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Hi-Fi: Wenn die Reparaturkosten den Zeitwert überschreiten … egal, ob repariert wird oder nicht

Hi-Fi: Wenn die Reparaturkosten den Zeitwert überschreiten … egal, ob repariert wird oder nicht.

Heute berichte euch etwas aus meinem „richtigen“ Leben, genau genommen über mein bisheriges Hi-Fi-Baby, den Cambridge Audio One.

Kürzlich fiel der Endverstärker aus, und dabei tauchte natürlich die Frage auf: Reparieren lassen oder lieber gleich neu?

Technisch ist das Gerät im Prinzip auf der Höhe der Zeit. Es kann noch „FM“ auf Deutsch „UKW“, einst die „Welle der Freude“ genannt, dann aber auch DAB und schließlich Bluetooth. Darüber hinaus gibt es noch einen eingebauten CD-Spieler, der ebenfalls noch gut funktioniert. Aber ohne Endverstärker?

Hürde für die Reparatur: immense Transportkosten

Ich wollte es eigentlich reparieren lassen … doch da stoße ich auf eine Hürde. Das Gerät kann laut Hersteller nur in den Niederlanden repariert werden, wobei in beträchtlichem Maße Kosten entstehen – auch dann, wenn es dort nicht repariert werden kann. Überrascht? Nun, das zuständige Unternehmen stellt mir in Aussicht, dass ich benachrichtigt werde, sollte die Reparatur über 150 Euro kosten.

Das stellt sich schon die Fragen, warum ein Gerät schon nach sechs Jahren ausfällt – und die müsste sich eigentlich die Qualitätssicherung von Cambridge Audio stellen.

Reparatur unwirtschaftlich?

Zurück zur Wirtschaftlichkeit des Reparaturangebots. Was passiert also, wenn ich tatsächlich reparieren lasse? Dann liegen die Grundkosten (ohne Reparatur) bei etwa 50 Euro für den Transport hin und zurück. Bei geschätzten Kosten für Material und Arbeit von ca. 100 Euro wären das schon 150 Euro. Aber dazu will man sich nicht äußern, denn die Reparaturkosten könnten natürlich auch höher sein.

Nicht reparieren lassen - wirtschaftlicher?

Was aber, wenn ich ihn dann zu diesen Kosten nicht reparieren lassen will? Dann sind die Kosten ähnlich - man teilt mir mit, dass dann lediglich die Mühe der Inspektion in Rechnung gestellt wird, natürlich plus Rücksendekosten und Mehrwertsteuer. Ich erkundige mich mal vorsichtig nach den Kosten für den Versand – etwa 25 Euro pro Strecke. Das ergibt also einen ungefähren Gesamtbetrag von 100 Euro, wenn ich das Gerät nicht reparieren lasse.

So weit der Zwischenstand. Im Internet werden „nicht voll funktionsfähige“ Geräte gleichen Typs ab 49 Euro angeboten – und selbst für mutmaßlich perfekte gebrauchte Geräte fiel der Preis im Internet drastisch.

Für mich ist damit das Thema „Cambridge Audio“ abgeschlossen. Andere Mütter haben ebenfalls schöne und funktionstüchtige Geräte, obgleich die Anzahl der CD-Receiver deutlich abnimmt.