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Keine Lösungen für niemanden zum Frauentag?

Ada Augusta Lovelace, Mathematikerin, gilt als Erfinderin der Programmierung von "Computern"
Zum Frauentag gibt es von mir nur eines: Weniger über „Frauen als solche“ reden und mehr davon zu sprechen, was einzelne Frauen geleistet haben. Denn anders als bei dem Gendergeschwätz zählt in Wahrheit das, was eine Person auszeichnet - geistig, sozial und emotional. Und auch, gegen welche Widerstände sie sich durchsetzen konnte - Luxusmännlein und Luxusweiblein mit reichen Eltern zählen dabei aus meiner Sicht nicht so sehr wie jene, die um ihre Erfolge kämpfen mussten.

Die gegenwärtige Diskussion lebt davon, Vorurteile zu stärken und die Schuld herumzureichen. Mal an Frauen, mal an Männer, mal an den Kapitalismus ... jede(r) nach eigenem Geschmack.

Was hat nun Britney Spears damit zu tun?

Und manchmal, warum Feministinnen eigentlich nicht oder eigentlich doch Fans von Britney Spears sein dürfen. Ehrlich gesagt, war mir der Name längst entfallen, und ich musste bei Wikipedia nachlesen, wie toll diese Frau ist. Bisher hatte ich sie immer für eine Nachfolgerin von Florence Foster Jenkins gehalten, hörte aber jetzt, dass sie immense Erfolge feiert. Und wer Erfolg hat, der ist ohnehin außerhalb jeder Diskussion. Erfolg erschlägt Argumente.

Warum Show-Geschäft? Warum nicht Ingenieurwesen?

Übrigens bin ich ein überzeugter „Fan“ von Ada Augusta Lovelace. Aber das nur nebenbei. Vielleicht könnten „Frauen“ auch mehr Programmiererinnen, Mathematikerinnen oder Ingenieurinnen in den Vordergrund stellen statt Pop-Stars.

Frauen gegen Frauen und noch die UNO ...

Und wie geht es nun wirklich, Frauen zu würdigen? Ich las dieser Tage einen Artikel, der sich mit Personen wie Britney Spears, Lindsay Lohan und Paris Hilton beschäftigt - zum Frauentag. Fehlte eigentlich nur noch Tila Tequila.

Das Interessante daran war, das der Artikel, der zum Frauentag überall herumgereicht wurde, die UNO-These „Fast 90 Prozent aller Menschen haben Vorurteile gegen Frauen“ stützt und interpretiert. Falls die Zahlen nicht unbewusst manipuliert wurden: Wie könnten wir da herauskommen, denn genau das wollen wir dich gemeinsam erreichen, nicht wahr?

Klischees aus der Soziologie - allzeit wohlfeil

Und genau an dieser Stelle, an der Lösungen gefragt sind, werden soziologisch eingefärbte Klischees bemüht, die ich nun zitieren will:

Dass Frauen auch sexistisch sind, ist keine Entschuldigung für den Sexismus der Männer. (...) Stattdessen zeigen internationalisierte Misogynie oder internationaler Sexismus, wie aufwendig es ist, sich aus diesen Strukturen zu lösen.
Gut - das kann jemand meinen, denken, aufschreiben und veröffentlichen. Aber es ist weder eine Erklärung noch ein Ausweg, sondern eine Art Versteinerung des Zustandes. „Internationale Misogynie“ und „internationaler Sexismus“ sind uns räumlich nicht nahe genug, und zudem entzweien solche Begriffe. „Misogynie“ beispielsweise ist ein Begriff, mit dem Frauen als „unwertig“ oder „minderwertig“ abgestempelt werden. Ich bin mir bewusst, dass es „Männerkreise“ gibt, die dies ernsthaft behaupten, insbesondere in den Hassnetzwerken, die sich selbst so gerne „soziale Netzwerke“ nennen.

Sich nicht den Soziologen beugen - und auch nicht dem Internet

Aber wir sollten nicht den Fehler machen, uns der Herrschaft der Soziologie unterzuordnen. Und wir sollten auch nicht glauben „das Internet sei die Realität“ - was offensichtlich nicht nur im „Tatort“ vorkommt, sondern auch in den Köpfen zahlloser Menschen.

Und insofern - ich kann es nur nochmals sagen - bewundere ich Ada Augusta Lovelace. Und belächele jene, die ihre Ideologien küchenfertig aus dem Internet beziehen. Also weder Frauen noch Männer noch „Diverse“, die das tun.

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