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Sehpferd gibt sich ein neues Motto

Egal, wie das Ergebnis ausfällt - nimm es ohne Furcht hin


Mein altes Motto ist gut, und es wird auch nicht völlig ersetzt:

Nur das Leben ist das Leben, und es findet JETZT satt.


Doch die Zeiten ändern sich. Hinterhältige politische Lügen heißen jetzt „Fake News“, und durch die „kreative Gestaltung“ von „Allgemeinen Geschäftsbedingungen“ ist es möglich geworden, Kunden zu übertölpeln. Das ist ganz normal und fällt vielen Kunden nicht einmal auf.

Doch das Schlimmste sind die „Wölfe“, die Kreide gefressen haben. Oder in Abwandlung von Charles Perrault (1):

Da gibt es welche, die ganz zart, ganz freundlich leise, ohne Böses je zu sagen, gefällig, mild, mit artigem Betragen die Dummen scharf ins Auge fassen.


Um diesen Wölfen und anderen unerträglichen Gestalten zu begegnen, braucht man mehr, als das Leben zu genießen und im JETZT seinen Platz zu suchen. Denn wer den Machern von Fake News und den Prinzessinnen der Marke „Goldzünglein“ entgegentreten will, muss den Mut zur eigenen Meinung haben. Und nicht einmal das reicht. Er muss auch den Journalistenkollegen (und manchmal gar Freunden) auf die Füße treten, die sklavisch nachlabern, was man ihnen als Futter hinwirft.

Das klingt kämpferisch – ist es aber nicht. Es ist ein Plädoyer für die Wahrheit. Und es gibt ein Motto, das gut darauf passt (und das mich und meine Denkweise widerspiegelt):

Unterstelle nichts –
Glaube niemandem -
Überprüfe alles -
… und fürchte dich nicht vor dem Ergebnis.


Es ist absolut ernst gemeint.

Ich hoffe und wünsche, dass mir meine Leser dabei folgen – und besonders meine Noch-nicht-Leser. Ich bin mir bewusst, dass Sie nicht alle damit zurechtkommen, niemandem zu glauben. Aber denken Sie dabei dran, dass „glauben“ vor allem „nichts wissen“ bedeutet.

Und es ist gut, alles infrage zu stellen, was uns als Informationsfraß hingeworfen wird. Denn auch dies gilt, wenngleich es kein Motto ist: Gelegentlich ist es mutiger, das Bekannte zu bezweifeln als das Unbekannte zu erforschen. Und deshalb: Bezweifeln Sie Aussagen, die angeblich plausibel klingen. Fragen Sie danach, wer es zu welchem Anlass gesagt hat. Und vor allem: Fragen Sie nach Daten, Fakten und Beweisen, die über das hinausgehen, was ihnen wie eine Karotte vor die Nase gehalten wird.

Sie haben bis hierher gelesen? Dann haben Sie den ersten Schritt zu einer Veränderung bereits getan.

(1) Aus "Rotkäppchen" (Französisches Original, die Grimms waren Plagiatoren). Allerdings heißt es dort wirklich "die jungen Damen" (les jeunes Demoiselles).

Warum Hexen keine Vorbilder sind

Name für Name ein Beweis für den Irrglauben, den die Kirche verbreitete

Hexen sind keine Vorbilder - sie sind Opfer eines Irrglaubens, der von der katholischen Kirche verbreitet wurde.

Etwas, dass es nie gab, kann kein Vorbild sein. Es gibt keine Hexen und es gab nie welche. Sie sind eine Erfindung der Katholischen Kirche, die aus der Bibel ein paar unsinnige Sätze herauslas und sie dem Volk als bare Münze verkaufte.

Als Vorbild für ein selbstbestimmtes weibliches Leben taugt die historische Hexe kaum. Ihre Betrachtung als „weise Heilerin“, „Ökofrau der Vergangenheit“, „frühe Emanze “entspringt romantischen oder feministischen Wünschen.


Was wir uns immer noch fragen dürfen: Wer, wenn nicht die katholische Kirche, hat diese Frauen, von denen fast 80 Prozent verheiratet waren, überhaupt zu „Hexen“ gemacht?

Randnotiz: Allein in Mecklenburg wurden nahezu 4000 Frauen und Männer der Hexerei bezichtigt. Aus alten Gerichtsakten hat man in Penzlin alle Namen sowie die Urteile aufgelistet.

Zitat: Hexenmuseum Burg Penzlin.

Hinweis: Dem Autor ist klar, dass die Protestanten die Unsitte der Hexenprozesse fortsetzen - aber sie waren nicht die Urheber.

Wer versucht, die Bundestagswahl 2017 zu manipulieren?

Correstive.org und WahlCheck17 informieren vor der Bundestagswahl 2017 über Fake News. Ich habe ich angemeldet, um Ihnen sozusagen aus „erster Hand“ schreiben zu können, wer die Wahl von außen oder innen mit Falschmeldungen zu beeinflussen versucht.

Wie war das mit „Kokosfett als Superfood“?

Ich hasse Begriffe wie „Superfood“, vor allem, wenn es unbedingt Exoten sein müssen. In diesem Fall ist auch Wikipedia erstaunlich objektiv, denn dort heißt es:

Superfood ist ein Marketingbegriff, der Lebensmittel mit angeblichen Gesundheitsvorteilen beschreibt.


Natürlich wäre dann der Apfel Superfood, weil er in der Schale wertvolle Flavonoide enthält, aber das ist den Marketing-Fuzzis, die den Begriff erfunden haben, viel zu popelig, weil Äpfel viel zu billig und für jedermann erschwinglich sind.

Also müssen Exoten her – egal wie, und egal was. Zum Beispiel die Kokosnuss. Deren Fett solle angeblich gesundheitliche Wunder bewirken – aber: Kardiologen warnen seit Jahrzehnten vor Nahrungsmitteln mit gesättigten Fettsäuren. Und wirklich sinnvolle Nahrungsmittel, die sich nach Auskunft von Kardiologen positiv auf die Herzgesundheit auswirken, kann man hier besichtigen.

Die Frage ist natürlich, durch welche Marketingtricks, Behauptungen und möglicherweise sogar Fake-New-Scheiber die Kokosnuss zu der Ehre kam, „Superfood“ zu sein.

Das Erstaunlichste: Die Falschbehauptungen im Internet werden aus Marketingründen immer wieder gepflegt - die Wahrheiten hingegen kommen selten zum Tragen.

Hyping und andere – wurden die Begriffe erfunden?

Ich hype, ich werde gehypt - wann hört der Unfug solcher Wortschöpfungen auf?
Wissen Sie noch, was ein Metrosexueller war? Nun, wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute. Das sind schicke junge Männer, die ebenso modebewusst wie körperbewusst sind, aber dennoch heterosexuell. Früher nannte man solche Männer auch mal „Dandys“. Heute ist der Begriff schon wieder aus der Mode gekommen - wenn er überhaupt jemals in Mode war.

Nun hat, wie mir scheint, eine Bloggerin den Trend auf die Schippe genommen, im Bereich des „Datings“ ständig neue Begriffe zu erfinden. Diesmal war es „hyping“. Ausgebrütet hat diesen Begriff wahrscheinlich die Bloggerin Vix Meldrewe, auf deren Artikel vom 4. Mai 2017 sich dann (merkwürdigerweise noch am selben Tag) die britische Presse stürzte. Da auch die Journalisten einschlägiger deutscher Presseerzeugnisse die britische Boulevardpresse lesen, dauerte es nicht lange, bis man hierzulande davon lesen konnte.

Dümmliche Worte werden als "Fiese Trends" vermarktet

Für Leute, die’s nicht wissen: Es „ingt“ nur so in den Boulevard- und Frauenzeitschriften, die jedes Fitzelchen im sogenannten „Dating“ aufgreifen, um ein angeblich neues Wort zu verbreiten. Das wäre nicht so schlimm, wenn so etwas nicht gleich als „fieser Trend“ vermarktet würde. Man erinnert sich noch an „Benching“, „Ghosting“ und „Breadcrumbing“, die ebenfalls als „fiese Datingmaschen“ vermarktet wurden. Zielgruppe sind meist junge, einfach gestrickte Frauen, für die daraus „Warnmärchen“ gezimmert wurden, zum Beispiel, wie man diese „fiesen Typen“, die so etwas machen, erkennt und vermeidet.

Der Wolf oder der Mann ist böse oder krank - was sonst?

Wer fürchtet sich vorm bösen Wolf? Kaum eine junge Frau, den sie weiß ja (noch) nicht, was für ein böses Tier der Wolf (Pardon, der Mann) ist. Und deshalb gibt es die Beratungstanten und Beratungsonkels, die bei jedem neuen Begriff genau wissen, wer „so etwas“ tut und wie man den Kontakt zu diesen Männern vermeidet. Mal sind sie Schufte, am Scheißkerle, mal haben sie nicht alle Drähte richtig verlötet – für die letztere Gruppe gibt’s dann die Interpretationen aus der Küchenpsychologie.

Fake News aus Expertenmund?

Die ganze Chose hat etwas von Fake News. Erfinde ein Wort, schreibe über die schrecklichen Dinge, die Menschen (meist Männer) damit anrichten – insbesondere die psychischen Qualen, die Frauen dadurch erleiden. Sie werden sich ausmalen können, wie enttäuschte Frauen ihre Kopfkissen nass weinen, nicht wahr?

Und alles, alles, ist erfunden. Zwar gibt es ein paar Männer, die wirkliche Schufte sind. Und es gibt einige unschöne Verhaltensweisen. Aber es gibt diese Wörter nicht wirklich, und dahinter stehen keine tatsächlich existierenden Phänomene.

Warum Sie an sich selbst arbeiten sollten, wenn Sie "betroffen" sind

Und diejenigen, die betroffen sind? Wohlwollen kann ich ihnen sagen: Die Menschen sind nicht so, wie sie oder ich sie gerne hätten. Sie leben so, wie sie selbst möchten, auch dann, wenn es uns missfällt. Und mit etwas weniger wohlwollen: Arbeiten Sie bitte an sich, wenn Ihnen so etwas häufiger passiert. Die Welt zu ändern, ist verdammt schwer. Aber Sie selbst können sich verändern – und das ist nicht so schwer.