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Das Leben und der Sinn desselben

Betrachtungen zum Leben
Wer ständig mit dem eigenen Leben hadert, dem empfehle ich, einmal ein Krankenhaus zu besuchen. Mein Anlass war diesmal vergleichsweise harmlos und ich erwartete im Grunde, dort Menschen mit ähnlich Erkrankungen anzutreffen, die zwar einen Eingriff erfordern, aber nicht wirklich bedrohlich sind.

Indessen erwies sich dies als Trugschluss. Es gibt wahrhaftig schwere Leiden, und ich bewundere die Menschen, die sie mit großer Geduld und sogar noch ausgesprochener Zuversicht ertragen.

Und dann hörte ich wieder das Gerede der Straße: „Bei jenem habe ich einen 500-Euro-Schein gesehen, der kann so etwas aber gar nicht verdienen.“

Was ist der vermeintliche 500-Euro-Schein gegen den täglichen Kampf, unter widrigen Umständen dennoch ein halbwegs erfreuliches Leben zu führen? Müssen wir nicht jene bewundern, die sich selbst respektieren als das, was sie sind, auch wenn ihr Leben noch so schwierig sein mag?

Ich wurde danach zufällig gefragt, was denn „der Sinn des Lebens sei“. Natürlich habe ich gleich mal gekontert, ob die Frager so etwas nicht „eine Nummer kleiner“ hätten. Hatten sie nicht – aber ich weiß, was meine Sinne des Lebens sind … und meine Unsinne des Lebens. Wahrscheinlich erkennst du den Plural – denn „ein Sinn“ ist mir viel zu wenig.

Mein Tag am Sonntag

Premieren sind im hiesigen Theaterzelt immer um 18 Uhr, und die Operette, dreiaktig, erwies sich als Langläufer. Nun glaubt nicht, ich sei ein Operettenliebhaber – mitnichten. Also, diesmal eher mit Vettern als mit Nichten. Indessen – es war ein herrlicher Klamauk mit Musik. Falls ihr mich kennt – ich hasse die schrillen und überlauten weiblichen Stimmen, besonders im Duett. Aber auch das hielt sich in Grenzen, und überhaupt: „Das muss so“, hat mir mal ein Opern- und Operettenliebhaber erzählt.

Sollte ich mir daraufhin auf „One“ noch den versäumten „Polizeiruf“ antun?

Nein, nein, ich wollte den „Jack the Ripper of Rostock“ nicht wirklich sehen. Deshalb habe ich schon abgewürgt, als sich der Polizei-Mann im Revier mit einer Flasche Rum vergnügte. Dabei soll das sozusagen das einzige Highlight gewesen sein. Nicht der Rum, sondern der anschließende Dialog (nicht mit der Flasche Rum).

Und so konnte ich vermeiden, am Ende des Tages enttäuscht zu werden.

Ich frage mich sowieso, ob die Menschen diese Fernseh-Kriminalfilme wegen der Schauspieler, der Ermittlercharaktere oder wegen der Storys sehen wollen. Die Kritiker sprechen immer so auffällig davon, wie toll doch die Schauspieler waren – was offenbar daran liegt, dass sie besser sind als diejenigen, die in den Vorabendserien Sätze aneinander verlesen.

Na gut, ich kann’s auch nicht besser. Und Krimis kann ich schon gar nicht schreiben.

Kompromisslos nackt: die Wahrheit über die Partnersuche

Kompromisslos nackt: die Wahrheit über die Partnersuche und die Liebe an sich
Es gibt eine Wahrheit über die Partnersuche - und sehpferd veröffentlicht sie
Wer unabhängig von Singlebörsen, Dating-Beratern, Influenzern und Psychologen berichten kann, hat zwei Vorteile.

Erstens kann er die Wahrheit dort suchen, wo sie zu finden ist: bei den Menschen, die wirklich betroffen sind. Und zweitens kann er die Quellen anzapfen, die andere nur mit der Kohlenzange berühren: Logik als Basis, Ökonomie als soziales Prinzip, aber auch unberechenbare Triebhaftigkeit und ein Gefühlsgemenge, das wir recht oberflächlich als „Liebe“ bezeichnen.

Als ich vor einigen Jahren begann, 60 Jahre Lebenserfahrung, 40 Jahre Beschäftigung mit der Partnersuche und 20 Jahre Online-Dating-Kenntnisse zusammenzufassen, hatte ich mir ein Ziel gesteckt, das ich inzwischen auf alle Theorien anwende:

Vermute nichts, glaube niemandem, und überprüfe ständig die Wahrscheinlichkeit der Aussagen.


Die Wirklichkeit der Menschen als Basis

Wer so vorgeht, bekommt ein anderes Bild der Wirklichkeit als jene, die sich „aus einer Profession“ heraus zu Wort melden. Jede Begegnung, sei sei sie von Begierde getrieben oder vom Wunsch, eine Ehe zu führen, schlägt sich in einem komplizierten, individuellen und nicht nachvollziehbaren Prozess nieder.

Auch die Suchenden selbst sind nicht frei von Irrungen und Verwirrungen. Ein großer Teil von ihnen muss heftig am Selbstbild rütteln, und bei einem anderen Teil steht das Weltbild auf schwankenden Füßen.


Neue Methoden, keine Beeinflussung, andere Ansätze

Zunächst will ich die Wahrheit enthüllen – und sie ist anders als das, was die Interessengruppen, Geschäftemacher, Wissenschaftler und Populisten euch ständig präsentieren. Denn wer die Wahrheit sucht, muss an die Graswurzeln: Natur, Kulturentwicklung, Kybernetik, Ökonomie und individuelle Lebensentwürfe. Soweit mir bekannt, hat dies noch niemand versucht.

Dabei bleibt nicht aus, dass ich dem einen oder anderen vor den Kopf stoßen muss – denn am Ende sollen ja Lösungen stehen.

Anders, als ursprünglich geplant, wird dies alles in einem nicht-kommerziellen, unabhängigen und werbefreien Blog verwirklicht. Er befindet sich teilweise noch im Aufbau, aber er wächst stetig. Er trägt den sinnigen Namen „LiebeBeziehungen“ läuft auf WordPress und wurde von mir bewusst schnörkellos gestaltet.

IT-Privatiers

Für die einen ist das Berufsleben zu ende, wenn es zu ende ist. Dann tun sie nichts, etwas anderes oder machen in Familie, überwiegend in der Enkelbetreuung. Es gibt jedoch auch jene, die dem Beruf nachtrauern, was ich persönlich wieder sehr schade finde. Es gibt ein Leben ohne rote Augen und nächtelange Fehlersuche.

Ich nehme mir einmal im Jahr die Freiheit, wieder einer von Ihnen zu sein. Es ist interessant, wie emsig und ernsthaft sie arbeiten, mit Begriffen um sich werfen, die ich nicht mehr kenne. Dann und wann beneiden sie mich, weil ich tun und unterlassen kann, was ich will.

Nein, ich möchte nicht „zurück“, damals war jene Zeit und heute ist diese Zeit. Die Menschen in meinem ehemaligen Beruf nehmen nicht nur sich selbst sehr ernst, sondern auch die Dinge, die sie benennen können, die sie beherrschen und denen sie folgen. „Sie müssen so sein“, hörte ich vor vielen, vielen Jahren, als es einmal darum ging, ob man das Leben und die Dinge, mit denen der IT-Mensch umgeht, nicht auch anders sehen könne.

Und ich höre jetzt zu meinem Erstaunen, wie viele Menschen, die damals als „Bitquäler“ galten, seither kein Bit mehr angefasst haben.

Ich fasse übrigens auch kaum noch eine Programmiersprache an, verstehe aber noch halbwegs, was Blog-Software eigentlich „macht“ – und das hilft mir dann und wann doch weiter.

Die Realität

„Wie wirklich ist die Wirklichkeit?“, fragte der berühmte Paul Watzlawick in einem seiner weniger bekannten Werke. Oder um einen Schritt weiterzugehen: so etwas wie eine „Wirklichkeit“ existiert im zwischenmenschlichen Bereich nicht. Dort gibt es nur Sichtweisen, und wer wissen will, wie „wirklich die Wirklichkeit wirklich“ ist, muss über sie kommunizieren.

Als Beispiel können wir getrost mal die Ehe nehmen. Da kennen Sie sich alle aus, nicht wahr? Und schon geht’s los: Es gibt SEINE Realität, IHRE Realität und eine GEMEINSAME Realität, die nach und nach aus der Kommunikation beider aufgebaut wurde. Wer schon mal das Pech hatte, mit beiden befreundet zu sein, und dies nach einer Scheidung auch bleiben wollte, der weiß: Die gemeinsame Realität ist plötzlich wie vom Erdboden verschwunden, und ganz ander Realitäten treten nun hervor.

Manchmal erleben wir Diskussionen um „die Realität“ – gerade im politischen Bereich ist dies höchst aktuell. AfD-Anhänger sehen plötzlich „alternative“ Realitäten, und sie bezichtigen Journalisten, „die“ Realität nicht korrekt abzubilden. Das passiert jeden Tag vor unseren Nasen. Und dennoch machen wir uns keine Gedanken über die Realität selbst.

Eine der Königsklassen, in die Schriftsteller aufsteigen können, besteht darin, die Realität so mit der Fiktion zu vermischen, dass wir Leser davon fasziniert sind. Da kommen Personen der Zeitgeschichte vor, da stimmen die Stadtpläne, das sagen Menschen Sätze, die man tatsächlich zu diesen Zeiten gehört hat. Das lassen wir mal so stehen, nicht wahr?

Was mich sehr verwundert: Die Menschen, die am wenigsten wissen, was Realitäten sein könnten und wie man sie für sich selbst bewahrheiten kann, reden am meisten davon, was Realitäten sind. Von Links bis Rechts, von der Dummbacke bis zum Universitätsprofessor.

Wie wirklich ist die Wirklichkeit? Solange wir uns nicht ernsthaft darum bemühen, können wir es nicht wissen.