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ESC: Hübsche Brüste, nette Gesichter, Balladen-Einheitsbrei

Oh, ja – ich habe die Vorentscheidung zur Eurovision 2017 gesehen, jedenfalls den ersten Teil. Damen in Nachtgewändern, von denen ich später las, dass sie Brautkleider darstellen sollten, mit gefälligen Gesichtern. Einige konnten sogar singen, und die Damen und Herren Kompositeure setzten überwiegend auf Balladen. Ach ja, die gingen ja damals, also 2016, so zu herzen, nicht wahr? Der Moderator wiederholte sich mehrmals, dass die Wahl schwerfiel – zwischen Einheitsbrei und Einheitsbrei, nett anzusehen und nett anzusehen. Die Herren? Ach ja, smarte Jungs, aber leider müde Songs. Warum der Portugiese Salvador Sobral überhaupt auftreten durfte mit seinem wenig überzeugenden Stimmchen, war mir ebenso schleierhaft wie seine gute Platzierung. (1)

Was bleibt? Balladen, die alle irgendwie gleich klingen, Sängerinnen, die auf sexy gestylt waren, smarte Jungs – und dann und wann ein wenig mehr Talent, als man vermutete.

Warten wir mal den zweiten Teil ab. Nach dem Ersten würde ich sagen: Vergesst doch das blöde Festival. Das bisschen Singsang ist die Kohle nicht wert, die es kostet.

(1) Hier musste ich im Finale meine Meinung korrigieren. War er da besser oder war ich nicht objektiv genug?