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Mal wieder Dieter Nuhr

An sich bin ich ja ein geistiger Verwandter dieses Herrn Nuhr, der und „Nuhr im Ersten“ produziert und präsentiert. Allerdings hat der Mann seit einiger Zeit ein Problem: Er versucht, ebenso beständig wie unsinnig Umweltthemen ins Lächerliche zu ziehen - und dies insbesondere, wenn sie von Menschen vertreten werden, die jünger sind als er selbst.

Klar, diesen Fehler hat schon „Old Conny“ (1) gemacht, nur war jener wesentlich älter, wesentlich einseitiger und wesentlich starrsinniger als der Herr Nuhr.

Also, wenn ich dies mal bemerken darf: Mehr Humor, auch scharfer - aber nicht immer mit dem erhobenen Zeigefinger des Schulmeisters.

(1) Konrad Adenauer, einst deutscher Bundeskanzler (15. September 1949 bis 16. Oktober 1963, bekannt als Feind der Jugend und aller Veränderungen, die von ihnen ausgingen,

Bauern

Landwirtschaft, Gesundheit und Landschaft - wie geht das zusammen?
Landwirte – das ist keine Frage – müssen Geld verdienen können. Insofern ist die aktuelle Diskussion nötig, und die Proteste sind gerechtfertigt.

Auf der anderen Seite haben Landwirte jahrelang damit geworben, sie seine die eigentlichen Umweltschützer.

Genau das aber sind sie nicht mehr. Sie können die Umwelt nicht zugleich schützen und zerstören. Und insofern gehen die Proteste in die falsche Richtung.

Die Politik hat sich zu lange aufs Zuschauen beschränkt. Und nun werden Gesetzte erlassen, die von den Landwirten nicht verstanden werden, weil sie Einschränkungen am Einkommen bedeuten. Insoweit haben die Landwirte recht: Sie waren darauf nicht vorbereitet.

Doch sie können anderseits auch nicht sagen, davon nichts geahnt oder gewusst zu haben.

Einen Faktor sollte man berücksichtigen: Die deutschen Verbraucher kaufen überwiegend nicht „Qualität“ bei landwirtschaftlichen Produkten – sie kaufen „billig“, besonders beim Fleisch. Das kann so nicht weitergehen. Aber mit Traktor-Protesten und passiver Gewaltbereitschaft ändern die Bauern auch nichts.

Und die Politik? Sie muss transparent machen, wie die Zukunft aussehen soll. Ökonomie und Ökologie müssen in ein vernünftiges Verhältnis gebracht werden – und um das zu tun, brauchen wir einen Konsens zwischen Naturschutz, Naturnutzung, Verbraucherschutz und Politik.