Skip to content

Blödsinn über Dating-Apps

Über Dating-Apps wird gegenwärtig der gleiche Unsinn verbreitet wie vor 10 oder 15 Jahren über Online-Dating: Diese Kennenlern-Methode würden nicht nur das gesamte Liebesleben verfälschen, sondern auch die soziale Komponente der Liebe aushebeln. Nun glauben ähnliche Kritiker darüber hinaus, die Dating-Apps würden zu ONS, sexuell übertragbaren Krankheiten, sozialen Verwerfungen, dem Konsum von Sex und – am Schlimmsten – zu unerwünschten gesellschaftlichen Veränderungen führen.

Dating-Apps - was bedeuten Sie wirklich?

Sicher – Dating-Apps sind nicht unbedingt etwas Glorioses, das die Menschheit weiterbringt. Sie dienen dazu, zu sagen: Ich bin hier, am Markt, zwar nur bedingt verfügbar, aber interessiert. Das ist eigentlich dasselbe, was junge Frauen und junge Männer seit jeher tun: Sich dorthin begeben, wo die Chance besteht, jemanden zu treffen, und ihn möglichst schnell an den Tisch und ins Bett zu bringen.

Die vorgetäuschte Vielfalt

Mit einem Unterschied, auf dem alle herumreiten: Da soll es angeblich eine „Vielfalt“ geben. Und wenn der eine genügend abgelutscht oder die eine genügend ausgelutscht, dann, so wird behauptet, würden die jungen Frauen und Männer nachsehen, ob es nicht noch jemandem gäbe, der attraktiver wäre. Die sogenannten Fachleute wissen natürlich längst, dass die Apps die Wurzeln des Übels in sich tragen: Sie verführen die jungen Menschen (vor allem junge Frauen) sich viel zu schnell jemandem hinzugeben, ohne vorher nachzudenken. Oder sich eine Weile an dem betreffenden Kerl (oder der Maid) zu bedienen und dann abzuservieren.

Luzifer, der Kapitalismus und alle anderen, die "Schuld" sind

Wen es nicht die Apps sind, ist es die ganze Gesellschaft – und dort sitzt Luzifer im Kapitalismus, wie eine einschlägige tätige Soziologin immer wieder predigt. Und auch die „Paarberater“ (warum eigentlich die?) stoßen Kassandrarufe aus: Wenn das so weitergeht mit diesen Apps, mit dem Kapitalismus, mit der Spaßgesellschaft oder der sexuellen Begierde, dann ist Deutschland bald verloren. Falls unser Land nicht, wie die Edelchristen vermuten, bald daran zugrunde geht, dass wir alle schwul werden – durch den neuen Sexualkundeunterricht.

Es liegt nie an uns selbst - wie schön für uns, nicht wahr?

Es muss eben immer an „etwas anderem“ oder „an den anderen“ liegen – es kann gar nicht sein, dass es an uns liegt, nicht wahr?

Der größte mentale Betrug, den auch Journalistinnen und Journalisten unterstützen, ist die Behauptung, es gebe online „unendliche viele Partner“. Die Behauptung zeugt von Unkenntnis, Praxisfremdheit und nicht zuletzt davon, niemals nachzudenken, bevor man in die Tasten greift.

Richtig ist, dass es rechnerisch sehr viele Singles gibt. Unrichtig ist, dass diese in einem vertretbaren Umfeld einer Kleinstadt wohnen oder im gewünschten Alter sind, die erwünschten Eigenschaften haben oder den entsprechenden sozialen Status. Außer für einen ONS, der leichter zu finden ist als früher, ist es für fast alle Männer und manche Frauen schwer, eine Partnerin oder einen Partner zu finden, vor allem für

- Frauen über 40.
- Männer unter 25.
- Schlecht ausgebildete Männer.
- Extrem gut ausgebildete Frauen.


Marktgegebenheiten werden unterschätzt

Wer etwas anders behauptet, möge es beweisen und nicht einfach in die blaue Luft hineinfaseln. Denn das Märchen von der Vielzahl passender Partner wird nur dort wahr, wo das Angebot größer ist als die Nachfrage. Und im Dating-Markt ist es so, dass die Nachfrage im Bereich der „besten Eigenschaften“ immer wesentlich größer ist als das Angebot. Und je weiter jemand von der Großstadt entfernt lebt, je mehr Wünsche er im Gepäck hat und je weniger er bereit ist, den Standort zu wechseln, umso schlechter wird es für ihn oder sie.

Ich bin Eric Hegmann dankbar, etwas Sinn in die Diskussion gebracht zu haben. Ander hatten entweder nicht den Mut oder die Erfahrung, die Wahrheit zu sagen. Denn: Nicht die App erzeugt die Bedürfnisse und Schwierigkeiten, sonder Menschen mit übertrieben Bedürfnissen nutzen Apps und kommen dadurch in Schwierigkeiten.

Hiwweis: ich habe heute einen ähnlichen Artikel für die "Liebe Pur" geschrieben.

Gefährliche Spammer durchdringen E-Mail-Sperrfilter

Kein Spamfilter kann uns vor dieser Email retten:

Sehr geehrte Damen und Herren,

Nachfolgend finden Sie die aktuelle Notausgangskarte.

Notausgangskarte.

Mit freundlichen Grüßen
Marie xxx,
Immobilienverwaltung


Lassen Sie die Finger davon! Wenn es wirklich so etwas geben sollte, dann schicken Immobilien-Verwalter dergleichen per Post.