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Der Fug - kein Unfug

Ich habe meinen Fug gefunden, mehrmals.

Wenn ich das sage, so ist es eine Berufung, ein Wunsch, eben ein Fug. Doch der Fug könnte auch eine Gelegenheit sein, zum Beispiel, wenn ich die Chance des Moments nutze, um Fug zu erlangen, also eine Art Erfüllung. Doch der Fug entsteht auch dann, wenn etwas „passt“: Dann sagt man „nach Fug und Nutzen.“ Einen Roman kannst du zum Beispiel schreiben, wenn du Fug und Zeit hast. Und nicht zuletzt steht der Fug auch für den Sinn. Wer „Fug und Macht hat“, der versteht es und hat auch die Macht, es umzusetzen.

Fug und Recht - nach herrschender Sitte und Gesetzeslage

Statt „nach Sitte und Ordnung“ zu sagen, spricht man oft von „Fug und Recht“, wobei Fug nicht einklagbar ist, Recht aber schon. Dann ist mit „Fug“ die Schicklichkeit gemeint, also die gesellschaftlichen Regeln. Wenn ich also sage, dass ich etwas mit „Fug und Recht“ behaupte, und es ernst meine, dann setze ich darauf, mich sowohl an eine ungeschriebene gesellschaftliche Vereinbarung zu halten wie auch an das geschriebene Recht. Wir kennen den „Fug“ heute größtenteils nur noch in Kombination mit dem Recht, was dazu führt, alberne Sätze zu bilden wie:

"Ich kann wirklich mit Fug und Recht behaupten, tolle Eltern zu haben" oder.
„Man kann also mit Fug und Recht von einem Sommer der Stars sprechen.“


Beide Sätze sind reine Meinungen, in denen weder „Fug“ noch „Recht“ zu finden ist.

Oder sagen wir einfach: „Diese Sätze sind Unfug?“ Denn obgleich vom „Fug“ nicht viel übrig geblieben ist, begleitet uns doch der „Unfug“ jeden Tag. Das Wort nutzen wir gerne, wenn sich für uns nichts fügt. Und mal ehrlich: Fügt sich für euch derzeit alles?

Marginalien: Der neueste "Duden Korrektor" motzte das Wort "Fug" heftig an.

Gender-Forschung – nichts als eine Glaubensgemeinschaft?

Gender-Fortschung ist eine Forschung ohne konkrete wissenschaftliche Grundlage. So etwas nennt man sonst eine „Glaubensgemeinschaft“, und wie alle anderen Glaubensgemeinschaften, können Sie Fluch oder Segen für die Menschheit sein - solange sie nicht versuchen, zu missionieren.

In CICERO, eine Zeitschrift, die man mögen oder hassen kann, die aber gelegentlich mutig gegen den Strom schwimmt, kann man lesen:

Nun, eine so demaskierte Glaubensgemeinschaft schlägt zurück. Am besten in einer konzertierten Aktion. Wie man das macht? Ganz einfach: Indem man Tatsachen abstreitet, Kritiker diffamiert und sich bemüht, angeblich falsche Vorwürfe zu entlarven. Und wenn die entsprechenden Vorwürfe gar nicht falsch waren, dann muss man Logik und Wissenschaft so lange strapazieren, bis das keinem mehr auffällt.


Gemeint ist die Gender-Ideologie, die wie eine ganz normale Wissenschaft an Universitäten gelehrt wird. Na schön, die Lehre ist frei, und nachdem sie manche Irrtümer mannhaft (oder frauhaft?) weggesteckt hat. Ist sie auch weitgehend resistent gegen Kritik geworden. Man forschelt so vor sich hin, ob sinnvoll oder nicht – wenn juckt es?

Geisteswissenschaften - begrenzt wissenschaftlich

Die Geisteswissenschaften sind ohnehin auf dem absteigenden Ast – vieles von dem, was sie je angenommen oder verbreitet haben, ist ein Konglomerat von Annahmen, Behauptungen, Glaubenssätzen und sehr, sehr wenigen Tatsachen, die den Tag überdauern. Und um es klar zu sagen: Die Krone der Wissenschaft gebührt ihnen ohnehin nicht.

Es gibt ohne jeden Zweifel auch im Bereich der Geisteswissenschaften Forschungsgebiet, die lohnend sind. Zu erforschen, wie wir lernen und verlernen, und wie wir mit dem Erlernten umgehen, ist unglaublich wichtig.

Natur, Ökonomie des Lebendigen und Kybernetik als Alternative

Doch wo es neben der Geisteswissenschaft eine vergleichbare Naturwissenschaft gibt, kommen wir an der Priorität des Lebendigen nicht vorbei – hier benötigen wir Tatsachen. Die Biologie des Menschseins, des Denkens und Handelns ist zwar noch wenig erforscht, aber dennoch müssen wir diese Forschung jenen überlassen, die nach Fakten suchen und nicht jenen, die Meinungen verbreiten. Was wir wirklich tun sollten, ist, die Denkprozesse, die daraus folgende oder verweigerte Kommunikation und deren Folgen für die menschliche Entwicklung zu untersuchen.

In der Gehirnforschung sind wir heute, was das Denken betrifft, noch auf dem Stand der Alchemisten, über Kommunikation im Sinne der Entstehung, Übermittlung und Verarbeitung von Zeichenfolgen forschen nur weinige. Und wenn Sie heute einem Forscher sagen, dass ein Zusammenhang zwischen der natürlichen Entwicklung, der Ökonomie und der Kybernetik besteht, lassen sie entweder Kopfschütteln oder Fragezeichen zurück.

Jeder Hund weiß besser, was das Geschlecht bedeutet

Und das Geschlecht? Es ist nicht beliebig definierbar. Jeder Straßen-Köter könnte ihnen das sagen, wenn er sein Revier abschnüffelt und markiert. Nur das menschliche Gehirn verbiegt Tatsache nach belieben.