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35 - eine Zahl ohne Wert

Wir dürfen uns wieder einer (dann immer noch) stark eingeschränkten Freiheit erfreuen, wenn ein wahrhaft willkürlicher Wert (der Inzidenzwert von 35) erreicht wird. Und nur dann dürfen Gewerbetreibende mit Publikumsverkehr wieder hoffen, wirtschaftlich zu überleben.

Ich habe schon machen Unfug gehört und brav den Mund gehalten. Doch nun war selbst der Bayrische Rundfunk verblüfft:

Die Perspektiven für Einzelhandel, Gastronomie, Kultur und Freizeiteinrichtungen bleiben vage. Sie werden in dem Beschluss nur angedeutet. Konkrete Daten für weitere Öffnungen gibt es nicht. Auch ist völlig unklar, wann eine stabile Inzidenz unter 35 erreicht werden kann.

Raubt die Regierung den Deutschen die Zuversicht?

Egal, was andere sagen: Das ist der Beweis für die Ratlosigkeit der gegenwärtigen Bundesregierung. Und die Ministerpräsidenten? Was passiert eigentlich mit einem Volk, dem man systematisch die Zuversicht raubt?

35 - nichts als ein Spiel mit einer willkürliche gewählten Zahl

Und eine Inzidenz unter 35? Ist das überhaupt realistisch? Oder ist das der letzte Rest bajuwarischen Eigensinns? Wir erinnern uns: Diese Idee stammt im Ursprung von Herrn Söder. Derzeit erreicht kein einziges Bundesland diesen Wert. Bayern auch nicht.

Gut - manche Prognosen sagen aus: Mitte März ist der ganze Zauber vorbei: Die Inzidenz könnte dann unter 35 liegen. Falls ... falls ... falls.

Und falls nicht? Die Gewerbetreibenden vor Ort werden nach und nach aufgeben - sie warten ohnehin noch auf die Hilfen, die vollmundig zugesagt wurden. Der Versandhandel wird boomen, aber die Innenstädte könnten zu Slums verkommen.