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Dem liberalen Geist eine Stimme geben - das ist sehpferd

Dichtung und Wahrheit – wer macht eigentlich die „Drecksarbeit“?

Ankündigungen im Wahlkampf und deren Umsetzung sind zweierlei. Das ist nicht nur mein Eindruck, sondern es dürfte jedem vernunftbegabten Menschen einleuchten.

Aus einer Schweizer Zeitung entnehme ich folgenden Satz:

… Wer soll künftig auf den Feldern im Mittleren Westen für eine Handvoll Dollar malochen? Wer putzt den Kochherd des Fast-Food-Restaurants oder die Toiletten im Ferienhaus? Und wer hilft beim Entladen der Lastwagen, die mitten in der Nacht Lebensmittel anliefern?

Und Deutschland ?

Greifen wir dies doch für Deutschland auf: Wer will in diesem Land eigentlich noch die Drecksarbeiten machen? Wer will überhaupt noch Vollzeit arbeiten oder in einem einen Acht-Stunden-Tag? Und wer will sich hoch qualifizieren, wenn man sich auch anderweitig „durchschlängeln“ kann?

Ich denke dabei vor allem an den Teil der Jugend, die auf keinen Fall Leistung anstrebt, weil bereits die Eltern zeigen, dass es anders geht. Und ich meine damit nicht diejenigen, die wegen ihrer Krankheiten und sonstiger Schwächen die ansonsten möglichen Leistungen nicht mehr erbringen können.

Erneuerung durch eigene Leistung - nicht durch Rückwärts denken

Wer Deutschland wirklich erneuern will (und nicht um Jahrzehnte zurückwerfen), muss den Bürgern sagen, dass jeder Deutsche die höchstmögliche Leistung erbringen sollte, die seiner Gesundheit zuträglich ist. Und natürlich auch jeder andere Mensch, der hier wohnen und arbeiten will.

Zitat aus dem Schweizer Tagesanzeiger zur Antrittsrede von Donald Trump vom gestrigen Tag.

Trumps Handelskrieg in Elektronik – was ist mit Huawei?

Alles, was ich mir in den letzten Jahren an innovativem Zubehör für den PC angeschafft habe, ist „Made in China“. Und sehr viel von dem, was in den USA verkauft wird, ist ebenfalls „Made in China“. Man hat dort eben die innovativeren Produkte.

Trumps Handelskrieg, der mit der „nationalen Sicherheit kaschiert wird, hat vor allem Huawei getroffen. Der chinesische Hersteller braucht die Patente für die Prozessoren, die ihm nun angeblich bald verweigert werden, er braucht das marktbeherrschende Android-System, um seine Handys darauf laufen zu lassen. Und er benötigt eigentlich keinen Google App Store, obwohl das dauernd behauptet wird. Es ist nur wesentlicher bequemer, meist sicherer (und teils verführerischer) dort Apps zu laden.

Ob das alles stimmt oder ob es sich um durch eine durch die Presse aufgebauschte Panik handelt, mit der Huawei auch ohne US-amerikanischen Druck vom Markt verdrängt werden soll? Wer will es schon sagen … andere Herstellre stehen längst in den Startlöchern - auch andere chinesische Anbieter.

Und mal ehrlich – das Beste, das uns passieren kann, ist ein Betriebssystem für Handys, dass schlanker und weiniger mit Kinkerlitzchen durchsetzt ist wie Android. Wer es entwickelt und marktfähig macht, wird vielleicht einen ähnlichen Erfolg haben wie der allmächtige Google-Konzern.

Mobilgeeks“ haben versucht, die Wahrheit hinter dem Presserummel herauszufinden. Und Huawei hat eine Webseite eingerichtet, die all den vorwitzigen Gerüchteschmieden entgegentritt.

Echte Trauer und Schweineblut

Das Globale verschlägt mir zwar nicht die Sprache, und doch bin ich einen Moment sprachlos: Da fährt also in Charlottesville, (Virginia, USA) ein Mann deutlich sichtbar in eine Menschenmenge, doch niemand nennt ihn einen rechtsextremistischen Terroristen.

Und dann, ein paar Tage später, Barcelona, Spanien. Viele Tote, noch mehr Verletzte, Trauer und Entsetzen überall. Das Entsetzen frisst sich in die Psyche, will gar nicht mehr weichen.

Und Mr. Trump? Er bietet Hilfe an. Hilfe für wen? Und wie? Mit Schweineblut? Das ist kein Mitfühlen, das ist einfach widerlich.

Klimaabkommen

Der US-amerikanische Präsident geht auf Isolationskurs. Da kündigt man mal eben das Klimaabkommen von Paris, um den maroden US-amerikanischen Kohlebergbau zu retten. Wie das alles begründet wurde? Lesen Sie selbst.

Inzwischen wissen wir, dass es außer „America First“ bei Mr. Trump noch zwei weiter Hohlfloskeln gibt: Jobs und Fairness.

Mehr „Jobs“ sind natürlich gut – aber sie wachsen nur dann, wenn es genügend Brachen gibt, die möglichst viel weitgehend unqualifiziertes Personal benötigen. Solche „Jobs“ entstehen natürlich auch, wenn die Wirtschaft als solche gewaltige Sprünge nach vorn macht – sozusagen als „Nebeneffekt“. Doch wo sind die „gewaltigen Sprünge“? Und vor allem – wo sind die Produktionsstätten, die angelernte oder andere schwach qualifizierte Personen benötigen?

Noch dazu: Wenn die USA nicht bei alternativen Energien und energiesparenden Maschinen, Automobilen und anderen Produkten mitmachen wollen, werden sie technologisch abgehängt. Und damit möglicherweise auch wirtschaftlich. Wer nun sagt, dass die US-Amerikaner Hochtechnologie produzieren, solltet wissen: Die geistige Leistung, die dahintersteht, ist kurzfristig transferierbar, und die Produktionsstätten sind es langfristig auch.

Und Fairness? Davon reden außerhalb des Sports immer die Menschen, die ihre eigentlichen Absichten verschleiern wollen. Alle anderen reden von Kompromissen, Vereinbarungen und Verträgen, die das gegenseitige Miteinander regeln.

Zurück zum Klimaabkommen. Es bleibt in Kraft, und man kann es ohne die USA verwirklichen. Es ist eine Frage des Wollens. Hoffen wir mal, dass sich wenigstens Deutschland daran hält – was übrigens stark bezweifelt wird.

Die Union schießt sich auf Schulz ein

Ach, der Herr Schäuble: Gerade macht er in Populismus und will EU-Bürgern das Kindergeld streichen, und dann vergleicht er den SPD-Kandidaten Schulz auch noch mit Donald Trump. Eine Ehrverletzung, die dem CDU-Politker nicht gerade zum Ruhm gereicht, was Schäuble offenbar billigend einkalkuliert.

Die Äußerung Schäubles wirft ein schlechtes Licht auf den Stil des Minsiters - und sollte es auch der Stil der CDU sein, so ist es mies um den Zustand dieser Partei bestellt.

Und ausnahmsweise muss ich mal Herrn Stegner zitieren, der da orakelte, dieser Herr Schäuble sollte „weniger Dinge sagen, die zeigen, dass er wenig über die Lebenswirklichkeit vieler Mitbürger weiß.“

Hoffen wir mal, dass Herr Schäuble sich noch als lernfähig erweist.