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Dem liberalen Geist eine Stimme geben - das ist sehpferd

Debattenkultur und Hasskommentare

Nahezu alle Zeitungen und Zeitschriften haben heute mit Kommentaren zu kämpfen, die an Radikalität weit über die Grenzen des Vertretbaren hinausgehen. Dazu heißt es auf einer neuen Webseite:

Die Debattenkultur im Netz ist aus den Fugen geraten. Nutzerkommentare auf Nachrichtenseiten sind häufig ideologisch, beleidigend und zum Teil hasserfüllt. Mit hohem Moderationsaufwand filtern Redaktionen die schlimmsten Beiträge heraus - und werden als Zensoren beschimpft. Andere Redaktionen kapitulieren und schränken die Kommentarfunktion ein.


Kein Wunder, dass man versucht, Methoden der Auto-Moderation mithilfe von Software zu entwickeln. Das ist trotz der Fortschritte bei der Programmierung „künstlicher Intelligenz“ ein schwieriges Unterfangen, weil man dabei immer ganze Sätze untersuchen muss. Wie schwierig es ist, und wie verwirrend es ist, wenn es dennoch getan wird, kann man häufig anhand der Textanalysen der Universität Leipzig sehen.

Nun hat das Institut für Wirtschaftsinformatik der WWU Münster ein Projekt ins Leben gerufen, das einen Beitrag zur automatischen Textanalyse als Voraussetzung zur Moderation von Online-Diskussionen leisten will.

Es läuft im Netz unter dem Stichwort „Cyberhate-Mining“ und dem Hashtag #HateMining.

Ich wünsche Glück und Erfolg.

Blogs sind wichtiger als soziale Medien

Dieser Tage fand ich folgendes Zitat einer Bloggerin, das ich sinngemäß wiedergebe:

So ist die Welt des Bloggens: Die Leser kommen und gehen schnell, ihr Interesse verglüht. Sie ändern sich. Sie finden keine Worte mehr, oder sie wissen nicht mehr, was sie schreiben sollen


Blogs sind so wertvoll und wichtig – und dennoch geben immer mehr Blogger(innen) auf. Sogenannte soziale Medien, diese tiefen schwarzen Löcher der Meinungsmache, saugen alles auf, was gut ist, vermarkten es, wie sie wollen, und entwerten es damit. Und sie bringen jede Menge Unrat in die Welt.

Soziale Medien werden immer mehr zur Pest, weil sie nicht die stillen Denker stützen, sondern die Schreihälse und die (weiblichen wie männlichen) Hassprediger. Keine Boulevardzeitung und keine Hetzpresse war jemals so hinterhältig und gefährlich, wie es heute die sozialen Medien sind.

Lasst euer Blogs leben! Die Welt braucht sie nötiger als jemals zuvor. Und auch, wenn ihr wenig bewirkt – es reicht, einige wenige Menschen zu berühren oder zum Nachdenken zu bewegen.