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Unsinn über Privatschulen und „Eliten“

Privatschulen sind gerade ein beliebtes Thema – und natürlich sehen die Sozialisten und Gewerkschaftler mal wieder eine Chance, gegen das private Schulwesen die Klinge zu wetzen. Die Waffe heißt „Sozialneid“.

In Privatschulen entscheidet das Einkommen der Eltern über die Chancen der Kinder.

(Plattitüde einer linken Politikerin)

An den freien Schulen besteht immer mehr die Gefahr, dass Kinder reicher Eltern bevorzugt aufgenommen würden.

(Gewerkschaftsfunktionär)

Lassen Sie es mich klarer als sonst sagen: Sozialisten und Gewerkschaftler haben keinen blassen Schimmer davon, worüber sie reden. Freie Schulen, gleich, ob Grundschulen, Gymnasien oder andere Schultypen, ergänzen das stattliche Schulwesen bei ausgesprochen moderaten Kosten. Da wir gerade bei Kosten sind: Niemand sagt Ihnen (und niemand weiß es) was das öffentliche Schulwesen mit seiner politischen Führung, der komplizierten Verwaltung sowie der Beamtenschaft, inklusive der Pensionskosten wirklich kostet. Zahlen, die an die Öffentlichkeit gegeben werden, liegen im Mittel bereits bei etwa 500 bis 600 Euro im Monat – und ob das korrekt inklusive aller Kosten gerechnet wird, ist zumindest fragwürdig. Private Schulen erhalten davon ungefähr zwei Drittel, also etwa 330 bis 400 Euro als Zuschuss pro Schüler. Wer da sinnvoller und wirtschaftlicher arbeitet, überlasse ich meiner Leserschaft. Wenn sich jemand als „reich“ empfindet, kann er die Schule darüber hinaus noch über den Förderverein der Schule unterstützen – das Geld kommt aber allen Schülern zugute.

Und: wieso eigentlich Reichtum? Bildungserfolg ist nicht abhängig vom Reichtum, und die normale Privatschule ist keine Eliteschule, sondern einfach eine Schule, die neben den üblichen Lehrinhalten auch andere Aspekte des Lebens und Strebens behandelt. Und sie tut dies zu Elternbeiträgen, die in etwa in Höhe des Kindergelds liegen.
Der Sozialneid ist also völlig unbegründet. Und: Die Misterpräsidentin Manuela Schwesig muss ihre Entscheidung nicht begründen. Sie ist Teil ihres Privatbereichs, den ihr die Presse zugestehen muss.


NDR Berichterstattung

Vorteile der Privatschulen

Faktensuche.

Freie Schulen sind nötig

Die Kritik an Manuela Schwesig ist billige Polemik – und zwar sowohl die Kritik, die angeblich aus „der Öffentlichkeit“ kommt als auch die Kritik der „Schulleitungsvereinigung“ oder des „Deutschen Lehrerverbandes“. Frau Schwesig hatte sich dafür entschieden, ihr Kind an eine Privatschule zu schicken.

Freie Schulen sind nötig

Freie Schulen sind nötig, um besondere Talente zu fördern, die an öffentlichen Schulen vernachlässigt werden – warum auch immer. Und sie haben in der Regel auch kleinere Klassen und modernere Gebäude. Viele Eltern – nicht nur wohlhabende – gönnen ihren Kindern, ein breit gefächertes, vielfältiges Angebot an Lerninhalten zu genießen. Die Kosten sind übrigens moderat und liegen etwa in Höhe des Kindergelds. Und oftmals können Kinder aus sozial schwächeren Familien oder Geschwisterkinder einen besseren Kostenrahmen bekommen.

Den Sozialisten sind freie Schulen ein Dorn im Auge

Natürlich sind Privatschulen den Linken und sonstigen Sozialisten ein Dorn im Auge. Wer beitragsfreie Kitas im Visier hat, muss zwangsläufig über nicht beitragsfreie Privatschulen motzen. Warum eigentlich? Wenn Eltern von sich aus Geld in die Bildung investieren, das der Staat angeblich nicht hat, dann ist die gut und richtig und dient letztendlich auch der Gesellschaftsordnung.

Der Sinn des Bloggens

Blogger sind zum Erfolg verurteilt. Und wenn meine publikumsintensivste Publikation im Monat keine 21.000 Besucher (nicht auf diesem Blog, versteht sich) habe, dann versuche ich bereits, an den Schrauben zu drehen. Oder mir Gedanken darüber zu manchen, ob ich mit meinen Autorinnen und Autoren (oder mit den Themen) richtig liege.

Warum überhaupt der Erfolg? Ich nehme keine offenkundige Trickwerbung, die sich mühsam als „Advertorial“ tarnt. Ich bespreche aber Produkt (oder gebe sie jemandem zum Besprechen), wenn sie mir gefallen – unabhängig vom Kommerz. Und ich berichte über Firmen und ihre Aktivitäten, wenn ich denke, dass es von allgemeinem Interesse ist.

Wenn man nicht mehr bloggt, sei es aus persönlicher Sicht oder mit journalistischem Selbstverständnis, dann fehlt eine Stimme im Internet. Und mit jeder unabhängigen Stimme werden die Extremisten einerseits und die Gleichmacher andererseits gestärkt. Und vor allem verschwindet der liberale Gedanke, der ohnehin auf dem Rückzug ist.

Das ist der Sinn des Bloggens - jedenfalls hier.

Die Zahlen beziehen sich auf die Liebeszeitung.

Ich bin etwas Besseres, weil …

Hierarchien gibt es überall, mal über die Geburt, mal über das Einkommen, mal über die Bildung. Noch meine Großmutter glaubte fest an die Standessgesellschaft: Sie wusste genau, dass die Arbeitertochter den Arbeiter heiratet, die Beamtentochter den Beamten, die Angestelltentochter den Angestellten und die Bürgertochter den Bürger. Falls Sie sich wundern sollten, dass der Adel nicht vorkam: „Adel“ ist in meiner Geburtsstadt verpönt. Ich lernte, herabzusehen auf die Plebs und hinaufzusehen auf dien reichen Bürger.

Neben der Plebs bestand ihr Feindbild hauptsächlich aus Kultur schaffenden, hinter denen sie ein Lotterleben vermutete. Jedenfalls war sie in heller Aufregung, als sie hörte, dass ich mit Künstlern, Lebenskünstlern und Journalisten in Kontakt kam. Die waren ja nun wirklich „nichts Besseres“.

Woher nehmen wir nur die Idee, „etwas Besseres“ zu sein? Wir können dem Bauern das Säen und Ernten abschauen, dem Maurer das Mauern und Verfugen, dem Künstler das Erschaffen und Reproduzieren. Das Besondere zeigt sich in uns aber erst, wenn wir alle Fähigkeiten und alle Erfahrungen bündeln, um sie dann dem harten Wind der Öffentlichkeit auszusetzen. Ob Sie Maurer oder Professor sind: Wenn das Gebäude hält, was Sie errichten, dann haben Sie ihr Ziel erreicht.

Nein, ich bin nichts Besseres, weil … bestenfalls bin ich „anders als“. Und ich bin so geworden, weil ich nicht auf diejenigen gehört habe, dich mich mal an die eine, mal in die andere Richtung drängen wollten. Ich habe auf mich gehört, bin auf die Nase gefallen und wieder aufgestanden und habe damit mehr erreicht, als wäre ich meines Lehrherrn untertänigster Diener gewesen.

Kommunisten gehören nicht in die Bundesregierung


Kommunisten, seien sie Altkommunisten der ehemaligen DDR oder junge, scharf kalkulierende Heißsporne, die Deutschland auf einen neuen sozialistischen Weg bringen wollen, gehören nicht in die Bundesregierung.

Ich will es kurz machen: Sozialismus ist schon an sich gefährlich, weil er die Freiheit des Individuums zu behindern versucht. Selbstverständlich akzeptiere ich, dass es in jeder Partei ein paar Scharfmacher gibt. Jeder kennt sie, die Frontfrauen und Frontmänner mit den krausen Gedanken - aber am Ende sind sie alle Demokraten. Wer aber den Systemwandel per Links-links-Links Regierung herbeisehnt, der weiß genau, warum er dies tut: um die Freiheit auf ein sozialistisches Minimum zu beschränken.

Wäre natürlich die Frage, wie „links“ die Sozialdemokratie noch ist. Mit „sozial“ und „links“ und dem ganzen Gedöns hat sie in den letzten Jahren keinen Blumentopf gewonnen. Rückt sie zur Mitte, wird sie aber der CDU immer ähnlicher. Die Grünen leben davon, die ehrliche Mitte zu vertreten – diejenigen also, die sich aus Sorge um die Welt, die Umwelt und die Menschen darin machen. Manchmal sind sie auch sozialistisch orientiert, aber durchaus nicht immer. Eine Schwarz-Grüne Koalition geht ohne Weiteres, denn die Grünen haben inzwischen bewiesen, dass sie Kompromisse eingehen können. Die eigentliche Gefahr im „linken“ Spektrum geht ausschließlich von der Linkspartei aus. Der ZEIT-Kolumnist Christoph Herwartz schrieb dieser Tage dazu:

… viele Linke … träumen nicht nur von einem anderen System, sondern sprechen ganz offen davon. Das Recht dazu haben sie. Wer aber das System überwinden will, hat ein Interesse daran, dieses System zu destabilisieren.


Die Demokratie mit radikalen Parolen zu destabilisieren ist – wir haben es gerade gesehen – relativ einfach. Diesmal kamen sie vom rechten Rand. Morgen können sie vom linken Rand kommen, denn auch die Linkspartei baut auf die Unzufriedenen, vor allem im Osten. Doch dies kann verhindert werden – durch kritische, aktive, demokratische und liberale Bürger. Liberale Züge gibt es in allen Parteien – nur eben nicht ganz rechts und ganz links.