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Fast jeden Tag eine Blüte

Hübscher Gruß zum Vorfrühling
Meine Passionsblumen blühen sehr "individuell" - auch die gleiche Sorten. Diese blüht derzeit pausenlos im Winterquartier.Die anderen faulen noch vor sich hin oder bilden vor allem Blätter. Diese Blüte datiert vom 12. Februar 2019.

Dreiste Behauptung über Männer, Frauen und Partnersuche

Julia Dörr von der „Süddeutschen Zeitung“ bekommt ganz spitze Lippen, wenn sie schreibt: „Männer spielen das Spiel und Frauen müssen den Regeln folgen.“ Sie schreibt dies aus dürftigen Belegen heraus – genau genommen aus einigen angejahrten Buchtiteln, deren Relevanz äußert umstritten ist.

Wer wirklich weiß, was in der Partnersuche „abgeht“, der glaubt diesen Unsinn nicht: Männer müssen sich bei Weitem mehr anstrengen, eine Partnerin zu finden.

Andererseits verweist Sie auf einen Fernseh-Beitrag, der mit Klischees aufräumt, und das ist gut so. Die Historikerin Moira Weigel beispielsweise weiß selbstverständlich, dass schon immer versucht wurde, Frauen und Männer an den Markt zu bringen – inzwischen ist dies nur üblicher und öffentlicher geworden.

Und die „Abgehängten“ sind erstaunlicherweise „zu fünf Prozent Männer“. Wobei es gar nicht auf den Prozentsatz ankommt, sondern darauf, dass sich weitaus mehr als jene fünf Prozent inzwischen über die absurden Kriterien ärgern, die manche gut ausgebildete Großstadtfrauen als Maßstab anlegen.

Männer reagieren auf diese Situation gelegentlich unwirsch und aggressiv, andererseits aber auch mit Frust und Rückzug aus dem „Datingzirkus“. Die raffinierten unter den Männern, die von Frauen schnell gebrandmarkt werden, sagen sich hingegen: „Gut, wenn sie solche Ansprüche hat, dann soll sie mal weitersuchen – ich bin schon zufrieden, einen ONS mit ihr zu haben.“ Klar, dass aus dieser Konstellation neue Vorurteile erwachsen.

Ich mir nicht sicher, wer die Überschrift "Männer spielen das Spiel, Frauen müssen den Regeln folgen" in der „Süddeutschen“ aus dem Text entnommen hat. Sie ist jedenfalls reißerisch und sachlich falsch. Nichts Besonderes in der heutigen Pressewelt? Ja, leider.

MESH

Ich sage Ihnen lieber gleich, dass ich nicht der Experte für Mesh Technologie bin. Aber ich habe etwas Sachverstand, und der sagt mir: Bei den Testern ist ebenso der Wurm drin wie bei der Berichterstattung.

Warum Sie wahrscheinlich kein MESH brauchen

Zunächst einmal fiel mir auf, dass nahezu alle Bilder, die ich gesehen habe, ein Einfamilienhaus mit offenem Treppenaufgang darstellten. Und das sage ich: Wozu wollen die Leute eigentlich Mesh? Oder auch nur einen Repeater? Das geht doch alles mit einem „ganz normalen“ Router, wenn dieser nicht gerade im atomsicheren Keller steht. Und es gibt ja auch noch einfache Baumaßnahmen (Kabelkanäle?), von denen sich vielleicht noch einer nutzen lässt, oder nicht?

Warum MESH dennoch nützlich ist und was Sie stören könnte

So, und nun denken Sie mal an ein Mehrfamilienhaus. Da sieht die Sache ganz anders aus, zumal, wenn sie stockwerkübergreifend arbeiten wollen. Denn da kommt etwas dazu, was vielen Menschen Probleme bereitet: Funkwellen, frei übertragene optische Signale oder auch Töne folgen Gesetzen, die schwer einzuschätzen sind. Heißt; man muss eine Weile damit experimentieren, bevor man einen brauchbaren Kompromiss zwischen technischen Möglichkeiten, ästhetischen Vorstellungen und den berühmten „Tücken des Objekts“ findet, die sich nicht voraussagen lassen.

Also nun mal MESH. Wenn Sie Signale über drei Stockwerke übertragen wollen, dann sind das (im Altbau) durchaus schon mal über 10 Meter, diagonal noch mehr, und wie viel Wände, Decken, verborgene und sichtbare metallische Hindernisse überwunden werden müssen, ist wahrhaftig schwer einzuschätzen. Nun hat fast jedes ältere Mehrfamilienhaus einen Bereich, der durch wenig Decken und Wände getrennt ist: ein Treppenhaus.

Kurz und knapp: So habe ich MESH eingerichtet. Treppenhausnah, mit drei Stationen, die sicher noch wesentlich günstiger platziert werden könnten – aber dann schwindet die Ästhetik. Und außerdem renne ich nicht von früh bis spät mit Messgeräten herum, um die Ergebnisse zu überprüfen. Funktioniert es – gut. Funktioniert es nicht – nachbessern.

Die naheliegende Lösung funktioniert oft nicht optimal

Die erste Lösung, die Basis im ersten OG möglichst hoch zu setzen und den ersten Satelliten ungefähr auf der gleichen Position in geringer Höhe im dritten OG anzubringen, funktionierte übrigens nicht optimal. Deutlich besser geht es mit der gegenwärtigen Lösung, obgleich die einzelnen Funkstrecken nun erheblich länger geworden sind.

Also: Experimentieren hilft – auch wenn man „schimmerlos“ ist. Und dies trage ich noch nach: Oftmals sind die Empfangsgeräte mit fragwürdigen WLAN-Empfängern ausgestattet. Es liegt also nicht immer an Routern, Repeatern oder dem MESH-Netz, wenn nicht alles wie gewünscht „flutscht“.

Ich verwende übrigens eines der billigsten 2-Kanal-MESH-Geräte mit Basis und zwei Satelliten.

Zeiterscheinung: falsche Töne von falschen Eliten

Der Kolumnist Dr. Philipp Tingler entlarvt die Soziologin und Beststeller-Autorin Eva Illouz sowie den populistischen Erfolgsautoren Michel Houellebecq. Er schreibt (Zitat):

Illouz, wie Houellebecq eine typische Erscheinung der Zeit, die sie zu kritisieren vorgibt, singt seit rund 20 Jahren ein Lied davon, dass im spätmodernen Kapitalismus die Liebe auf die Prinzipien des Marktes heruntergekommen sei. Vor allem aufs Konkurrenzprinzip, was in erotischen Obsessionen bloss konsumistische Objektivierungen spiegelt und die Lust neben dem Kapital zum erbarmungslosen Differenzierungssystem mutiert hat.


Es ist erstaunlich, wie oft und wie schnell die Claqueure unter den Literaturkritikern auf das hereinfallen, was ihnen offenbar ganz bewusst zum Frass vorgesetzt wird. Schicke Kritik am Kapitalismus, Anfeindung der liberalen Gesellschaftsordnung – kurz ein elendigliches Bekritteln der Jetztzeit. Wer dabei sogar auf „1968“( Houellebecq) zurückgreift und diese Zeit wird alle Schwächen der Moderne verantwortlich macht, landet schon verdächtig nahe bei den konservativen, reaktionären Kräften, die sich durch die gesamte Rechts-Parteienlandschaft ziehen.

Und so vereinen sich Linke und Rechte zu einem gemeinsamen Lamento, und am Rande stehen sogenannte „intellektuelle Eliten“ und klatschen Beifall. Und das trifft leider nicht nur auf die genannten Autoren zu.

Vielleicht wäre es sinnvoll, einmal radikal umzudenken und die Eliten anderwärts auszumachen? Aus meiner Sicht wäre es wünschenswert.

Ein selbstbestimmtes Leben führen

Ich weiß nicht, was eine Bloggerkollegin dazu veranlasste, über „Fünf Dinge, die ich nicht mehr machen würde, um anderen zu gefallen“ zu schreiben. Aber es berührte mich, und deshalb will ich es aufgreifen.

Zitat:

Das Leben wird oft komplizierter, wenn man sich verändert – wenn man nicht mehr nach der Nase anderer Menschen läuft …Doch viel wichtiger ist eigentlich glücklich zu sein und das kann man nicht, wenn man sich verbiegen lässt und immer anderen nach dem Mund redet.


In Ihrem Blog verfasste sie zu den fünf Dingen einen eindringlichen Text. Steht sie damit allein? Auf keinen Fall. Hier meine Sichtweise.

Erwartungen

Es gibt Lebenszeiten und Lebensbereiche, in denen man nicht umhin kann, den Erwartungen anderer zu entsprechen. Wichtig erscheint mir, frühzeitige Verfahren anzuwenden und Meinungen zu vertreten, die nicht allen gefallen. Es wird immer Menschen geben, die dich für „meschugge“ oder „pervers“ halten, wenn du auch nur andeutest, dass es ein „Andersdenken“ gibt. Ignoriere sie. Du bist nicht auf der Welt, um allen anderen zu gefallen.

Selbstwert

Der „Selbstwert“ ist ein ebenso wichtiger wie oft missbrauchter Begriff. Er bedeutet nicht, seinen Wert aufzuputzen wie einen Christbaum, sondern ihn zu erkennen und weise einzusetzen – und ihn auch einmal vergessen zu können.

Perfektion

Passt eigentlich nicht so recht zu einem Menschenleben. Und ich sag das Gleiche wie fast alle klugen Menschen (siehe Quelle): “ Du musst nicht perfekt sein. Nur, wenn es wirklich darauf ankommt, solltest du alles geben, was dir möglich ist.“ Manchmal reicht allerdings auch weniger. Das beste Prinzip besteht darin, mit einem möglichst geringen Einsatz den größtmöglichen Erfolg zu erzielen. Man sagt dazu auch „Hebelprinzip“

Was andere von dir denken

Es kommt darauf an, ob du drauf angewiesen bist, was andere von dir denken. Ferner ist wichtig, was deine Kunden, Klienten oder andere Geldgeber von dir denken. Ansonsten gilt: Die Leute reden sowieso von dir –also kannst du fast alles tun, was du willst. Ein Teil findet es gut, einem Teil ist es schnuppe, und ein Teil regt sich darüber auf. Na und? Ein Tipp noch: Aus der Sicht der Psychologie gibt es ein „Selbstbild“ und ein „Fremdbild“, und normalerweise warnen Therapeuten davor, wenn das eine sich vom andren unterscheidet. Wenn das eine vom anderen abweicht, heißt das aber nicht automatisch, dass dein Selbstbild „falsch“ ist. Es ist nur anders.

Sich beweisen

Seine Kernkompetenz sollte man wirklich ständig unter Beweis stellen können. Alles andere muss man nicht beweisen, posten oder präsentieren. Es gibt viel zu viele Menschen, die vom Wissen unbeleckt sind und anstelle ihrer Kennerschaft lieber eine Meinung auf den Lippen führen. Es ist das gute Recht jedes Menschen, eine Meinung zu vertreten. Da heißt aber nicht, dass diese Meinung wirklich bedeutsam ist.

Fazit

An seinem Selbstbild festzuhalten, selbst, wenn es andere nicht teilen, ist nichts für Feiglinge. Die Möglichkeit des Andersseins erfordert Mut und Konsequenz. Ich halte es da mit Fritz Perls: „Ich bin nicht auf der Welt, um so zu sein, wie ihr mich gerne hättet.“