Skip to content

Wenn der Hund fernsieht und andere hündische Gedanken

Was gibt's heute im Fernsehen?
Mein Hund wuffelt. Das tut er normalerweise nur, wenn er in der Wohnung etwas Ungewöhnliches hört. Diesmal aber war es ein Hund im Fernsehen. Nun sagen ja Hundepsychologen, dass der Hund das Bild im Fernsehen gar nicht wahrnehmen kann, und der Fernsehhund hat nicht im geringsten gewuffelt, ja nicht einmal getapst. Trotzdem hat dre Hund gewuffelt, udn zwar in Richtung Fernseher (mit SAT-Schüssel, falls Sie neugierig sind).

Häufig Gebell bei Inspector Barnaby

Nun ja, bei „Inspector Barnaby“ in England besser bekannt als „Midsummer Murders“, da wuffelt er immer. Schon als John Nettles noch die überaus netten britischen Provinzmörder jagte, gab es reichlich Hunde in den Krimis. Aber seit Neil Dudgeon den modernisierten Barnaby gibt, hat auch Sykes die Bühne betreten – und der wuffelt sich schon mal durch die Sendungen.

Hundefernsehen bei Sehpferd?

Und weil Herrchen bekanntermaßen nur einen Anstoß braucht, um eine Fantasie zu entwickeln, sagte er kurz darauf: „Wir könnten eigentlich in jedem Zimmer einen Fernseher aufstellen, in Augenhöhe des Hundes. Dann würden wir nur noch ein paar Hunde-CDs benötigen, und der Wuffel wäre den ganzen Tag beschäftigt. Na ja, wenn er nicht schläft, oder die Zeitung zerkaut.“ Doch halt – da meldet sich der kreative EX-IT-Organisator und heutige Blogger in ihm und er sagt: „Eigentlich könnten wir ja Hundefernsehen produzieren – das gibt’s noch nicht.“

Was natürlich eine der üblichen Schnapsideen aus meiner Unsinns-Kreativwerkstatt war, denn in meiner echten Kreativwerkstatt gibt es keinen Fernseher.

Gibt's doch - Hundefernsehen

Doch nun schlage ich die Zeitung auf und finde eine Kritik am – Hundefernsehen. (1) Denn es gibt sie längst, die schrägen Gedanken – ganz offiziell. Dabei spielt man dem Wuffel in DOG TV angeblich „hundegerechte“ Filme vor, die seine Intelligenz anregen sollen und die auch zur Erziehung genutzt werden können. Na ja, und demnächst wahrscheinlich auch für das Entertainment von Herrchen und Frauchen.

Der Mensch ist lernwillig, aber der Hund macht ihn schwach

Ja, wenn das so einfach geht … dann muss ich mich schon nicht von der Hundeverhaltenstherapeutin anmotzen lassen, dass ich meinen Hund falsch behandle. Denn so viel ist mir schon klar: Der Hund macht eigentlich alles richtig, weil er’s nicht besser weiß und ich mache alles falsch, weil ich’s besser weiß und dem Hund dennoch nachgebe.

Na, wissen Sie .. mein Hund bekommt wenigstens Leckerli, wenn er ausnahmsweise tut, was ich will. Und was bekomme ich, wenn ich das tue, was die Hundetrainerin will?

(1) Ich las es heute in der LVZ, der Link führt zu einer anderen Zeitung

Der Hund und die Massen

Wenn ich sprechen könnte, würde ich sagen ...
Ach, die armen, armen Menschen, die in tatsächlich schwierigen Lagen Rat suchen. Sie sind entweder auf das Internet angewiesen, oder auf Tante Kunigunde, oder, wahrscheinlich am schlimmsten, auf Dokusoaps im Fernsehen. Wobei alle drei Möglichkeiten nur einem Schlüssel folgen: Schnatter, schnatter, schnatter.

Seit ich auf den Hund gekommen bin, versuche ich auch, mich im Internet zu informieren. Ob Schlaf, Fell, Ernährung, Impfen oder Sauberkeit: Alle stricken an irgendwelchen Mythen, sagen, was mit ihren Wuffels wirklich oder vermeintlich geschehen ist und – verbreiten dabei Mythen und Unsicherheiten.

Früher gab es mal den Spruch: „Der Hund, der scheißt nicht besser“, doch heute, so scheint mir, sollte man sagen: Die Hundebesitzer im Internet, sie klugscheißen nicht besser.

Wahrscheinlich solle ich mal meinen neuen Hund fragen, was er denn eigentlich aus ethischen, gesundheitlichen und wuffellogischen Gründen bevorzugt, statt ins Internet zu sehen.

Plötzlich ist es (fast) Sommer

Mal ängstlich, mal rotzfrech - jedenfalls ist es warm draußen

Der Mensch freut sich, der Hund wundert sich - das war doch vor ein paar Tagen noch so hundekalt hier im Garten?