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Spargelsaison: Qualität bedenklich, Preise enorm hoch

Letzte Woche lief die Spargelsaison aus. Die letzten, eingekauft als „erste Wahl“, erwiesen sich zu 20 Prozent als qualitativ bedenklich - ich vermeide das Wort "Ausschuss". Das ist mehr, als ich von den ohnehin schlampig sortierenden Spargelbauern hierzulande erwarte.

Stutzig machte mich jedoch ein Interview. Im Allgemeinen, so der Tenor, sei man mit der Ernte zufrieden. Und gelobt wurde nicht nur der anfängliche Einsatz freiwilliger Erntehelfer, sondern auch das Bemühen der Regierung, die „üblichen“ Spargelstecher doch noch einzufliegen.

Also alles in Butter, nur auf etwas niedrigerem Niveau?

Nein - am Ende kam noch heraus, dass am „Stand am Straßenrand“ etwas nicht stimmt: Die Bauern behaupteten, die Gastronomie als Kundschaft sei ihnen „nahezu komplett weggebrochen“.

Nun bekommt aber die Gastronomie in „normalen Zeiten“ oftmals die Sortierung „Extra“, weil man dem Gast nicht anbieten mag, was die Hausfrau noch auf den Tisch bringt.

Woran sich wieder einmal zeigt: Der Kundin oder dem Kunden am Straßen-Stand kann man jeden Blödsinn erzählen - man kann die holzigen Teile ja herausschneiden, die braunen Flecken abschälen, und den Kunden beschämen mit „die wachsen eben so krumm“.

Und man kann durchaus einen Preis dafür verlangen, der erklärt, warum der Spargelbauer in dieses Jahr kaum Verluste hatte: Eher durchschnittliche Qualitäten wurden zu Höchstpreisen verkauft.

Und der Kunde? Wieso Kunde? Der Bauer hat keine Kunden. Er versorgt die Bevölkerung mit Nahrungsmitteln. Sagen jedenfalls die Interessenverbände.

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