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Zuckerberg: sinnlose Show um Datenschutz

Klar hat er Fehler gemacht, und wenn es gar nicht mehr zu vermeiden ist, dann räumt er sie eben ein. Möglicherweise sogar reuig. So etwas gehört zum Repertoire mächtiger Firmenbosse.

Zuckerberg ist Chef eines Unternehmens, dass einem einfachen Prinzip folgt: „Du bist nur wichtig, wenn du bei FACEBOOK bist“ – und weil ja jeder wichtig sein will, will er auch beim FACEBOOK sein. Jeder noch so popelige Verein, jede zweitrangige Interessengruppe und jeder Gernegroß ist auf FACEBOOK. Die großen Unternehmen, inklusive der angeblich so kritischen Rundfunkanstalten und Verleger sind ohnehin ganz selbstverständlich bei FACEBOOK.

Die Macht von FACEBOOK wie auch der wirtschaftliche Erfolg beruht letztlich darauf, dass alle kostenfreien Content darauf laden und dies – gemeinsam mit FACEBOOK als Win-win-Situation feiern. Womit schon damit klar wird, wer am Ende der Gewinner ist, egal was der Online-Riese demnächst plant oder auch nicht. Ähnliches gilt natürlich auch für andere Internet-Riesen: In Wahrheit macht fast jeder seinen Kniefall vor den Interessen der Mega-Konzerne.

Mehr im SPIEGEL.

Die Presse: Unterschied zwischen Gegenwart und Zukunft unbekannt?

Dieser Tage lese ich viel über FACEBOOK und das angebliche neue „Dating-Feature.“ Da ich nicht mehr bei FACEBOOK bin und sowieso kein Dating betreibe, könnte es mir wuscht sein. Ist es aber nicht, denn die Presse, macht immer wieder deutlich, dass sie nicht zwischen „es ist“ und „es ist angekündigt“ unterscheiden kann.

Beispiel ELLE. Dort wird behauptet, man wisse „alles zum neuen Dating-Feature von Facebook“. Dazu kommt ein riesiges Bild (2041 Pixel breit) von einer Frau, die auf ein Handy guckt.

Im Text wird klar, dass man so gut wie gar nichts weiß, nämlich genau das Wenige, was FACEBOOK behauptet hat. Und das ist so dürftig, dass nicht einmal Fachleute darauf einen Reim machen können. Irgendeine geheimnisvolle App soll irgendwie in FACEBOOK integriert werden, aber eben doch nicht völlig. Und sie soll „langfristige Beziehungen“ bieten statt schneller ONS.

Und obgleich keiner etwas Genaues weiß, sagt die Kolumnistin von ELLE zur noch nicht gesehenen App: „Ganz klar, Daumen nach oben!“ Wo nach oben? Da, wo der Verstand ist oder in Wolkenkuckucksheim?

FACEBOOK kündigt an – und eine Branche zittert

Seit den ersten Erfolgen von „Sozialen Netzwerken“, deren Namen heute kaum noch bekannt sind, wurde heftig gemunkelt, bald schon würden diese Netzwerke die Online-Dating-Branche in ihre Grundfesten erschüttern. Und tatsächlich versuchten alle, „irgendwie in Dating“ zu machen – zuletzt sogar Rentner-Netzwerke.

Inzwischen sind buchstäblich 15 Jahre vergangen, und nicht „Soziale Netzwerke“, sondern sogenannte Apps haben die Nase vorne. Die Branche macht nach außen in „rosig“, aber natürlich befürchten alle, dass der Markt eines Tages zusammenbricht – zu einem Teil ist dies – still und heimlich – auch schon geschehen.

Seit FACEBOOK ein paar vage Andeutungen darüber gemacht hat, wie das hauseigene Online-Dating-Konzept aussieht, steht die Branche Kopf. Man denke: Ein paar vage Andeutungen haben gereicht, um große Konzerne wie auch kleiner Anbieter zittern zu lassen.

Ich kenne die Branche seit etwa 20 Jahren – von den ersten Anfängen bis heute. Sie hat sich von hoffnungsfrohen Gründern mit frischen Ideen zu riesigen Konzernen mit Betonkopf-Mentalität gewandelt, und außer den sogenannten „Dating-Apps“ die viel mit Apps und wenig mit Partnersuche zu tun haben, gibt es schon seit einem Jahrzehnt keine kreativen Ideen mehr. Es sind Unternehmen wie alle anderen, die ursprünglich erfolgreiche Ideen so lange reiten, bis diese Ideen ausgelaugt sind und zusammenbrechen.

Mal sehen, wie Herr Zuckerberg dabei aussieht – in ein paar Jahren werden wir es wissen. Und bis dahin wird die Presse allerlei zu schnattern haben - Konkretes allerdings suchte man bisher vergeblich.

Facebook

Ich habe mich von Facebook getrennt. Ich sehe dieses Medium als unsinnig an, weil es keine Schnittstellen zwischen meinen Interessen und den Interessen von FACEBOOK gibt. Selbst meine Liebe zum Jazz ändert daran nichts.

Hat die digitalisierte Wahrnehmung Einfluss auf die Wahl?

Heute empfehle ich einfach mal, das ganze Alphabet des Wahlkampfes bei „Corrective Org“ nachzulesen. Besonders interessant: Soziale Netzwerke sollen einen unglaublichen Einfluss auf die Wahlentscheidung haben.

Klar – da kann sich jeder Depp äußern, ohne die geringste Konsequenz fürchten zu müssen und auf Fakten kann man nötigenfalls sch … verzichten.

Und doch haben Internet-Quellen offenbar einen Effekt – positiv wie negativ. Dazu Corrective org:

Twitter für die Medien, Facebook für die Masse. Das Netz macht mobil.


Oh ja - und Leserbriefspalten für die Nager am System.

Noch ein hübscher Satz, diesmal etwas kompliziert formuliert:

Die Politik passt sich der digitalisierten Wahrnehmung vieler an. Das Bewegtbild und die Einbindung der Netzcommunity hält Einzug in die Kampagnen.


Aha, das Bewegtbild. Und die „Einbindung in die Netzcommunity“. Wäre es nicht viel effektiver, mal nachzudenken, als sich zu den „großen Bulten“ zu gesellen und mitzuplappern?