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Dem liberalen Geist eine Stimme geben - das ist sehpferd

Die Grünen – nur Öko oder auch Vernunft?

Das Wahlross nimmt zu der Situation der Parteien Stellung - heute zu den Grünen


Die grüne Partei hat ein Problem: sie muss viele Strömungen aus dem „alternativen Spektrum“ in sich vereinen. Glaubt sie jedenfalls. Dabei vergisst sie, dass es die Menschen vor Ort sind, die sie wählen sollen. Es geht dabei nicht darum, was getan werden muss – sondern wie es getan werden soll. Gerade in dieser Beziehung hat die Öko-Partei noch Defizite. Und in der Wahl der „Kanzlerkandidatin“ zeigt sich die größte Schwäche der Partei: Eine zu junge, politisch eher unbedarfte Frau zu wählen, war der größte Fehler, den sich die Grünen geleistet haben. Sie bereuen es bereits - aber sie ändern daran nichts. Das zeugt von Starrsinn.

Mein Fazit: Grün hat Sinn – doch bleibt die Frage, wie der ökologische Wandel bewerkstelligt werden soll. Welche Pläne verfolgt man? Wie will man sie möglichen Koalitionspartnern, wie dem Volk schmackhaft machen? Bisher fehlen darauf Antworten.

Die FDP – Freiheit oder Arroganz?

Das Wahlross nimmt zu der Situation der Parteien Stellung - heute zur FDP

Die FDP ist in einem ständigen Wandel begriffen, den allerdings kaum jemand nachvollziehen kann. Ist sie nun die Partei der geistigen und emotionalen Freiheit, oder versucht sie nur Freiheiten für einzelne Berufsgruppen oder Unternehmen zu erkämpfen? Und vor allem: Hat sie überhaupt ein Interesse, in einer Mehrparteienkoalition zu regieren? Und kann sie die teils offen zur Schau gestellte Arroganz überwinden? Zu viele Frage, zu wenig antworten.

Mein Fazit: Liberal zu sein, ist nicht leicht. Aber der Eindruck, den die Führung der Partei hinterlässt, ist nicht gerade von freiheitlichem Geist geprägt. Ich höre oft die Zwischentöne der Arroganz heraus. Das passt nicht in die Zeit.


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Das Triell - kaum Substanz

Ich habe mir tatsächlich das sogenannte „Triell“ angetan. Der Herr Laschet war ja angetreten, um nun mal richtig Kante zu zeigen und „in den Angriffsmodus überzugehen“. Doch womit? Die Themen, die vom CDU-Mann aufgetischt wurden, grenzten nicht nur an die Polemik des potenziellen Verlierers - sie interessierten auch kaum jemanden. Denn der Wähler will glaubwürdige Konzepte sehen - möglichst Zukunftskonzepte, die jetzt und hier ihren Anfang nehmen.

Zwar konnte sein Haupt-Kontrahent sie auch nicht bieten - doch der Herr Scholz gab sich souverän wie immer - ein Konzept, das offenbar aufging.

Bei den Steuern, einem Lieblingsthema der CDU und sicher auch einem Thema, das uns Wähler ständig interessiert, erfuhren wir, dass es sehr vernünftig ist, von niemandem mehr Steuern zu fordern, sondern Besserverdienende zu entlasten. Das kann man glauben oder auch nicht - in jedem Fall verpasste die CDU damit die Chance, den sozial Schwachen dieses Landes die Hand hinzureichen. Stattdessen war viel von den Sozialkassen die Rede. Krankenversicherungen, Rentenversicherungen - alles ganz nett. Aber was nützen die Reformen, wenn das Zahlenwerk dahinter noch nicht einmal im Ansatz durchdacht wurde?

Frau Bearbock, die Dritte im Bunde, wirkte übrigens überraschend kompetent, was ihr offenbar im Ergebnis gewisse Sympathien der Zuschauer einbrachte. Ob das ihrer Partei jetzt noch nützt? Wir werden sehen.

Insgesamt: viel zu lang, zu wenig Substanz, viel zu ermüdend. Und nach der Sendung? Zeit für Wiederkäuer(innen). Die Sendung „Anne Will“ im Anschluss konnte man sich wirklich schenken.

Die CDU – gewandelt oder retrokonservativ?

Das Wahlross nimmt zu der Situation der Parteien Stellung - heute zur CDU/CSU

Ich beobachte die CDU seit 50 Jahren. Von der Partei der moderat-gestrigen, der Rentner, Hausfrauen, Katholiken und Wohlstandsbürger zur Volkspartei der Mitte. Das Feindbild „Jugend“ hat sie nach der Adenauer-Ära aufgegeben, doch immer noch gibt es Widerstand bei tiefgreifenden Veränderungen der Gesellschaft. Mir scheint sogar, dass die Ultrakonservativen inzwischen wieder aus ihren Verstecken kommen. Wie auch die Konkurrenz (SPD) hat die CDU massive Personalprobleme – eine Folge der Merkel-Ära. Das beste Beispiel dafür ist der Eiertanz um die Führung. Sie mündete darin, dass auch der gegenwärtige Kanzlerkandidat zweite Wahl ist.

Mein Fazit: Die Partei braucht eine konkretere Zukunftsausrichtung und bessere Führungskräfte – und sie muss sich schneller und flexibler Veränderungen anpassen.
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Die Wahl - was meint Wahlross zum Auftreten der Parteien?

Das Wahlross nimmt derzeit zur Situation der Parteien Stellung.

Das Wahlross fasst dieser Tage zusammen, was es in 50 Jahren über Parteien gelernt hat. Wahlross ist Wähler und Liberaler, aber an keine Partei gebunden. Bei diesen Meinungsbeträgen spielt eine große Rolle, ob die Parteien, die zur Wahl stehen, die Zukunft Deutschlands im Auge haben. Pragmatische Überlegungen überwiegen, weltanschauliche Fragen sind weitgehend zweitrangig. Die Kernfrage lautet: Haben die Parteien glaubwürdige Konzepte, die sich auch durchführen lassen?

Alle Beiträge sind reine Meinungsbeiträge, keine Analysen der Wahlprogramme.