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Dem liberalen Geist eine Stimme geben - das ist sehpferd

Die CDU – Sprüche und Forderungen statt konkrete Aussagen

Die CDU – Sprüche und Forderungen statt Aussagen

Es ist eine Zeit der starken Sprüche – und offenbar nicht die Zeit für konkrete politische Aussagen.

Und also sagte Herrn Linnemann (CDU) laut „Tagesspiegel“:

Wir bereiten uns jetzt auf die Regierungsübernahme vor, wenn die Bevölkerung das will“, sagte Linnemann. Die CDU arbeite bereits im Hintergrund an einem Prozesshandbuch für den Fall von Verhandlungen über eine Regierung.

Der Herr Linnemann sollte besser den Wählern sagen, was seine CDU eigentlich aus Deutschland machen will. Klare Ansagen, was sie ändern will – und Schluss mit den üblichen Anschuldigungen.

SPD, Grüne und FDP - die Luft ist raus

Natürlich wäre es schön, wenn auch die SPD mal Farbe bekennen würde, wie sie sich die Zukunft Deutschlands vorstellen würde. Bei der FDP habe ich die Hoffnung längst aufgegeben, dass sie jemals für die Menschen im Lande spricht. Und die Grünen sind nun mal leider beim Wähler „untendurch“. Teils durch eigenes Versagen, teils durch Ideologien, andernteils aber auch durch die Hasskampagne, die von „interessierten Kreisen“ insbesondere im Osten geschürt wird.

Fakten statt Forderungen sind erwünscht

Also, lieber Herr Linnemann: Nicht Neuwahlen fordern, sondern erst mal liefern. Der Wähler erwartet, dass die CDU schon ein realistisches Zukunftsprogramm für 2025 hat – und nicht, dass man noch mühsam daran bastelt. Oder den Finger solange in den Wind hält, bis sich eine andere Tendenz als heute abzeichnet.

Und – ja, wir wüssten wirklich gerne, wie die CDU die Mehrheiten zustande bringen will, um komfortabel zu regieren. Und zwar jetzt – denn eine Mehrheit der CDU im Bundestag ist vorläufig nicht zu erwarten.

Wenn nach der Wahl ein Elefant im Raum steht …

Der Elefant in den Regierungsträumen der Christlich Demokratischen Union wird stets im Verborgenen gehalten. Und der Herr Spahn mochte auch nicht recht an ihn erinnert werden. Denn jener hatte bereits die „eigentliche Ursache“ für den Ausgang der Europa-Wahl gefunden: Die Ampel war schuld, dass die AfD so enorme Zuwächse verzeichnete. In seiner gewohnt überheblichen Haltung verwies er darauf, dass der Bundeskanzler eigentlich schon ausgespielt hätte und Neuwahlen wohl das Gebot der Stunde wären. (1)

Das interessierte einen Teil der Presse ganz besonders … da roch es doch eine Weile nach Neuwahlen, nicht wahr? Und als dann erst die Meldung aus Frankreich kam, dass Herr Macron Neuwahlen ausruft - … nun ja, da tanzten bei einigen Redakteurinnen und Redakteuren die Puppen bereits Charleston auf dem Redaktionstisch.

Der Westen ist Schuld ... na klar ...

Manche Kommentatoren und Kommentatorinnen mit Ostorientierung haben inzwischen festgestellt, was in Deutschland immer so gerne behauptet wird: “Wir sind nicht schuld.“ Und dann sind es eben nicht die unzufriedenen Wähler im Osten, die für den enormen Zuwachs der AfD die Verantwortung tragen, sondern die Ignoranten im Westen.

„In West-Blasen verharrende Parteispitzen verweigern sich noch immer der ostdeutschen Realität. Doch Weiter-so ist am Ende. Dies ist der lauteste Warnschuss.“

Auf dem Weg zum Wahllokal traf ich eine bodenständige Frau, die mir noch sagte: „Den meisten in Thüringen geht es doch gut“. Das stimmt zu einem großen Teil, aber ich habe es schon lange nicht mehr gehört. Die geistigen Einpeitscher rühren überall die Trommeln und reden den Menschen das Leben schlecht.

Da behauptet man besser, der Westen sei schuld. Das kommt bei den Leserinnen und Lesern im Osten immer wieder gut an.

Die Suche der Schuld bei den anderen

Die Reihe der Schuldigen lässt sich beliebig fortsetzen. Nur könnte es eben auch sein, dass man so lange „Schuldige“ sucht, bis sich niemand mehr verantwortlich fühlt.

Und übrigens: Der Elefant steht immer noch im Raum. Oder wie war das mit den möglichen Koalitionspartnern der CDU im Falle einer Neuwahl?

Quellen:

(1) Redaktionsnetzwerk Deutschland

(2) Berliner Zeitung

EU-Wahlen - sehr wichtig!

Wähler entscheiden


Das Wichtigste zuerst: Geht wählen.

Demokraten wählen


Das zweit Wichtigste: Wählt Parteien, die sich als demokratisch erwiesen haben.

Keine Feinde der EU wählen!


Und im Sinne der EU: Wählt keine Abgeordneten, die in Wahrheit EU-Feinde sind.

.Wählen - .. so sichern wir die Freiheit ...
Categories: demokratie, wählen | 0 Comments
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Gefühle - wer weiß wirklich, wie "WIR" fühlen?

Das Wissen in den Naturwissenschaften ändert sich schneller, als wir geahnt haben. Zwar treten einige Wissenschaftskritiker schon auf die Bremse, wenn von einer „Halbwertszeit“ von nur fünf oder auch nur 12 Jahren die Rede ist. Andererseits war von zwei Mal zwölf Jahren gerade mal das Jahr 2000.

Na schön – werfen wir einen Blick auf die Geisteswissenschaften. Deren Verfechter leben zum Teil noch nach dem Grundsatz, dass „grundlegende“ wissenschaftliche Erkenntnisse gar keine Halbwertszeit haben – sie gelten für immer und ewig.

Und die Psychologie? (Zitat)

In „einigen Disziplinen, wie etwa der klinischen Gesundheitspsychologie und in anderen klinischen Fächern, veraltet Wissen sehr schnell, nämlich innerhalb von sieben bis elf Jahren … in anderen Disziplinen, wie etwa der Psychoanalyse, bleibt der Wissensstand hingegen viele Jahre konstant (hier: 18 Jahre)."

Als ich ein junger Mann war, gab es eine Art „Revolution“ in allem, was die Psyche betraf. Die Kybernetik verschaffte sich durch einen Hintereingang Zutritt zur „Gesellschaft der versteinerten Denkweisen“ und revolutionierte sie für kurze Zeit.

Danach sprach man von Rückkoppelungen – das ist nicht mehr und nicht weniger als das Prinzip, aus dem Leben hervorgeht. Es war – und ist – die plausibelste Erklärung für allerlei merkwürdige Phantome des Menschseins. Kybernetik erklärt keinesfalls alles. Mir scheint jedoch, dass man die Erkenntnisse der technischen Wissenschaften udn der biologischen Fakten damit so schnell wie möglich wieder ausblenden wollte. Und falls es eines Beweises bedarf: die nächste Stufe war die Rückbesinnung auf Esoterik.

Denn nach und nach ginge man zu den ehrwürdigen Gralshütern zurück, wie etwa zu Sigmund Freud oder C.G. Jung. Und es war für mich keine Überraschung, dass die Psychobranche bald in Esoterik versank. Wer „links“ war, las plötzlich Wilhelm Reich, wer modern sein wollte, zitierte die humanistischen Psychologen, von den Carl Rogers noch der glaubwürdigste war.

Ich will euch nicht langweilen mit diesen Namen. Aber die Erkenntnisse aus alldem sollten eigentlich sein, nicht auf bloße Vermutungen und Beobachtungen hereinzufallen.

Fehlt der Psychologie oftmals die wissenschaftliche Grundlage?

Seit ich über Gefühle schreibe und die Hintergründe verstehe, habe ich meine Zweifel, ob die psychologische Theorie von Menschen überhaupt eine wissenschaftliche Grundlage hat. Und bevor es Proteste hagelt: Ich denke dabei nicht an die beiden Menschen, die gemeinsam für den Erfolg einer Therapie verantwortlich sind: Psychotherapeut und Klient.

Verbreitung von Unsinn über "uns" anhand eines veralteten Menschenbilds?

Nein, ich denke an den tausendfach verbreitetet Unsinn darüber, wie „wir Menschen sind“. Und ich denke an all diese Klischees, Zuweisungen und Etikettierungen, die „wir“ dabei ertragen müssen.

Wer ist eigentlich "Wir"?

Nur „wir“ wissen, wie wir uns fühlen – egal, ob nach einem medizinischen Eingriff oder als Klient, der mit seinem psychischen Wohlbefinden hadert. Und „wir“ waren und sind die Quellen, aus denen die meisten Helferinnen und Helfer ihr Wissen und Können schöpfen.

Die Gefühle? Gerade sie gelten als „ewige Wahrheiten“. Doch wer genau hinsieht, wird finden, dass nur grobe Fundamente, die uns die Natur mitgegeben hat, „auf ewig“ stehen bleiben. Der Rest ist ein Gemisch aus Dichtung und Wahrheit, Zeitgeist und Wunschdenken.

Zitat: kvh-journal"