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Honor 10 - das Drähtchen ins Loch

Das rechte "Werkzeug" ging - es wurde allerdings nicht mitgeliefert
Die SIM-Karte befindet sich neuerdings im Verbogenen, nennt sich Nano-SIM und wird mithilfe eines Schlittens eingebracht. Nur – der muss erst mal raus, bevor er wieder rein kann. Das verfluchte Ding kommt aber nicht raus – nicht mit dem beigefügten „Tool“, einem winzigen Stahldrähtchen mit Griff. Das konnte ich hineinstecken, wie ich wollte – nix geschah. Oh, der Hersteller gab noch den überaus freundlichen Hinweis, dabei vorsichtig zu sein, um den Lack nicht zu beschädigen. Wie freundlich von ihm. Nur aufgehen sollte das verflixte Fach eben.

Nach gut 20 Versuchen wollte ich aufgeben. Das Honor 10 (um ein solches handelt es sich) war schon wieder verpackt, als ich mich auf meine Problemlösungskompetenz besann.

Das Internet war voller Müll von lauter Wichtigtuern. Es gibt gar Videos (mit vorgeschalteter Werbung), wie man die Karte einsetzt. Doch leider sind „moderne“ Suchmaschinen so konzipiert, dass sie nicht das Wichtigste oder Zutreffendste an an den Anfang stellen, sondern das, was am meisten schmückt. Das wissen alle Menschen, die nach Softwarelösungen suchen – die wirklich interessanten Lösungen stehen selten auf der ersten Seite der Suchmaschinen. Vielmehr findet man dort zweifelhafte Foren, auf denen Besserwisser ihr Unwesen treiben.

Und doch – einer der Hinweise betraf das Universalwerkzeug des 20. Jahrhunderts – die Büroklammer. Und schon hatte ich eine in der Hand, als ich mich dunkel erinnerte, dass in meinem alten HONOR doch auch so ein „Tool“ gesteckt hatte, und dass es damit eigentlich damals ganz leicht ging.

Gesagt, gepikst – der Schlitten fuhr mir entgegen. Demnächst werde ich die Nano-Karte einsetzen.