Skip to content
Dem liberalen Geist eine Stimme geben - das ist sehpferd

Die wirkliche Wende - was will die CDU?

Ja, es müsste ein Ruck durch Deutschland gehen – nämlich den, dass jeder Verantwortung für sich selbst und unseren Staat übernimmt.

Was ist eigentliche eine "wirkliche" Wende?

Und nur gibt es Friedrich Merz, der eine „wirkliche Wende“ verkündet. Was er darunter in der Asylpolitik versteht, wissen wir inzwischen – ob sie jemals greift, steht in den Sternen. Und in der Wirtschaftspolitik? Das ist doch die Art von Wende, auf die wir alle hoffen. Und mal Tacheles – wenn der Staat auf diesem Gebiet etwas tun will, muss er klotzen. Da reicht das bisschen Makulatur, von dem man bisher gehört hat – und von dem wissen wir noch nicht einmal, was es kostet.

Eine "Wende", die keine war - die GeiMoWe

Zurück zur „wirklichen Wende“. Herr Merz ist der zweite Kanzler respektive Kanzlerkandidat der CDU, der davon redet. Der erste hieß Helmut Kohl, den man den „Indula“ nannte, weil er immer so theatralisch von „diesem unserem Land“ sprach. Und er war der Vater der „geistig moralischen Wende“, die man „Geimowe“ nannte. Sie fand nie statt, weil sich die CDU dabei verzockt hatte. Damals zählte allein die Wirtschaft. Sobald sie wieder anzog, war der „Wendegeist“ verflogen.

Was will die CDU wirklich?

Die Frage wäre, was nun tatsächlich passiert. Und dies insbesondere, weil wir nicht nur vom Inlandsgeschäft, sondern vor allem vom Export leben. Natürlich kann sich Friedrich Merz drauf berufen, auf die Entscheidungen der USA keinen Einfluss zu haben. Aber genau das gleiche Problem mit anderen Vorzeichen hatte die „Ampel“ zu von Anfang an auch.

Die totale Wende? Eine Wende, die tatsächlich zur wirtschaftlichen Gesundung führt? Man darf gespannt sein, ob das Thema am morgigen Montag auf dem CDU-Parteitag überhaupt behandelt wird.

Ob wir Montag Abend wirklich mehr wissen? Vorläufig können wir nur abwarten. Und damit keine Irrtümer entstehen: Es interessiert mich wirklich - ich bin Wähler.

Die ZEIT hat vorab einige wesentliche Punkte des Programms veröffentlicht.

Die GeiMoWe ( Geistig-moralische Wende) im Wortlaut bei der Konrad-Adenauer-Stiftung Zitate von 1982.


Die neue GeiMoWe des Herrn Dobrindt

Ach nö, Herr Dobrindt: GeiMoWe hatten wir schon mal. Damals, von Herrn Kohl. Es war einer der ersten Fehlleistungen dieses Mannes, dem posthum viel mehr Ehre zuteilwurde, als ihm gebührt.

Später hieß es dann nicht mehr „Geistig moralische Wende“, sondern „Geistig moralische Erneuerung“. Doch da war nichts zu „erneuern“, weil kein Mensch glaubte, dass eine ultrakonservative Rückbesinnung irgendwelchen Nutzen hatte.

Nun will Herr Dobrindt also die neue GeiMoWe, die jetzt BüKoWe heißt: Bürgerlich-Konservative Wende. Die interessiert selbstverständlich auch keinen Menschen, weil „bürgerlich“ aus dem vorvorigen Jahrhundert stammt und „konservativ“ gar keine konkrete Bedeutung mehr hat.

Was bleibt? Ein bisschen Deutschtümelei, Bayerntümelei und Geschwätz über das verbindende Christentum, das auch den meisten Deutschen herzlichen egal ist.

Lesen Sie dazu auch den Artikel des "Tagesspiegels" Und ich sage Ihnen noch, warum die CSU-Leute weder wissen, von was sie reden - noch rechnen können.