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Der Backfisch - was war das eigentlich?

Mit vierzehn Jahren und sieben Wochen ist der Backfisch ausgekrochen“, sagte der Volksmund. Und weil die Schule zu diesem Zeitpunkt beendet war, die junge Frau aber auf keinen Fall schon in „die Gesellschaft eingeführt“ werden durfte, hielt man sie zurück. Das Wort „zurück“ (back) soll auch der Ursprung für den Begriff „Backfisch“ gewesen sein.

Genau genommen ging es allerdings darum, die junge Frau „zeitgerecht“ zu verheiraten. Dazu musste sie „in die Gesellschaft eingeführt“ werden, was oft gar nicht so einfach war. Fand sich ein Galan, wurde zwischen Vater und dem „Eidam“ (Schwiegersohn) in spe ein Vertrag per Handschlag geschlossen. Dieser Vorgang wurde später als „um die Hand anhalten“ romantisiert. In Wahrheit ging es um rechtliche Vereinbarungen – und um die Mitgift, die ein wesentlicher Bestandteil des Verlöbnisses war.

Um die schwierige Zeit zwischen dem Verlassen der Schule und der Eheschließung, die oft viele Jahre dauern konnte, zu verschleiern, entstand eine sogenannte „Backfischliteratur“ oder „Jungmädchenliteratur“, in der das „Backfischalter“ verherrlicht wurde.

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