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Die Kanzlerin, ihre Lieblingsmoderatorin und das letzte Gefecht

Heute, beim Frühstück, entfuhr mir ein Lapsus Linguae. Es kann sich natürlich auch um einen Freudschen Versprecher gehandelt haben. Die Zeitung aufschlagend und noch nicht wissend, was die Dame Merkel gestern der Dame Will erzählte, entfuhr mir doch: „Ist die Kaiserin nun völlig ...“ Das letzte Wort schreibe ich nicht, weil es lediglich zum Hausgebrauch geeignet ist.

Nun, es handelte sich um folgende versteckte Drohung an die Adresse der Länder:

Die Kanzlerin deutete an, dass der Bund tätig werden könnte, wenn die Länder nicht die nötigen Maßnahmen ergreifen sollten. Wenn dies nicht "in sehr absehbarer Zeit" geschehe, müsse sie sich überlegen wie sich das vielleicht auch bundeseinheitlich regeln lasse.


So etwas sagt man seiner Lieblingsmoderatorin (Anne Will, ARD) nicht, falls man es nicht ernst meinen sollte. In der ARD hieß es heute, Merkel habe „wie eine strenge Lehrerin“ gewirkt - was nur bedeuten kann, dass sie die Ministerpräsidenten für renitente Schüler hält. Ob das nun als „letztes Gefecht“ der Kanzlerin angesehen werden darf (oder gar soll)?

Allerdings wäre anzumerken, dass der Kaiserin neue Kleider abermals nicht viel wert sind: „Mehr Einschränkungen gleich weniger Infektionen“ ist deshalb nicht schlüssig, weil ohnehin niemand mehr das Infektionsgeschehen überblickt. Man vermutet die Mehr-Infektionen in den mittleren Jahrgängen - darüber gibt es Zahlenwerke. Aber was folgt daraus?

Vermutlich wird es in den nächsten Tagen mal wieder ein Riesengeballer mit Argumenten geben. Nur eine scheint mir sicher: Je mehr sich die Kanzlerin ein Denkmal als „eiserne Lady“ setzen will, um so schlechter werden die Chancen für die CDU.

Immerhin kann ich mich irren. Und ich weiß nicht einmal, ob ich mir das wünschen soll.

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