen, Sensationsberichte und Nebensächlichkeiten abfährt.

Ich kann dies zum Teil verstehen. Wer eine Grundschulbildung hat und nie etwas dazulernen wollte, nie ernsthaft an einen Berufs-, Orts- oder Arbeitsplatzwechsel gedacht hat und immer im gleichen Milieu gelebt hat, bleibt eben gedanklich stehen. Statt die Dinge selbst beurteilen zu können, lässt er sie sich von Boulevard-Journalisten oder Populisten vorbeten, die sich ein Vergnügen daraus machen, das Volk weiterhin zu verdummen.

Bedauerlicherweise trifft dies aber ist es nicht nur der Grundschüler aus einfachen sozialen Verhältnissen zu, der nichts dazu gelernt hat. Auch Intellektuelle, Adlige und gestandene Professoren können oder wollen weder „nachlernen“, noch sind sie flexibel genug, ihr Denken und Wissen aufzufrischen oder ihren Geist ab und an in die Mauser zu schicken. Wir sollten sie beobachten. Sie sind zumeist rechtskonservativ, oft aber auch linkskonservativ ausgerichtet, Sie bezeichnen das, was sie sagen und denken (können) als ihre Überzeugung, während sie in Wahrheit nur einseitig und verkrustet sind.

Wisst ihr, ich, mag „echte“ konservative Grundhaltungen – aber die kann man nur haben, wenn man sie jeden Tag mit der Realität abgleicht. Und genau das können die meisten Rechtskonservativen und Linksextremisten nicht. Und je „intellektueller“ sie zu sein glauben, umso mehr schweben sie über den Dingen.

Wollen wir das? Ich will es nicht. Und deswegen bleibe ich dabei, zeitnah Veränderungen aufzuspüren und die Wahrheit freizulegen.

Und es soll gesagt werden ...

Ich weiß nicht, ob meine Meinung für irgendeinen Menschen von Bedeutung ist. Doch ich hoffe täglich, dass mir jemand zustimmt, widerspricht oder möglicherweise sein Leben neu ausrichtet, weil er etwas von mir gelesen hat.

Kürzlich las sich anderwärts

Hier ist meine Meinung: Nimm sie hin, wie sie ist oder lies woanders.


Mittlerweile glaube ich nicht mehr, dass meine Stimme „über den höchsten Wipfeln schallt“ oder in die bedürftigsten Hirne eindringt. Und doch denke ich: Da gibt es viel zu viel Meinungen (und leider auch Tatsachen), die selten geäußert werden. Die meisten, die nicht mit den Wölfen heulen wollen, schweigen lieber. Und die meisten jener, die „alternative Wahrheiten“ herausbrüllen, verbreiten nichts als Fake News, Hass und Zwietracht.

Zwei Sätze aus meiner eigentlichen Heimat, beide ursprünglich in Niederdeutsch, prägen mein Verhältnis zur Öffentlichkeit bis heute:

- Schrei nicht mit den Massen.
- Tu, was du willst, die Leute reden sowieso über dich.


Für viele wird das, was ich sage und schreibe, absurd sein. Sie sollten sich Gedanken darüber machen, wie absurd das ist, was sie selber denken und fühlen, und wenn sie mir eine glaubwürdige Erklärung dafür geben können, warum ihre Meinung stichhaltiger ist.

Scheele Blicke, die auf mich gerichtet sind, verletzte Gefühle bei anderen – das muss ich in kauf nehmen. Ich hoffe nur, dass es einige dennoch erfreut, was ich schreibe.

Ostdeutschland – verlorenes Land für die aufgeklärte Demokratie?

Ein Großteil der Wähler im Osten Deutschlands hat der Demokratie eine Ohrfeige verpasst. Anders kann man es nicht nennen, wenn man überzeugter Demokrat und Liberaler ist und zudem geschichtsbewusster Bundesbürger. Auf der Suche nach der Verantwortung hörte man zwar oft den Namen „Angela Merkel“, dann wieder „die Asylanten“, aber oftmals auch einen völligen Unsinn über Politik und Demokratie. Ich habe jüngst in der „Berliner Zeitung“ gelesen, dass die Ostdeutschen Frust-Männer, die allein geblieben und abgehängten, die Ursache waren. Das mögen Zahlen von irgendwoher belegen, aber es ist nicht die Wahrheit: Die AfD steckt hier im Osten in den Familien, die die kürzlich stattgefundene „Kinderwahl“ eindeutig belegt.

Von Demoskopen erhobene Daten sind geduldig, aber nicht aussagefähig. Mit einer „inneren“ Trennung von Ost und West lässt sich viel beweisen und widerlegen. Doch ein wichtiger Aspekt wird selten genannt. Der Ex-Ministerpräsident Kurt Biedenkopf weißt darauf hin, dass

Viele Politiker in den alten Bundesländern (…) bis heute nicht verstanden … haben …, welche immense Leistung es ist, was hier nach 1990 geschaffen wurde. Und sie anerkennen auch nicht die Herausforderung der Politiker nach der Wende, für das neue politische System und um das Vertrauen der Menschen zu werben.


Und da liegt der Hase im Pfeffer: Viele Menschen im Osten haben das demokratische System von vornherein nicht begriffen, ja nicht einmal die Grundlagen des Wirtschaftssystems oder den Sozialstaat. Insofern muss selbst Biedenkopf widersprochen werden: Es gab keine Bürgerkurse für Ostdeutsche, um dererlei zu verstehen, womit ich nicht behaupte, dass Westdeutsche darin klüger sind. Aber: Sie haben jetzt seit 70 Jahren erfahren, dass sich dieses System bewährt hat. Das ist etwas anders als bei den Ostdeutschen, die nichts vom demokratischen System wissen und die freie Marktwirtschaft niemals begriffen haben. Stattdessen schreien sie bei jeder Gelegenheit nach dem Staat, ohne ihn jemals zu unterstützen. Wobei zu erwähnen bleibt, dass es im Osten keine politische Gesprächskultur gibt – nach wie vor werden Gespräche über Politik im Keim erstickt, indem blitzschnell andere Themen, meist nostalgischer Art, hervorgeholt werden.

Man könnte einen oft gehörten Satz verstehen, der da lautet: „Wir haben nun in 27 Jahren so viel aufgebaut, und nun wollen wir nicht, dass es jemand zunichtemacht.“ Davon kann allerdings nicht die Rede sein, denn die Menschen in den Neuen Bundesländern leben in einem neuen Luxus. Der zeigt sich vor allem darin, dass sich kaum noch jemand „die Hände schmutzig machen“ will – was konkret heißt: Handwerks-Azubis werden zur Seltenheit.

Ich bezweifle, dass die Menschen, die in den 27 Jahren seit der Wiedervereinigung wirklich sehr viel aufgebaut haben, den Staat und seine Regierung hassen. Sie hätten nämlich keinen Grund. Wer hasst also Staat und Regierung, und wer steht hinter den Scharfmachern? Ich weiß es nicht – es können nicht ausschließlich diejenigen sein, die „abgehängt“ wurden, denn wirklich „abgehängt“ wurde kaum jemand. Es muss diese grummelnde graue Masse an den Würstchenbuden sein, von der die Miesmacherei ausgeht.