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Sozialsysteme: die Wahrheit ist schlecht zu ertragen

Nein, Herr Jens Spahn wird nicht mein Freund. Nicht, weil er etwas sagt, sondern wie er’s sagt.

Dabei hat Spahn nichts als die Wahrheit gesagt: Das deutsche Sozialsystem ist eines der besten der Welt. Er sagte nicht: das Beste. Und er wird sicher wissen, dass dieses System verbesserungswürdig ist.

Sicher – es gibt Menschen, die durch alle Systeme fallen – sogar im viel gelobten Skandinavien. Wer sich die Länder im europäischen Vergleich ansieht, wird aber nach zahllosen Faktoren schauen müssen: Es ist nicht nur die Sicherung des Lebensunterhalts im Krisenfall. Es ist auch die Mehrwertsteuer, die in den skandinavischen Ländern deutlich höher ist als in Deutschland – da würden die Linken gewiss Amok laufen, wenn sie in Deutschland auf das nordische Niveau erhöht würde. Und es ist das Kindergeld, das in Deutschland vergleichsweise fürstlich ausfällt.

Drei Tipp hätte ich für all diese linksextremistischen Hassredner, die jetzt überall ihre Mäuler spitzen:

1. Trennen Sie zwischen statistischer Armut und realer Armut.
2. Säen Sie keinen Neid unter den Menschen, die eigentlich zufrieden sind.
3. Lassen Sie die „Tafeln“ die „Tafeln“ sein und mischen Sie sich da nicht ein.

Und der Herr Spahn? Er möchte sich bitte mäßigen und die (ebenfalls wohlhabenden) Robin Hoods von Links und Grün nicht nochmals dazu verleiten, eine Art geistigen Klassenkampf zu beginnen. Die Wahrheit ist manchmal nur schwer zu ertragen – und die ist: Deutschland hat ein sehr ordentliches Sozialsystem, das sich sicherlich auch noch verbessern ließe.

TAFELN nicht in ihre Selbstbestimmung hineinreden!

Ganz klar: TAFELN sind für die Ärmsten der Armen da. Und es ist gut und richtig, die TAFELN entscheiden zu lassen, wann die Kapazitäten der Waren und des Personals ausgelastet sind.

Heißt konkret: Die TAFELN dürfen nicht für die Fehler der Politik verantwortlich gemacht werden. Und wenn dies trotzdem geschieht, dann geben sie möglicherweise auf – denn so einfach ist es ja nun auch wieder nicht, den Betrieb täglich aufrechtzuerhalten.

Und die Politiker? Sie sollen wenigstens in diesem Punkt gefälligst ihr Maul halten – Links, Rechts und vor allem in der Mitte. Ich hörte dieser Tage schon mal, wer alles „verantwortlich“ für die Misere der Ärmsten sein soll. Und ich sage dazu mal klar: Hört mal auf, ständig „Verantwortliche“ vorzuführen, die sich gerade dafür eignen. Dazu wäre noch mehr zu sagen. Zum Beispiel, seitens der Presse und gewisser Institutionen nicht ständig die armen „Massen“, herbeizureden, weil das gerade ins politische Konzept passt. Es gibt „statistisch Arme“ und Menschen, die um das täglich Brot für sich und ihre Kinder kämpfen. Sie in einen Topf zu werfen, ist über alle Maßen unredlich.