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25 Jahre Online-Dating

Noch recht rustikal - eine der Pioniere
Ich kann es selber kaum glauben: Seit etwa 25 Jahren gibt es Online-Dating - also ein Vierteljahrhundert. Kaum jemand dachte gegen 1995 daran, dass die Sache einmal ein Erfolg werden könnte: Über den Bildschirm einen Lebespartner zu suchen. Und selbst manche Gründer (und Geldgeber) hatten damals ihre Zweifel. War diese hakelige Flimmerkiste mit Absturzgefahr nicht so ein „typisches Männerding“? Gab es überhaupt Frauen, die einen Internet-Anschluss besaßen? Und was, um Himmels willen, wollten die (und auch wir Männer) eigentlich mit diesem neuen Medium?

Meine Forschungen am neuen Medium - online seit 2006
Webseite im Oktober 2000 von Match.com

Einige Jahre meines Lebens habe ich damit verbracht, das neue Medium zu erforschen und über seine Möglichkeiten und Grenzen zu schreiben. Erst gegen 2016 verlor ich nach und nach die Lust, mich mit dem Medium beschäftigen.

Zuvor hatte es eine kleine Revolution gegeben, die kaum jemand wahrgenommen hatte: die ultimative Kommerzialisierung der Branche. Sie ist einer der Gründe für die heutige Machtkonzentration auf zwei Riesen und einige verbliebene Zwerge.

Die ultimative Kommerzialisierung

Der Grund für die „ultimative Kommerzialisierung“ wurde 2010 erkennbar. Damals geriet die die Schlacht um die Fernsehwerbung in ihre heiße Phase. Damals gaben die Spitzenreiter der Branche sage und schreibe 107 Millionen Euro brutto an Werbung aus (Laut Nielsen Institut). Und als einige Unternehmen damit begannen, konnten andere nicht zurückstecken. Am Ende wurde der Konkurrenzkampf so groß, dass viele Unternehmen fusionierten oder an kapitalkräftige ausländische Investoren verkauft wurden. Inzwischen buhlen nur noch wenige „große Spieler“ um den Markt: Ein US-Unternehmen, das in Deutschland unter anderen Namen bekannt ist und und ein deutscher Medienkonzern.

Bilder (oben): conrcu.com Unten: Sammlung von archiv.org.