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Eine Welt voller falscher Berater – und etwas über Blogs

Ich diene ... meinen Lesern - wem denn sonst?
Wenn jeder Berater wenigstens einmal im Leben in den Untiefen des Alltags gefischt hätte, wäre es besser um all diese sogenannten „Experten“ bestellt, die uns alles andrehen wollen, was sie reich und uns arm macht.

Besonders aktiv sind diese Berater in Bereichen, die sehr sensibel und manchem von uns peinlich sind: männliche Potenz, weibliche Verführungskraft, Gesundheit, Reichtum, Partnersuche und vieles mehr.

Berater sein heißt nicht unbedingt, etwas zu wissen

Wenn Sie ein Mann sind und keine Frau finden, dann bieten sich Ihnen sogleich „Experten“ an, die Ihnen DVDs, Bücher, Kurse oder Programme verhökern wollen. Sie alle haben vor allem ein Ziel: Mit ihren Produkten oder mit ihrem Handeln Geld zu verdienen. Nun ist „Geld verdienen“ nicht ehrenrührig – es sind die oft reißerischen Angebote von Single-Börsen, Single-Beratern , Dating-Experten oder Single-Experten. Ich will es auf einen Nenner bringen: Es gibt für kein individuelles Problem auf dieser Erde eine pauschale Lösung. Und für manche Probleme gibt es gar keine Lösung.

Das Blogsterben - inzwischen im Internet auch ein Beratungsthema

Neulich habe ich (zuerst in englischer, dann in deutscher Sprache) nach dem „Blogsterben“ beziehungsweise nach den Gründen gefahndet, warum Menschen Blogs aufgeben. Dabei fand ich sofort Suchmaschineneinträge, in denen „Experten“ Hilfe anboten. Und wieder ist es genauso, wie es auch bei den übrigen Themen ist: Es ist wesentlich einfacher, mit Ratgeber-Seiten wirtschaftlichen Erfolg zu haben als mit dem Rat, den sie verkünden.

Das Blogsterben - eine Folge des Verdrängungswettbewerbs?

Das Blogsterben ist ein bekanntes Phänomen. Es beruht allerdings im Wesentlichen darauf, dass sie kapitalstarken Verleger einerseits und die ebenso aggressiv tätigen sozialen Netzwerke das private Blog in den Hintergrund drängen.

Nun ist es nicht schade, wenn Lieschen „Lulu“ Bloggerbeispiel nicht mehr auf ihrem Blog posten will, mit wem sie ins Bett geht oder aufwacht und ob es die gleiche Person war. Sie ist (dankenswerterweise) dahin abgewandert, wo man sich dafür interessiert.

Private und unabhängige soziale oder politische Blogs - versinken sie im Schlick?

Doch die vielen Blogs, die tatsächlich noch einen Sinn haben – und sei es nur, um persönliche Konflikte aufzubereiten und zu teilen, die versacken im Schlick der Ignoranz.

Politik? Freiheit? Gesellschaftliche Konflikte? Ach, bitte nicht. Es gibt inzwischen eher eine „Presse-Berichtserstattung“ über die Fake-Datings im Privatfernsehen als ausführliche Dokumentationen, was ein Austritt aus der EU bedeuten würde.

Stattdessen – Schwätzer allenthalben. Wissen ist Macht - nichts wissen macht nichts und mitreden kann man überall, nicht wahr?

Ich bin Blogger - ich diene keinem Herrn

Nun gut. Ich bin Blogger. Ich diene niemandem außer meinen Lesern. Und das finde ich inzwischen wirklich anerkennenswert. Da klopf ich mir mal selbst auf die Schulter.

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