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Feindbild SUV

Wenn Grüne, die Deutsche Umwelthilfe und die Edel-Kolumnisten der Presse einmal einer Meinung sind, dann ist es Zeit, mal kräftig dagegenzuhalten. Gemeint ist der SUV. Und dieser SUV ist weder ein Panzer noch das, was der Name eigentlich sagt: ein „Sport Utility Vehicle“. Der heutige SUV, von einigen Exemplaren abgesehen, ist auch weder „Geländewagen für die Stadt“ noch ist er ein „sportliches Fahrzeug“.

Meiner jedenfalls nicht. Ich habe ihn gekauft, damit ich nicht ins Auto fallen muss, sondern einsteigen kann – und damit ich etwas mehr Überblick über die Verkehrssituation habe als in einem Kleinwagen.

Wer ihn als „Panzer“ bezeichnet, hat ein Rad ab. Wenn jemand mit einem superschnellen, wahrhaftig sinnlosen Sportwagen oder einem unverständlicherweise übermotorisierten Kleinwagen in eine Menschenmenge fahren sollte, ist der Schaden vermutlich größer, als es bei einem der behäbigen, ganz normalen SUVfel der Fall ist. Meiner ist im Übrigen weder ein Diesel, noch bullig, noch hat er Vierradantrieb - und eine Panzerung hat er auch nicht.

Grüne Politiker – macht mal halblang. Deutsche Umwelthilfe – macht euch nicht zum Kasper von Ideologen. Ein ganz ordinärer SUV ist nichts als ein Auto, in dem man etwas höher sitzt als üblich. Und ein Idiot am Steuer ist ein Idiot am Steuer, egal was er fährt. Und Herzinfarkte beim Autofahren kommen wirklich vor – bei Fahrern jeder Art von Automobil.

Also: Schluss mit der Volksverhetzung, die sich gegen angebliche oder tatsächliche SUV-Fahrer richtet. „klimaschädliche Stadtpanzer“ zu sagen wird vom Recht der freien Meinungsäußerung gedeckt – wie jede andere Dummheit auch. Aber ab und an ist es wirklich gut, mal das Maul zu halten. Automobile in Städten sind eine potenzielle Gefahr – alle, vom LKW mit Hänger über den BUS im ÖPNV, den Sportflitzer und den SUV bis zum Kleinwagen. Das ist die Wahrheit – der Rest ist eine scheinheilige, populistische oder ideologieverseuchte Debatte.