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Provinzgrößen und Speichellecker

Einmal muss ich doch noch nachlegen zu Thüringen: Das Peinlichste war, als die willfährigen Gefolgsleute und Speichellecker in der thüringischen Provinz am gestrigen Mittwoch gegenüber Journalisten sagten, dass sie voll hinter der Entscheidung ihrer Partei stünden. Die Sprechblasen, die sie dabei abließen, waren am Donnerstag noch nicht ganz aufgestiegen, da zerplatzten sie bereits.

Herr Kemmerich (FDP) verkündete heute, er wolle nun doch nicht Ministerpräsident sein.

Wie peinlich ist es ihnen eigentlich, meine Herren Provinzgrößen der CDU und FDP, so der Kadaverdisziplin zu verfallen und dabei nicht an Ihre Wähler zu denken? Denn als Wähler fühle ich mich von Ihnen verhöhnt. Punkt.

Ein Nachtrag: Manche CDU-Regionalpolitiker haben durchaus Kritik am Verhalten der CDU-Landtagsabgeordneten geübt. Diejenigen, die mit der AfD gewählt haben, sind die eigentlichen Verursacher der größten Krise der CDU in diesem Jahrhundert.

Thüringen: FDP-Mann wird Regierungschef

Vorläufig wird er ein Kapitän ohne Mannschaft sein: Thomas Kemmerich heißt der Mann, der durch einen äußerst knappen Sprung über die Fünf-prozent-Hürde in den Thüringer Landtag eingezogen ist.

Solange nicht klar ist, welche Absprachen zur Wahl es zwischen FDP, CDU und AfD gab, oder wie man sonst auf den eher unbekannten FDP-Mann kommen konnte, enthalte ich mich jedes Kommentars.