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Dem liberalen Geist eine Stimme geben - das ist sehpferd

Brombeere, Simson und Kaninchen

Wisst ihr, was eine Brombeere ist? Und was Brombeeren mit Mopeds zu tun haben? Und Mopeds mit Kaninchen?

Nein? Der MDR weiß, worum es bei Mopeds geht:

Simsons dürfen weiterhin mit 60 km/h durch die Straßen düsen, obwohl die Höchstgeschwindigkeit bei Kleinkrafträdern bis zu 50 Kubikzentimeter Hubraum 45 km/h beträgt. Das wurde für alle Kleinkrafträder der DDR, die vor dem 28. Februar 1992 erstmals in den Verkehr gekommen sind, so verankert.

So weit, so gut. Neulich, im Wahlkampf, habe ich gehört, dass die Jugend lieber Simsons fährt als Lastfahrräder – darauf muss man erst einmal kommen. Damals war die Hintergrundfarbe der Plakate blau ... und es gab so gut wie keine Lastfahrräder.

Will die Brombeere zur Heldin der Jugend werden?

Die CDU und der Rest der „Brombeere“, wie man die gegenwärtige Koalition in Thüringen nennt, will der Jugend (und ein paar anderen Leuten) etwas Gutes tun. Re-Importe sind nämlich noch von der Sonderregelung ausgenommen. Und offensichtlich verspricht sich das Regierungsbündnis von einer Änderung mehr jugendliche Wähler. Mein kleines Kaninchengehirn kann das zwar nicht glauben, aber Kaninchen haben bekanntlich nicht den Sachverstand der Damen und Herren Politiker.

Ich weiß aber, dass Brombeeren zwischen August und Oktober reif werden. also jetzt. Und wenn sie wirklich reif sind, dann sie so schwarz wie die Union – oder das schwarze Kaninchen auf unserer Titelseite.

Apropos Kaninchen: Sie sind etwas langsamer als Simpsons und lediglich Kurzstrecken-Sprinter. Also rate ich allen Artgenossen und Artgenossinnen, lieber einen Haken zu schlagen als vor einem Moped davonrennen.

Deutschland - Paradies der Satire?

Gerade gelesen - im „FOCUS“:

„Dieses Land ist ein Paradies für Satire.“

Nachdem ich Dieter Nuhrs Jahresrückblick auf 2024 gesehen habe, würde ich den Satz ändern:

Dieses Land ist ein Paradies für alternde, selbstgefällige Satiriker mit festen Feindbildern.

Was ich mir wünschen würde, wären Menschen mit Humor, die realistische Vorstellungen von der Zukunft haben und die Kraft, sie auch durchzusetzen.


Ein Nachsatz:

Erst später fand ich einen anderen Artikel, diesmal im SPIEGEL- und zwar zu Nuhrs Rückblick auf 2019. Tipp: Beide vergleichen, dass fällt der Glanz von Nuhrs Einlassungen von 2024 noch weiter ab.

Quellen:
FOCUS 2024
SPIEGEL (2019)



Laut gucken nach Lebenspartnern

Das Kaninchen kennt die Trends ...
Kann man laut gucken? Nein, kann man nicht, aber „laut und vernehmlich suchen“ kann man. Und weil Frau es auch kann, wurde gerade der neueste Trend aus der Taufe gehoben: „Loud Looking“. Kleiner Hinweis: Die Trends beim sogenannten „Dating“ werden immer von Frauen entdeckt und verbreitet. Sogar dann, wenn es sie gar nicht gibt.

Klare Ansage ... "ICH WILL"

Der neueste Trend ist also die Suche mit klarer Ansage. Das bedeutet: Ich will einen Partner (und meinetwegen auch eine Partnerin) die genauso zu sein hat … folgt irgendeine belanglose Beschreibung, wie das in Dating-Apps so üblich ist.

Wer etwas Verstand hat, der wird gleich sagen: „Das geht in 97 Prozent der Fälle schief.“ Denn der Markt ist begrenzt, und die ausgezeichneten Goldstücke sind schon längst vergeben. Und um die wenigen, die es noch gibt, kloppen sich jetzt die Damen. Nicht sehr ökonomisch und zudem frustanfällig.

Je länger ein "User" sucht, umso besser für den Betreiber

Die Betreiber versuchen, drauf ein Süppchen zu kochen: Längst schmeckt die Suppe „Dating-App“ fade. Also wird kräftig gewürzt und dann behauptet: „Ja, du musst nur genau sagen, wen du willst, dann bekommst du ihn auch.“

Letztlich bedeutet dies: Der Userinnen und die User bleiben länger Kundinnen (Kunden). Denn eine Dating-App nützt den Betreibern vor allem, solange der Kunde sucht – hat er jemanden gefunden, ist der Ofen aus. Und je höher die Trauben hängen, umso weniger wird das Ziel wahr und umso länger bleiben die „User“ bei der Stange.

Mehr und alle Quellen: Liebeszeitung.

Warum hier dann und wann ein Kaninchen schreibt

F
Dieses Tier weiß mehr - es ist näher an den Graswurzeln
alls ihr mein kleines, feines und wie ich meine überaus liberales Magazin häufig lest, dann fragt ihr euch vielleicht, was denn hier das Kaninchen tut. Es kommt sehr selten aus seiner Erdhöhle – doch das beantwortet eure Frage nicht, oder?

In der Literatur finden wir das Kaninchen jederzeit wieder. Etwa in „Mein Freund Harvey“ von Mary Chase – ursprünglich als „The White Rabbit“ bekannt. Und ganz selbstverständlich dann, wenn neugierige junge Damen „hinunter ins Kaninchenloch“ hopsen, so wie Alice. Und natürlich wuselt es in „Watership Down“ herum, einem Buch, indem die Kaninchen sozusagen „unter sich“ sind.

Kommen wir also zu meinem schreibenden Kaninchen. Niemand erwartet, dass ein solches Tier perfekt ist. Es muss ja, anders als wir klugen Menschen, die Dinge erst einmal erschnuppern. Die meisten Kaninchen sind etwas ängstlich und ständig zur Flucht bereit – das ist der Hauptgrund für die Tatsache, dass sie wirklich äußerst selten Schriftsteller werden.

Fassen wir das alles zusammen, dann müsste jedem klar werden, dass wir mehr auf Kaninchen hören müssten, weil sie die Nase näher an den Graswurzeln haben.

Und deshalb – ja wirklich, nur deshalb taucht hier ab und an das Kaninchen auf.

Zwischengeschlechtliche Fronten

Wir Frauen
Haben uns verändert.
Und also müsst ihr euch verändern.

Falls
Ihr euch verändert –
Bleiben wir, wie wir sind.

Denn
Wir sind angekommen,
Und das ist gut für uns.

Und
Nehmt bitte hin,
Dass dies nicht verhandelbar ist.

...

Wenn wir Männer
Uns verändern,
Ändert sich für uns nichts.

Andernfalls
Bleiben wir, was wir sind,
Und nichts wird sich dadurch ändern.

Welchen
Sinn hätte es für uns,
Uns für euch zu verändern?

Also
Können wir warten,
Bis ihr wieder verhandelt.