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Ich wäre so gerne ein Hold – oder besser doch nicht?

Ach, die Unholde sind unter uns, die bösen, bösen Menschen, die alles anderes hold sind. Hold sind ihnen eben nur ihre verbohrten Ideologien. Ich verzichte gerne darauf, Namen zu nennen.

Nun, gelegentlich war (udn ist) mir jemand hold. Eine Dame, ein Gönner, ein Kunde. Wäre sie oder er mir unhold, so besäße ich nicht ihre oder seine Gunst. Und sehen Sie – selbst ich kann nicht auf die Gunst einzelner verzichten, wenngleich ich nicht um die Gunst zu buhlen bereit bin.

Und doch wäre ich gerne ein Hold, und eigentlich bin ich es längst, weil ich kein Unhold bin. Doch was wäre ein Hold?

Holdinnen, so weiß es der Dichter, haben ein weiches Herz, doch wäre anzumerken, dass sie möglicherweise nur dem hold sind, der seine Geldbörse für sie öffnet. Wäre ich also ein Hold – oh nein, dann bitte doch nicht. Obgleich Schriftsteller meiner Art ja stetig jemanden benötigen, der ihnen hold ist.

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