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Die Grundrente - sie ist keine, aber das macht nichts

Nun ist sie also da, die Grundrente, die gar keine „Grundrente“ ist, denn sie bildet nicht die Basis für die Lebensleistung. In Wahrheit ist sie nur eine Art „Rentenzusatz“ für die Menschen, die ihr Auskommen einst durch Arbeit gefunden haben. Da ehrt sie, ohne Zweifel.

In den nächsten Tagen werde wir von den eifrigen Kommentatoren hören, dass sie nicht gerecht ist. Vielleicht, weil sie nicht ausreicht. Oder auch, weil sie „erst“ ab 35 Beitragsjahren gewährt wird. Gründe zum Motzen gibt es immer, und Argumente fallen jeden Tag vom Himmel. Und es ist sicher, dass die Grundrente die Eckpfeiler des Rentensystems unterhöhlt. Aber das wussten die Koalitionäre ja vorher.

Es ist dennoch gut, dass sie kommt, diese Rente. Die GroKo hat sich wirklich lange genug damit herumgeschlagen und Wähler vergrätzt. Nun ist sie offenbar klug geworden.

Kommt in die Puschen, Sozialdemokraten!

Hey, Sozialdemokratische Partei Deutschlands … die Menschen im Land warten drauf, dass ihr die Grundrente nicht länger blockiert.

Zuerst mal ganz neutral: Eine Grundrente mit Bedürftigkeitsprüfung ist besser als gar keine. Verstanden? Na fein.

Darüber hinaus: Wenn es wirklich sinnvoll wäre, eine Grundrente ohne Prüfung zu gewähren, dann würden wir ein anderes Rentensystem schaffen. Zum Beispiel müsste die „bedingungslose“ Grundrente dann für alle gelten und vollständig steuerfinanziert werden. Denn die „Lebensleistung“ haben wir alle – unabhängig vom beruflichen Erfolg – erbracht.

Nein, so weit will derzeit niemand gehen. Also: Was hindert euch Sozis eigentlich noch, den Kompromiss einzugehen, die Grundrente von einer Prüfung der Bedürftigkeit abhängig zu machen? Ideologie? Dummheit? Ich weiß es wirklich nicht.