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Profilieren über die Corona-Krise und trügerische Zahlen

Die Quellen für objektive Informationen in der Corona-Krise sind rar. Eigentlich wissen wir nur, dass die Infektion massenhaft in Pflegeheimen aufgetreten ist, und neuerdings auch in Unterkünften, die den Namen nicht verdienen: Dort leben offenbar EU-Fleischer dicht-an-dicht. Wie üblich, kann man dafür die Raffgier der Schlachthöfe verantwortlich machen, aber eben auch den Konsumenten, für den Fleisch „nix kosten“ darf.

Und während das so ist, versuchen einzelne Personen, unter ihnen auch Ärzte, sich zu profilieren.

Profilieren ist an sich nicht nichts Schlechtes. Jede neue Entwicklung auf beliebigen Gebieten benötigt neue Experten, die das interpretieren was sonst unverständlich bliebt.

Doch in den letzten Wochen sind Gegenmeinungen beliebt geworden, und weil sie nicht einmal die Boulevardpresse verbreiten will, nutzt man soziale Medien, vor allem Youtube.

Informationen? Besser, ihr lest bei Corrective. Jedenfalls besser als irgendwo in den „Sozialen Medien“.

In den nächsten Wochen wird alles um „Neuinfektionen“ gehen. Die Zahlen sind nicht viel wert, solange wir nicht wissen, wie viele Tests durchgeführt wurden – und das wird nicht veröffentlicht. Und genau aus dem Grunde sind die Zahlen, die auch ich täglich erhalte, im Grunde für den Arsch, Pardon „nicht besonders aussagefähig“.

Alle sind besorgt um Singles – aber diese 10 Wahrheiten stimmen wirklich

Feier ein Fest mit dir - es lohnt sich
Es kann hart sein, „jetzt“ Single zu sein – aber es ist noch härter, ständig das Geschwätz darüber anzuhören. Deshalb kläre ich hier und in der Liebeszeitung jetzt darüber auf, was wirklich „Sache ist“.

1. Glaube niemals einer/einem Unbekannten, der jetzt „Anteilnahme an dir zeigt“.
2. Nahezu alle Tipps, „was du jetzt tun kannst“, sind aus dem Ärmel gezogen wie eine falsche Karte.
3. Das Einzige, was du jetzt wirklich tun kannst, ist dich für die „Zeit danach“ besser aufzustellen.
4. Ob du dich „jetzt“ bei einer der „üblichen“ Online-Plattformen anmeldest oder später ist nicht so wichtig. Klar, dass dich jeder als Kundin/Kunde wegfischen will.
5. Verlass dich als Ü-30 oder Ü-40 nicht drauf, dass nach der Krise „viele Ehen geschieden“ werden. Erfahrungsgemäß greifen „frisch Getrennte“ sehr schnell zu Strohhalmen - und das ist nicht sonderlich gesund für eine zukünftige Beziehung.
6. Wo ich gerade bei „geschieden“ bin: Meist werden getrennte Ehen erst nach längerer Zeit geschieden, und manche, die sich jetzt zoffen, werden nach der Krise auch wieder zusammenkommen.
7. Es trifft nicht zu, dass ihr euch „online“ besser oder intensiver kennenlernt als „offline“. Nach heutigen Standards sind persönliche Begegnungen unerlässlich.
8. Erst, wenn du weißt, wer du selbst bist und was du für andere bist, kannst du wirklich auf Partnersuche gehen.
9. Es hat nicht den geringsten Sinn, sich den Wunschpartner „auszumalen“. Viel wichtiger ist, dir auszumalen, was du alles aufgeben würdest, um ihn kennenzulernen.
10. Wenn du in einem „Partner“ überwiegend einen Sexpartner siehst, dann warte. Sexpartner gibt es bald wieder in Hülle und Fülle. Sie sind sofort wieder am Markt, sobald der „Shutdown“ endet.

Und: Nein, ich bin nicht besorgt um euch, sondern überzeugt, dass ihr es schafft.

Bundesregierung verbreitet miese Stimmung

Man kann dieser oder jener Meinung darüber sein, was die Zahlen des RKI uns sagen wollen, aber eines ist sicher: die Bundesregierung macht einen großen Fehler, wenn sie mithilfe ihres Kanzleramts-Ministers Helge Braun (1) verkünden lässt, der „Schwierigste Teil der Krise“ würde noch kommen. Gut – das hat der Minister der „FAS“ erzählt, nachdem er zu Beginn des Interviews von einem Journalisten so provoziert wurde:

Was empfinden Sie, wenn Sie sehen, wie ihre Kollegen in Italien oder Spanien jetzt Patienten sterben lassen müssen, um andere zu retten?

Ich halte die Frage für Unlauter – aber wer würde das der „edlen“ FAS schon unterstellen? Auf der andren Seite: Auch die FAS ist letztlich nur eine Zeitung, die jeden Tag um Leser buhlen muss.(2)

Liebe Damen und Herren der Regierung – unser Volk kann lesen und schreiben, und es gibt genügend Mitmenschen aus verschiedenen Bereichen des Lebens, die Zahlen und Fakten einordnen können.

Kassandra-Rufe und Panikmache sind nicht allerdings wirklich nicht angebracht.

(1) Helge Braun ist von der Ausbildung her Arzt, daher die Fragestellung.
(2) Zitat: FAS Erstaunlich ist: Wenn der Artikel so wichtig ist, warum stellt die FAS ihn dann nicht öffentlich?

Systemrelefanten

Heute sind „Systemrelefanten“ (1) begehrt und angesehen, und man beklatscht sie aus sicherem Abstand. Einschlägige Firmen schalten jetzt ganzseitige Anzeigen: „Wir lassen euch nicht im Stich“. Na schön - aber es geht eigentlich um mehr als ein bisschen Applaus.

Niemand bezweifelt, dass die medizinischen und pflegerischen Berufe, aber auch viele andere, die nicht so oft genannt werden, gegenwärtig eine überaus große Rolle spielen.

Aber bitte: Das sind diejenigen. die man sieht und sicher auch diejenigen, die sich größten Gefahren aussetzen. Im Hintergrund sorgen auch die Menschen, die ernsthaft im Homeoffice arbeiten für „systemrelevante“ Prozesse.

Kürzlich bekam ich ein Video, in dem jemand sagte: Ohne Datenverarbeitung geht gar nichts. Kein Krankenhaus, keine Produktionsstätte, kein Supermarkt und keine Behörde.

Das stimmt ohne jeden Zweifel - wird aber nicht gerne gehört. Doch zurück zu jenen, die jetzt im Rampenlicht stehen und als Heldinnen und Helden verehrt werden. Was wird mit ihnen nach der Krise geschehen?

Es wird ein "Danach" geben - und das müssen wir im Augen behalten

Es mag ja derzeit schick sein, die „Systemrelefanten“ öffentlich zu beklatschen. Aber besser wäre es, wenn wir einmal die Krankenhausträger kritisch betrachten würden - nur um ein Beispiel zu nennen. Und wenn wir alle uns dafür einsetzen würden, dass sie besser bezahlt würden und weniger Stress erdulden müssten - zu normalen Zeiten.

Denn die Gefahr an der Situation heute ist, dass heute der großartige „Systemrelefant“ bejubelt wird, um ihn in vier oder acht Wochen schon wieder in das alte Schema einzuordnen. Dann ist er wieder grau und vergessen.

Wer glauben will, dass die Krise alles anderes ändern wird - na bitte schön. Ich glaube es nicht. Ich bin überzeugt, dass Menschen etwas verändern können. Und wenn wir uns nicht für Änderungen einsetzen, wird alles wieder so werden wie zuvor.

(1) Nein, es ist kein Deutschfehler - es ist Absicht,

Zusammenhocken bis die Hand ausrutscht

In der Krise stehen die Menschen weit voneinander entfernt, besonders, wenn sie miteinander sprechen. Was auch wieder bedeutet: Man versteht jedes Wort - auch auf größere Entfernung.

Zwei Frauen unterhalten sich:

„Derzeit gibt es deutlich mehr häusliche Gewalt.“

„Ist doch verständlich, dass einem einmal die Hand ausrutscht, wenn man dauernd beieinander hockt.“


Oh ... neue Aspekte der Krise.