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Dem liberalen Geist eine Stimme geben - das ist sehpferd

Die Halluzinationen des Computers

Wenn Menschen etwas nicht genau wissen und auch nicht über die nötigen Quellen verfügen, um es nachzusehen, dann behaupten sie einfach irgendetwas.

Auch intelligente Menschen nutzen Behauptungen

Das tun sogar intelligente Menschen. Haben sie mal etwas von Sigmund Freud, Carl Gustav Jung oder Wilhelm Reich gelesen, dann nehmen sie oft an, dass es sich dabei um allzeit gültige, wissenschaftlich fundierte Tatsachen handelt. Allein der Gedanke, dass es kühne Erfindungen sein könnten, wird selten geäußert.

KI behauptet und halluziniert

Was aber tun künstliche Intelligenzen, wenn sie eine Frage nicht eindeutig beantworten können und dies auch nicht „zugeben“ dürfen?

Sie erfinden Unsinn, mit einem neuen Begriff (jedenfalls für die KI), sie „halluzinieren“.

Der wahrscheinlichste Grund dafür: Die Antworten der KI beruhen auf Wahrscheinlichkeiten, und diese Wahrscheinlichkeiten werden unterschiedlichen, als „verlässlich“ bezeichneten Quellen entnommen. Wie die meisten Menschen auch, greift die KI also auf „Wahrscheinlichkeiten“ zurück, wenn keine Fakten zur Verfügung stehen. Und genau da fängt das Problem an: Der Wahrheitsgehalt schwindet, und das Ergebnis wird fragwürdig.

Ein ausgewiesener Fachmann sagt dazu:

(KI) ist darauf trainiert, das nächstwahrscheinliche Wort zu generieren, sodass der Text kohärent klingt.

Kohärent sein heißt: „In einem vernünftigen Zusammenhang stehend“. Doch die höchstwahrscheinliche Verbindung kann richtig, falsch oder absolut unsinnig sein.

Wann KI unzuverlässig wird

Dies wirft wieder ein Licht darauf, was KI wirklich tut: Sie arbeitet mit zahllosen Annahmen und Wahrscheinlichkeiten aus unterschiedlichen Wissensgebieten, in denen die Frage behandelt wird. Zudem seht sie in Verdacht, Mainstream-Meinungen zu bevorzugen, weil diese in Datenbanken häufiger vorkommen als abweichende Meinungen.

KI, Suchmaschinen, Formulierungen und bekannte IT-Gesetze

Übrigens finden wir daran eine weitere Parallele zu einem lebendigen Menschen, der hofft, die Antworten in konventionellen Suchmaschinen zu finden. Was ihm zuerst angeboten wird, sind die am häufigsten vertretenen Ansichten, die nicht selten als Fakten ausgegeben werden.

Ich erinnre mich an eines der ersten Gebote meiner eigenen IT-Karriere. „Wenn du etwas unklar oder ungenügend formulierst, kann der Programmierer es nicht vernünftig umsetzen“, oder drastischer: „Wenn du Mist vorgibst, kommt auch Mist heraus.“

Soweit heute zur KI, die uns einerseits so viel Nutzen bringt, während sie und andererseits verdummt – oder besser: uns zu einseitigem Denken verleitet.

Zitat: ERGO

Manipulation – was sie ist und wie wir damit umgehen können

Neuerdings ist wieder viel von „Manipulation“ die Rede – und zwar ausgesprochen negativ. Seit Psychologen die „Dark Traits“ in die Welt gebracht haben, wird ständig darauf hingewiesen, dass „toxische Beziehungen“ auf Manipulation beruhen. Dann dauert es nicht mehr lange, bis das Wort „Machiavellismus“ fällt – gepaart mit Narzissmus und anderen Begriffen ähnlicher Art.

In der Psychologie wird Manipulation zur "dunklen Macht"

Die Aussagen hinterlassen den Eindruck, als ob „Manipulation“ eine Art Verbrechen sei, das in jedem Fall zu verachten ist. Ferner wird behauptet, dass sie Menschen, die dazu neigen, Psychopathen sind, die auf dunklen Pfaden wandeln. Gute Menschen manipulieren demzufolge nicht.

Doch stimmt das überhaupt?

Einfluss nehmen ist "Manipulation", egal ob offen, gezielt oder verdeckt

Manipulation ist vor allem die Möglichkeit, Einfluss zu nehmen. Einfluss? Influencer (Beeinflusser) verdienen einen Haufen Geld damit – und kaum jemand greift sie an. Dabei bedeutet das Wort Manipulation selbst nach der offiziellen Version „gezielt oder verdeckt Einfluss zu nehmen“ – und das ist genau das, was Influencer unter Einsatz ihrer Persönlichkeit tun.

Jeder Mensch manipuliert – mit unterschiedlichem Erfolg

Wir Alltagsmenschen (ja, du auch) manipulieren auf andere Weise: Indem wir leben, manipulieren wir unsere Umgebung. Wir können sie nicht einmal „nicht beeinflussen“. Die Manipulation kann in unserer Existenz, in unseren Handlungen, unserem Verhalten oder unseren Worten liegen. Sie kann von anderen weitgehend ignoriert, angenommen oder abgelehnt werden. Je nachdem, wie wir selbst „gepolt“ sind oder welche Beziehung wir zu den Manipulatoren haben, können wir gelobt oder bestraft werden, wenn wir uns manipulieren lassen oder wenn wir dies ablehnen. In der realen Welt fürchten wir oft die Nachteile, wenn wir uns nicht beeinflussen lassen. Gelingt dem Beeinflusser dieser Trick, um in unsere Persönlichkeit einzugreifen, so hat er beim nächsten Mal leichtes Spiel.

Manipulation - nur, wer sie erkennt, kann sie abwehren

Das klingt nicht gut, nicht wahr? Es ist aber leider die Wahrheit. Nur, wenn wir die Manipulation durchschauen, können wir sie abwehren. Und dies gibt uns dann die Chance, unser eigenes Spiel durchzusetzen.

Die Zimtzicke

Ziegen, Zicken, Zimt und Zickigkeit
„Diese verdammte Zimtzicke soll mir gestohlen bleiben“ - diesen Satz sagten die Herren vergangener Jahrhunderte recht oft über Frauen. Nehmen wir das Wort auseinander, so steht der „Zimt“ für wertloses Zeug. In diesem Fall also für eine Frau, die an sich ganz und gar wertlos für einen Mann ist.

Wie der Zimt an die Zicke kam

Über den Zimt ist zu lesen, dass er ursprünglich für Gold oder Geld stand. Etwas, das später „Zimt“ war, kann also vorher durchaus wie Gold geglänzt haben. Und wenn wir versuchen, die auf die „Zimtziege“ zu übertragen würden, dann wäre sie also eine Frau, die vorgibt, ein „goldenes Herz“ zu haben. Bei einer näheren Betrachtung stellt sich dann heraus, dass sie lediglich einige schreckliche Persönlichkeitsmerkmale hat, die sie irgendwann einmal mit Goldbronze übertüncht hat.

„Dark Traits“ mit Goldbronze überdeckt

Schließlich sieht man einer Frau auf dem Markt der Begehrlichkeiten kaum an, ob sie ihre „Dark Traits“ mit einem Goldüberzug versehen hat oder ob ein bisschen Goldbronze den gleichen Effekt erreicht.

Die Zicke ohne Zimt bleibt „zickig“

Bleibt noch die Zicke – also die erwachsene weibliche Ziege, deren Gebaren auf manches weibliche Wesen angewendet wird – auch ohne den Zimt. Der Begriff wurde in alten Schriften, soweit mir bekannt, für aufsässige oder unangenehme Frauen oder Mädchen verwendet. Doch auch andere Menschen können „zicken“, was letztlich bedeutet, „Anzeichen von Narrheit“ zu zeigen. Höflich ausgedrückt, würde man sagen: „Ein Mensch, der zickt, zeigt „eigenartige Verhaltensweisen“. Was uns wieder sagen soll: Das "Zicken" ist geschlechtsneutral, die Zicke aber nicht.

Die speziell menschliche Zicke ist, soweit ich erfahren konnte, weiblich, von Anfang 20 bis Mitte 30. Sie wäre nach der gängigen Definition eine „weibliche Person, die sich zickig benimmt (und) eine anstrengende, überhebliche Art hat.“

Kurt und bündig: Sie ist eine Frau, die wenig angenehme Eigenschaften hat, sich aber ständig in den Vordergrund drängt, um Aufmerksamkeit zu erregen.

Wenn eine solche Zicke Berühmtheit erlangt, wird sie oft als „Diva“ verehrt. Wenn nicht, fristet sie ein Dasein als „Drama Queen“, die ihre soziale Umgebung nervt, indem sie sich ständig neu in Szene setzt.

„Sozial korrekt“ ist diese Bezeichnung in keinem Fall. Heute versuchen die Menschen, das Verhalten der Zimtzicken und anderer Zicken „schönzureden“ oder zu entschuldigen. Doch wo liegt die die Wahrheit? Vielleicht hilft dir der Zickentest.

Der Zickentest

Um es auf den Punkt zu bringen: Natürlich darfst du gerne fragen: „Hey, warum bist du so eine Zicke geworden?“

Wenn sie wirklich keine Zicke ist, wird sie lächeln oder vielleicht sagen: „Ich komme damit zurecht.“ Wenn sie eine ist, wird sie dich beschimpfen oder verfluchen, bis du in den Boden versinkst.

Quellen: Unter anderem "Grimms Lexikon"hier unf an mehreren anderen Stellen, sowie DWDS für die Definition und mehrere andere, ähnliche Quellen.

Sehpferd war schwer zu erreichen ...

Einige Tage lang war ich auf allen "Sehpferdschen" Kanälen (vor allem auf allen Blogs) kaum noch zu erreichen. Ich hoffe, dass dies niemand bemerkt hat - doch wenn, dann bitte ich um Entschuldigung. Wie fast immer, habe ich die Probleme zunächst bei dem Teil gesucht, den ich verantworte – und erst dann habe ich mich an andere gewendet. In einer der letzten Nächte wurde das Problem nun erfolgreich gelöst.

Beste Grüße aus der Sehpferd-Provinz

Das einzigartige SEHPFERD
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Hamburger Wähler bleiben der Demokratie treu

Eine gute Regierung, die sich nicht zofft … das wünschen sich mittlerweile fast alle Deutschen. Insofern ist das Wahlergebnis in Hamburg ein gutes Beispiel für alle, die in erster Linie Bürger(innen) und Demokraten oder Demoklratinnen sind.

Wahlgewinn, Stimmenverlust und Zeitgeist

Dem Zeittrend folgend, hat die SPD ein wenig verloren – aber es sind eben nur 5,7 Prozent. Ebenfalls mit 5,7 Prozent weniger Stimmen und aus ähnlichen Gründen gehören die Grünen zu den Parteien, die Verluste eingefahren haben.

Gewinner aus demselben Trend waren CDU (8,6 Prozent), Linke und AfD.

Der Hintergrund - ein selbstbewusster Stadtstaat hat gewählt

Dies alles muss man vor dem Hintergrund der Stadt Hamburg sehen, die nach wie vor den Geist der Freiheit und der Demokratie wachhält. Dabei ergibt sich natürlich die Frage: Was ist mit der FDP? Sie kommt in manchen Darstellungen gar nicht mehr vor und verschwindet ebenso wie VOLT und BSW unter „Sonstige“. Die Antwort ist relativ einfach: Die FDP musste in Hamburg (anders als im Bund) schon oft ertragen, unter fünf Prozent zu fallen. Zunächst zwischen 1978 und 1986 und in den Wahljahren 1993, 1997 und 2004, 2008 und 2020. Im Grunde zeigt sich in den Wahlergebnissen, dass Hamburg schon lange auf die FDP verzichten konnte – auch wenn die Mehrheit der Bürger durchaus den Gedanken des „Freisinns“ in sich trägt.

Die CDU hatte schon bessere Zeiten in Hamburg

Betrachtet man den langfristigen Trend, so hat die CDU mit ihren jetzt eingefahrenen 20 Prozent allerdings gegenüber ihrer „Hamburger Blütezeit“ ein eher schwaches Ergebnis. 2004 hatte man in Hamburg schon einmal 47 Prozent – die FDP errichte damals sogar 10,9 Prozent.

Rechts und Links von der Mitte

Wann wählten die Hamburger Bürger(innen) Parteien (1) rechts von der CDU und Links von der SPD ? Die Älteren werden sich erinnern: 2001 stand die als „Protestpartei“ eingestufte „Schill-Partei“ bei 20 Prozent der Stimmen. Die „DVU“ wäre als ausgewiesene Rechtspartei 1997 beinahe in die Bürgerschaft (Hamburger Parlament) gekommen, und auch die REP war einmal nahe dran (1993).

Links von der SPD gibt es ernstliche Konkurrenz nur von der „Linkspartei“ („die Linke“), die seit 2008 dort wieder eine Rolle spielt.

Zusammengenommen: Glückwunsch an die Hamburger Bürgerinnen und Bürger, die den Blick nach vorne richten und weiterhin für Demokratie und Freisinn eintreten.

(1) Die Grünen zählen bei "Sehpferd" nicht zu den Parteien "links von der SPD".
Alle Zahlen (Irrtum vorbehalten) von Tagesschau.de.
Generell: Zum Zick-Zack-Kurs der FDP (Bundesweit seit 1945)