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Zu Hause statt im IC der Bahn

Was geht eigentlich vor in Deutschland? Ich beginne mal bei mir und schaue dann auf die Medien. Es geht tatsächlich um dieses Virus, das die Presse jetzt immer als "Neuartiges Corona-Virus" bezeichnet. Übrigens wiessen viele nicht, ob sie das Virus männlich oder sächlich nenne sollen. Und es geht noch um ein anderes Virus.

Eigentlich sollte ich heute im IC sitzen und eine längere Reise antreten. Bis gestern Abend war die Sache noch klar: Zwar waren „soziale Kontakte“ geplant, aber mal ehrlich: Ungeplante „soziale Kontakte“ sind einfach häufiger. Allerdings wäre der möglicherweise benutzte IC gewöhnlich relativ leer gewesen. Und außerdem gibt es in der Bahn„soziale Kontakte“ fast nur noch, falls jemand das Ladekabel für sein Notebook vergessen hat.

Gefreut hatte ich mich auf die Begegnungen mit einer kleinen Gruppe, aber durchaus auch auf das Café, in dem ich schon einen großen Teil meiner Jugend mit Herumsitzen verschwendet hatte - und das es noch gibt.

Die Absage - sehr verständlich

Nun wurde das Treffen also abgesagt - verständlich, denn wer wils schon dafür verantwortlich sein, dass es zu einer Infektion der Gruppe kommt? Den Anruf erhielt ich zeitgerecht: etwa eine Stunde vor Abfahrt meines Zuges.

Die Politik und die Medien - „was sagen“ und „was machen“

Unverständlicher hingegen erscheinen mir die hektischen Reaktionen und Aussagen der Politik - sie sind größtenteils nachgeplappert. Richtig daran ist vor allem, dass die Wissenschaftler keine endgültigen Aussagen darüber wagen können, wir die Pandemie verlaufen könnte. Und sinnvoll ist, persönliche Vorsichtsmaßnahmen zu treffen. Der Rest ist ein Spiel, das keinen erkennbaren Regeln folgt.

Das Spiel mit den Maßnahmen

Wenn wir - sagen wir einmal - nicht mehr über die Straße gehend dürften, und die Neuansteckungen hernach erheblich zurückgehen würden, dann würden die Politiker sagen: „Seht, es war unser Werk! Wir haben euch gerettet!“ Wenn nicht, dann werden sie sagen: „Es war nicht unser Schuld, wir haben doch alles getan.“

Das Gleiche ließe sich von der Schließung einer Universität oder eines Gymnasiums sagen oder von dem Appell, doch bitte Sozialkontakte zu vermeiden.

Am Ende werden sich Politiker als Retter feiern lassen

Am Ende werden wir alle feststellen: Genützt hat das, was am lautesten über die Medien verkündet wurde - denn interpretiert wird es von den gleichen Leuten, die jetzt volltönend Maßnahmen beschließen.

Eine Pandemie vor mehr als 60 Jahren - etwas stiller

Wie ihre alle, hoffe ich ebenfalls inständig, dass möglichst viele von uns die Pandemie ohne weitere Schäden überstehen. Und den Jüngere sei gesagt: Es gab 1957 in Deutschland eine Pandemie, die angeblich allein in Deutschland etwa 30.000 Todesopfer forderte. Die öffentlichen Medien waren damals weniger nervös, die Politiker auch. Ob das zum Nutzen oder zum Schaden gereicht hat, weiß bis heute niemand genau.

Man kann es nachhören: bei dradio.



Wo war ich 2000 und 2010?

Das Jahr 2000 sollte für mich wundervoll werden - aber leider hatte ich mich da etwas verkalkuliert. Und deshalb gönnte ich mir im März etwas Folklore in Südbaden.
Es darf geraten werden ... März 2000.


Das Jahr 2010 war dann wirklich wieder sehr vielversprechend, und ich fuhr mit dieser Straßenbahn.

Straßenbahnen begleiten mich seit meiner Jugend

Wo war ich - im Januar 2010?

Viel Schnee - vor 10 Jahren
Vor allem am 30.01.2010 schneite es heftig. So viel Schnee habe ich seither kaum mehr gesehen. Was ich noch verraten kann: nein, ich war nicht in Skandinavien und nicht in Deutschland.

Blödsinn labern kann jeder

Und offenbar tut es jeder ... leider auch ein paar Leute, von denen man es nicht unbedingt erwarten würde. Die Rede ist davon, wie gründlich deutsche Saubermänner (Sauberfrauen nicht ausgenommen) und die mit ihnen verbündeten Sensationsmacher aus der Presse Ereignisse aufbauschen können. Greta Thunberg fuhr Deutsche Bahn, was vor Weihnachten, wie ich weiß und jedermann sonst, nicht unbedingt ein Vergnügen ist. Ihre "Untat" - sie postete ein Foto, auf dem man sie auf dem Boden sitzen sah - Sitzplatzlos. Die zweite Untat: Sie schrieb nicht, dass sie ab Göttingen einen Platz in der ersten Wagenklasse einnehmen dufte.

Einen Teil der Reise hatte sie also keinen Sitzplatz – auch das ist nicht so ungewöhnlich. Und hübsch ist, dass man dann doch noch einen für sie findet – und sei es in der ersten Wagenklasse.

Ein Scheiß-Sturm der Entrüstung

Und nun reden die Menschen in abwertender Absicht nichts als Blödsinn. Die widerwärtigen „Sozialen Medien“ machten daraus gleich mal einen „Scheiß-Sturm“ (shitstorm). Die üblichen Verdächtigen griffen ihn auf (und scheuten sich nicht, dabei ebenso in die Sch … zu greifen).

Madrid tritt in den Hintergrund - angefeindet wird eine Aktivistin

Warum redet man nicht über Madrid, die Veranstaltung, die ein paar Gestalten der Weltgeschichte ganz bewusst verkackt haben? Warum nennt man nicht die Namen der Männer und Frauen, die den Klimagipfel letztlich gekippt haben? Warum zeigt man nicht mit den Fingern auf sie? Warum werden sie nicht Gegenstand der öffentlichen Verachtung?

Weil man sich nicht traut. Doch bei Frau Thunberg kommt man aus den Ritzen des Internets heraus. Ach, man ist ja so großartig, nicht wahr? Vor allem, wenn die Bilanz der eigenen Leistungen und Mühen eher bescheiden ausfällt – was nicht nur für die Nagetiere des Internets gilt, sondern auch für vereinzelte Medien.

Bemühungen um die Wahrheit sind selten

Manche Journalisten haben sich - mit Recht - über ihre Kollegen und die sozialen Medien empört, zum Beispiel die Süddeutsche. Die ganze Geschichte mit allen Fakten steht in JETZT.

Von Basel nach Göttingen (wo es den Sitzplatz gab) ist man übrigens ungefähr fünf Stunden unterwegs. Viel Vergnügen für alle, die es einmal auf dem ICE-Boden erleben wollen.

Vor 10 Jahren war ich ...

Dieser Dame bin ich 2009 begegnet

Vor 10 Jahren bin ich auf einem europäischen Flughafen bei Schnee und Eis gestartet - und dann dieser Dame begegnet,