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Der Iran – von den USA verlassen, von allen anderen nicht?

Es lohnt sich nicht, einige Staaten der Erde als „Schurkenstaaten“ zu verorten und sie zu ächten. Würde man dabei ehrlich sein, so wäre die Liste lang und würde auch einige Staaten beinhalten, die uns (noch?) lieb sind.

Die USA sind da ganz anderer Meinung. Für sie stehen die Schurkenstaaten fest und die Edelstaaten natürlich auch. Und so machen sie derzeit (einmal mehr) Front gegen den Iran. Allerdings sind sie damit diesmal so gut wie allein.

Natürlich können die Amerikaner glauben, was sie wollen. Nur: Irgendwann wird das benachbarte Syrien wieder von Grund auf neu aufgebaut werden müssen – egal, unter welchen Machtverhältnissen. Und wer wird schon mit einem Land Geschäfte machen wollen, das heute Verträge schließt und sie morgen wieder bricht?

Der US-Botschafter in Deutschland gab dazu einen schlechten Einstand.

Iran

Der Iran mag sein, was er ist – aber er ist mit Sicherheit einer der wenigen Staaten mit Stabilität und ausbaufähigem wirtschaftlichen Potenzial in der Krisenregion „Nahost“.

Herr Trump mag den Iran nicht – sein Problem. Aber sollte uns dies daran hindern, Wirtschaftsbeziehungen zum Iran zu unterhalten? Ja, ich kenne die Animositäten. Aber gute Wirtschaftsbeziehungen sind auch ein Beitrag zum Frieden – und eine blühende Wirtschaft ist auch gut für die Bürger des Iran.

Es mag Gründe geben, vorsichtig zu sein. Aber es gibt keinen Grund zum Hass.