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Die Judenhasser sind Menschenhasser

In meine Stille, die ja so still leider gar nicht ist, dringt unaufhörlich die Diskussion um Antisemitismus. Warum sagen wir nicht gleich: Um Judenhass? Denn genau das ist es: Hass gegen Juden, aber auch gegen alle anderen, die „anders“ sind.

Nun sind Juden gar nicht so schrecklich anders. Ihre Religion ist sogar der Urvater der Religion, die angeblich „zum Abendland“ gehört: zum Christentum.

Vom Religionsstifter ausgehend, ist das „Christentum“ kaum mehr als ein „Reformjudentum“. Der Religionsstifter predigte zu Juden, und Juden waren seine Anhänger (und einige möglicherweise auch seine erbitterten Feinde).

Das alles heißt eigentlich: Judentum ist ganz normal. Wer Juden hasst, hasst eigentlich Menschen, die nicht so sind wie er selbst.

Übrigens ist auch ganz normal, dass nicht jeder Deutsche dem Religionsstifter gleichkommt, nur weil er sich buchhalterisch als „Christ“ bezeichnet. Und wie viel „Abendland“ in einem „Abendländer“ steckt, wie viel Germane in einem Deutschen ist - wahrscheinlich werdet ihr euch wundern, wie wenig.

Ach – und es ist ebenso normal, dass es Menschen gibt, die ganz anders denken. Die weder von der Herkunft noch von der Religion ausgehen, sondern davon, was jemand kann und weiß. Und die den Menschen als das ansehen, was er ist: Ein Mensch, der anders ist, der aber dadurch keinesfalls befremdlich wird.