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Weißt du, was Intelligenz ist?

Die Philosophie ist sich nicht sicher, was Intelligenz wirklich ist. Nur die Psychologie sagt uns mit offener Arroganz, sie wisse genau, was Intelligenz ist – und dass es keine anderen Kriterien dafür gäbe als diejenigen, die sie selbst einst festgelegt hat.

Der Laie glaubt so etwas ungeprüft, zumal, wenn uns noch drei oder mehr wissenschaftliche Quellen untergeschoben werden.

Doch fragt man, wie Intelligenz genutzt wird, oder genauer, wie das Gehirn exakt damit arbeitet, wie es die richtigen Verknüpfungen findet und wodurch nicht vorhersehbare Variationen entstehen können, dann werden die angeblich so klugen Köpfe merklich unsicherer.

Keiner weiß, wie Intelligenz wirklich funktioniert

Weiß ich es? Nein. Niemand weiß es.

Es gibt Menschen, die künstliche Intelligenz erklären können. Das ist einerseits mühselig, und andererseits ist es oft nicht „Intelligenz“, die dann erklärt wird. Es sei denn, ihr meint, ein Teesieb sei deshalb intelligent, weil es zwischen Teeblättern und Flüssigkeit unterscheiden kann. Und dennoch: Künstliche Intelligenz, so schlecht sie auch programmiert sein mag, ist im Detail nachvollziehbar.

Menschliche Intelligenz ist es nicht. Man sagt, sie sei entstanden, um den vergleichsweise schwachen und hilflosen Menschen während der Evolution durch eine besondere Kraft zu stärken, die Intelligenz. Sie versetzt ihn in die Lage, Speerspitzen aus Stein zu hauen und Höhlenzeichnung zu erstellen, um die beste Jagdmethode zu dokumentieren. Nein, wir wissen nicht, welche der beiden Formen der Fertigkeiten mehr Intelligenz erzeugte und ob es die gleiche Intelligenz war, die dann durch Vererbung fortgeschrieben wurde.

Das Beste, was wir sagen können, ist: Wir wissen nicht, wie menschliche Intelligenz funktioniert. Wir haben Annahmen darüber, aber uns fehlt der Einblick.

Doch wer gibt schon zu, eigentlich nichts zu wissen?

Wer einen nachdenklichen Beitrag zur Intelligenz lesen möchte, sollte sich hiermit beschäftigen. Die letzten Sätze sprechen mir aus dem Herzen - und aus dem Verstand.

Samstags gehört Vati mir - frisch aufgebacken

Die SPD hat ein neues Thema: Sie pestet gegen Samstags-, Sonntags und Feiertagsarbeit. Angeblich habe diese Arbeit in den letzten Jahren „ein Ausmaß angenommen, das ein Umdenken dringend notwendig macht.“

Der liebe Herr Walter-Borjans hat ein wirklich märchenhaftes Verständnis von seiner Klientel. Ach, die Arbeiterschaft – „Samstags gehört Vati mir“ war 1956, und damals ging es um die die 40-Stunden-Woche.

Und wen betrifft es heute? Ich lese verblüfft (Zitat):

An mindestens einem Sonn- oder Feiertag im Monat waren 8,5 Millionen Menschen im Dienst. Viele der Betroffenen sind Selbstständige sowie Verkäufer, Pfleger, Kellner, Hotelangestellte oder Paketboten.

Aha. Ich denke mal, der größere Teil von ihnen wusste davon, bevor er diesen Dienst ausübte – außer vielleicht Paketboten. Und viele andere nehmen sich statt des Sonntags mal lieber einen Tag in der Woche frei, sammeln einen zusätzlichen Urlaubstag an oder versuchen dem Sonntagsfrust zu entfliehen, wenn sie Single sind.

Exorzismus

Warum wird Exorzismus eigentlich nicht verboten? Weil es zum abendländischen Kulturkreis gehört? Weil er einen Eingriff in die freie Religionsausübung darstellt?

Wer „glaubt“ eigentlich so etwas? Offenbar auch Protestanten. Einer von ihnen hat gerade verkündet,

Dass sexuell verunsicherten Jugendlichen gesetzlich jede bibelzentrierte Orientierungshilfe entzogen wird.


Bibelzentrierte Orientierungshilfe?“ Sollte sich ein Pfarrer nicht „menschenzentriert“ orientieren, wenn er sich schon anmaßt, etwas besser zu wissen?

Ich freue mich immer wenn …

… ihr diese Zeilen lest,
die Gedanken zwischen diesen Zeilen erkennt,
und euch selbst Gedanken dazu macht.

Und für alle, die Niederdeutsch lesen können, meine Weihnachtsbotschaft an Nachdenkliche:

Wihnachenobend
denn goht wie no boben,
denn pingelt de Klocken,
denn danzt de Poppen,
denn piept de Müs‘
in Grooßvadder sien Hüs‘.


Ähnliche Gedanken kamen mir schon vor zwei Jahren ...

(Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich mit "denn" richtig zitiere, weil ich denn "denn" für "dann" nur selten gehört habe. Ich meine, ich hätte die Geschichte, in der dieses Gedicht immer wieder vorkommt, mit "dor" als "dann" gehört.

Das Zitat soll von Rudolph Kinau, einem niederdeutschen Schriftsteller, stammen)

Nordstream Zwei

Nichts ist für Deutschland wirtschaftlich vernünftiger, als das Gas aus Russland über die Ostsee-Pipeline zu beziehen. Andere EU-Länder sehen das vielleicht anders. Die Argumente der USA gegen die neue Pipeline sind an den Haaren herbeigezogen, denn das Erdgas kommt heute schon aus Russland – über verschiedene Pipelines. Eine der Leitungen verläuft durch die Ukraine, die Slowakei und Tschechien und versorgt auf diesem Weg zahlreiche EU-Länder mit Erdgas, auch Deutschland. Wegen der Durchleitung durch die Ukraine gab es in der Vergangenheit mehrere Probleme, sodass einzelne Länder, die keine Bevorratung betrieben, Sorgen um ihre Energieversorgung hatten.

Sicher ist eine Abhängigkeit von Russland gegeben. Aber wie wollen die USA eigentlich die Gasversorgung in Europa sicherstellen, falls sie diese gerne übernehmen würden?