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Dem liberalen Geist eine Stimme geben - das ist sehpferd

Warum ich kaum Dialoge führe

Dieser Tage wurde ich aufgefordert, mich möglichst audiovisuell auf einen Dialog einzulassen.

Ihr werdet euch wundern, wenn ich euch sage, dass ich als „Urgestein“ des Bloggens und langjähriger IT-Mitarbeiter darauf nicht einmal technisch vorbereitet wäre.

„Und als ehemaliger Lehrer für menschliche Kommunikation?“, werdet ihr nun vielleicht fragen.

Nachdenken ist nicht sehr gefragt

Oh, ich kann es noch. Zuhören, Fragen stellen, die man gerne beantwortet oder aus aus dem Stegreif sinnvolle Sätze bilden.

Aber ich habe mir angewöhnt, über Antworten nachzudenken. und deshalb nehme ich mir sehr viel Zeit dafür, sie möglichst sinnvoll, vollständig und neutral zu beantworten.

Kommunikation besteht oft darin, sich zunächst einmal an die andere Person heranzutasten. Sie hat mehrere Aspekte - mindestens jedoch einen Sach- und einen Beziehungsaspekt. Die meisten Menschen „öffnen sich“ erst, nachdem sie sicher sein können, dass es der andere „ehrlich mit ihnen“ meint. Dann wägen sich nicht mehr ab, dann weichen sie nicht mehr aus, dann werden sie „intimer“ im besten Sinne.

Und ja, auch das beherrsche ich noch. Aber eine ganz andere Frage ist die, ob ich es will.

Nein, kaum noch. Denn für Antworten benötige ich stets etwas Zeit. Und das ist letztendlich der Grund, warum ich selten „online“ kommuniziere.

Herbstzeit

Wenn es herbstlich wird ...
Zeit, in sich zu gehen - und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.

Und das Wesentliche, liebe Mitmenschen - das müsste ihr für euch selbst herausfinden, bevor ihr andere damit behelligt.

Warum das Nicht-Denken (bisher) nicht gelang

Kreisen - Denken und Nicht-Denken
Warum das Nicht-Denken und Nichtstun (bisher) nicht gelang.

Aus dem Nichtsdenken wird nichts, und die absolute Ruhe tritt auch nicht ein. Ursache ist, dass ich mich nicht als „arrogant“ zeigen will und mich deshalb an Gesprächen beteilige. Wobei „sich beteiligen“ etwas anders gesehen werden muss als das, was man gemeinhin als Dialoge bezeichnet. Ich höre zweien zu, die einen Dialog führen, von dem ich aber leider kaum etwas verstehe. Überwiegend wegen des Dialekts, aber auch wegen der seltsamen und spontanen Verknüpfungen. Man hüpft sozusagen von einem Thema ins andere, ohne erkennbare Übergänge.

Ich bin als Opfer bestens geeignet: der ideale Zuhörer. Nur kann ich weder auf alles antworten, noch kann ich paraphrasieren. Letztlich ist es mir also nicht möglich, wirklich am Gespräch „teilzuhaben“.

Dennoch war es für mich eine interessante Erfahrung, selbst dann noch, wenn ich am Nutzen zweifle.

Gans, ganz still

Gans, gänzlich ruhig
Stille Tage verführen zu stillen Motiven.
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