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Wer glaubt eigentlich noch der CDU?

Nein - ich bin auf keinen Fall ein Freund der Linkspartei. Aber ich bin ebenfalls kein Freund der Menschen, die auf jeden Fall verhindern wollten, dass Thüringen eine funktionsfähige Regierung bekommt. Und vor allem: Ich verachte Menschen, die keine Verantwortung übernehmen wollen, wenn es nötig ist. Und das heißt: Ich verachte nun auch die CDU, die Junge Union und diejenigen Teile der Presse, die sich als CDU-Speichellecker erwiesen.

Wir werden dieser Tage wieder ein paar Arroganzkönige der Bundes-CDU sehen, die sich vor den vorgehaltenen Mikrofonen rechtfertigen - es lohnt sich meiner Meinung nicht einmal, mehr, ihnen zuzuhören.

Denn hätte es jetzt Neuwahlen in Thüringen gegeben, dann wäre die CDU so tief in den Keller gesackt wie noch nie zuvor - und das wusste die Berliner CDU recht gut. Und unter diesem Gesichtspunkt wird heute jedes Wort aus CDU-Mündern zu bewerten sein, dass in irgendein Mikrofon geblasen wird.

Erfurter Posse - Berliner Posse

Die CDU weigert sich, für die Politik in Thüringen in irgendeiner Weise Verantwortung zu übernehmen. Das ist der eigentliche Skandal von Erfurt, der seinesgleichen sucht.

Zitat (T-online):

Unsere Demokratie und die Menschen in Thüringen verlangen zu Recht, dass die politischen Mandatsträger verantwortungsvoll mit ihrem Mandat umgehen. Genug ist genug. Seit zwei Wochen weicht die CDU nur aus. Das ist zu viel.
Wer nach Berlin schaut, erlebt gegenwärtig ein Chaos anderer Art: Viel zu viele wollen mitreden, wenn es um den „neuen“ Kanzlerkandidaten geht. Und jeder glaubt, etwas enorm Wichtiges dazu beitragen zu können. Doch in Wahrheit ist es, wie CICERO richtig schreibt, die Geschichte eines Totalversagens der CDU und ihrer Führung.

Keine Schadenfreude angebracht

Das ist wirklich nicht lustig, sondern zeigt, dass man in der Union nicht mehr staatsmännisch denken kann, sondern glaubt, sich auch noch in der Krise der Partei Kapriolen aller Art leisten zu können.

Sollte dieser Unfug noch ein paar Wochen anhalten, so wäre die CDU weg vom Fenster. Und es ist keinesfalls so, dass sie niemand vermissen würde.