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Ein Kilometer Abstand

Kämpfer gegen Windmühlen
Aha – Windräder brauchen also, wenn es nach Herrn Altmaier (CDU) geht, mindestens einen Kilometer Abstand bis zur „nächsten Siedlung“. Damit will Herr Altmaier offenkundig die „Wutbürger“ besänftigen, die sich die Windräder als Feinde auserkoren haben. Gab es schon mal. Damals waren es Windmühlen und ein anderer Ritter von der traurigen Gestalt bekämpfte sie.

Zu viel Wind um den Wind

Also, ich wohne in einer Durchgangsstraße. Vor meiner Tür fahren PKW ind schneller Folge, üblicherweise von vier Uhr morgens bis elf Uhr abends, dazu tagsüber etliche LKW und örtliche Lieferfahrzeuge, und mindestens vier- bis fünf Mal täglich ein Sanitätsfahrzeug. Die Fahrer bemühen sich ohne Zweifel, ihre Sirene im Wohngebiet auszuschalten. Aber das ist bekanntlich nicht immer möglich.

Wenn ihr in ähnlicher Situation wohnt, dann wisst ihr: Das gibt einen gewaltigen Lärm. Straßenverkehr wird üblicherweise mit 70 db(A) bewertet.

Was würde ihr sagen, wenn ich einen „Verband der besorgten Bürger“ gründen würde und fordern, dass Straßen (alle Straßen, versteht sich) nur im Abstand von einem Kilometer von Siedlungen gebaut werden dürften?

Wahrscheinlich würden die Leute denken, ich hätte nicht alle Tassen im Schrank.

Aber bei Windrädern soll es gut und richtig sein, zu sagen: "Bei uns auf keinen Fall"? Fragt sich, wovor sich Wutbürger fürchten: vor dem Sinken des Wiederverkaufspreises ihrer Immobilie oder tatsächlich vor der Lärmschädigung?

Windkraftgegner könnten ja mal dies lesen.

Bildquelle: Von Gustave Doré - Illustration 6 for Miguel de Cervantes’s “Don Quixote“ by Gustave Doré, 1863., Gemeinfrei.

Geständnis über Operngesang

Entgegen der Gewohnheit von Opern- und Operettenliebhabern, die vor entzücken lächeln und vehement applaudieren, wenn die Sängerinnen und Sänger aus voller Brust und strahlender Kehle Töne ablassen – empfinde ich dies bisweilen als Lärm. Und nicht nur das. Diese Töne schmerzen mich – sie dringen wie Nadeln in mein Gehirn und stören mein ästhetisches Empfinden. Ich weiß nicht einmal, warum das so ist. Mag sein, dass ich zu viele Opern aus Vaters Superhet-Emfänger (plus Plattenhobel) gehört habe, die zugegebenermaßen noch lauter und scheußlicher aus den 3D-Lautsprechern kamen als aus den Kehlen der Sängerinnen auf der Opernbühne.

Categories: sehpferd | 0 Comments
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