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Der Samstag – eine Violinistin, ein Siegersong, Passiflora

das sind sie - die Knospen von vor zwei Wochen gehen auf
Aha, das ist also der Siegersong. Durchschnitt, wie gewohnt. Ich kann nicht einmal sagen, wie die anderen waren, denn ich war einer der vielen Menschen, die etwas Besseres zu tun hatten, als ständig diese vor Selbstgefälligkeit triefende Show zu sehen. Ich hörte aber, dass der/die eine oder andere tatsächlich singen konnte, was keinesfalls selbstverständlich ist.

Ich selbst habe mich mit Dmitri Schostakowitsch und Peter Tschaikowsky amüsiert und der wunderbaren Baiba Skride, nicht zu vergessen Andris Nelsons, den ich noch nicht oft dirigieren sah.

Über Nacht ist sozusagen Sommer im Frühling geworden. Meine Passionsblumen tragen nun auch draußen Blüten – sehr hübsch und ein Erfolg der Konsequenz, sie auch bei lächerlichen zwei Grad draußen zu lassen. Ich habe noch ein paar Nachzügler, die erste heute in die Sommerfrische dürfen.

Musik von Merkel und Schulz

Musik von Merkel und Schulz - wer kennt sie?

Nicht alle Merkels heißen Angela, und nicht alle Schulz' heißen (wie hieß der noch mal mit Vornamen, dieser Schulz?) … ach ja, Martin.

Also zu Ihrer Beruhigung – die Genannten singen nicht, spielen nicht und machen machen auch sonst keine Musik.

Andere taten dies schon. Da war zum Beispiel Gustav Adolf Merkel. Der war Kompositeur, orgelte an der Katholischen Hofkirche zu Dresden und komponierte immerhin neun Orgelsonaten. Außerhalb der Orgelmusik kennt ihn so gut wie kein Mensch.

Anders Johann Abraham Peter Schulz. Der ging vor allem in das volkstümliche Liedergut ein – und damit erlangte er Ruhm und ewige Ehren. Denn auch heute noch geht der Mond auf – und ja, das hat er komponiert. „Der Mond ist aufgegangen“ und zu Weihnachten schallt sein zweiter Hit aus allen Dampfradios, Beschallungsanlagen und von den Tannenspitzen: „ihr Kinderlein kommet.“

Wer die Musik der beiden hören will, sollet in Hamburg wohnen. Dort ist die Musik beider in der Hauptkirche St. Michaelis zu hören – am Wahltag versteht sich.

Meine Prognose: In den Folgetagen des 24. Septembers wird man wieder mehr von Merkel hören als von Schulz. Von Angela Merkel und Martin Schulz, in diesem Fall.